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Bender Baskets auch in Neuss glücklos

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Gießen (zye). Nur eine Hälfte lang haben die Zweitliga-Basketballerinnen der Bender Baskets Grünberg in Neuss standgehalten. Dann jedoch nahmen vor allem die Importspielerinnen der Tigers das Heft in die Hand. Den Baskets fehlte dabei erneut vor allem das Zielwasser und die Physis gegen die bissigen Tigers.

TG Neuss Tigers - B. B. Grünberg 73:53

Sechs Führungswechsel und siebenmal hieß es Gleichstand in der Neusser Elmar-Frings-Halle. Immerhin bis in die Mitte des dritten Viertels war es eine spannende Partie auf Augenhöhe, jedoch verließ dann Grünberg die Treffsicherheit deutlich, und die Tigers zündeten den Nachbrenner. 23:6 endete dabei der dritte Durchgang nach einem Halbzeitstand von noch 34:36. Von dieser Hängepartie sollte sich die Truppe von René Spandauw bis zur Schlussirene nicht mehr erholen.

Vor allem die Importspielerinnen Maria Aftzi (21 Punkte, davon drei Dreier) und Lydia Baxter (17 Punkte, 14 Rebounds) stellten Grünbergs Alptraum in der Defense gegen die Rheinländerinnen dar.

Insgesamt arbeitete Neuss auch an den Brettern besser, selbst als sich die beiden Langen auf Grünbergs Seite standhaft zeigten. Alva Hedrich (14 Punkte) und Lena Dziuba steuerten alleine 13 der 28 Rebounds der Hessinnen bei, was angesichts der 36 Rebounds der Gastgeberinnen allerdings zu wenig war. »Eine überragende Cora Horvath«, so bewertete Spandauw die Leistung seiner Aufbauspielerin, leitete immer wieder ausgezeichnete Fastbreaks ein. Elisa Mevius (17 Punkte) wurde einmal mehr Top-Scorerin für Grünberg. Doch Neuss traf von allen Positionen wesentlich besser, während Grünberg alleine an der Freiwurflinie zwölf vermeintlich sichere Punkte vergab.

Spandauw zieht positives Fazit

Coach Spandauw will jedoch einen Aufwärtstrend beim Spiel seiner Mädels erkannt haben. Nicht zuletzt auch, weil diese erst seit letzter Woche wieder mit zehn Spielerinnen trainieren konnten. »Der Rhythmus und Spielfluss in der Offense - aber auch die Abstimmung untereinander - war deshalb wieder wesentlich besser. Das zeigte sich auch in der ausgeglichenen ersten Hälfte.« Doch wie kam dann der Leistungseinbruch in Mitte des dritten Viertels zustande? »Es fehlte uns hier schlicht an Kraft, was dann zu einem 11:0-Lauf der Tigers führte, den wir nicht mehr aufholen konnten.« Neuss spielte auch wesentlich aggressiver, was den körperlich unterlegenen Baskets deutlich zu schaffen machte. »Wir haben nicht gut darauf reagiert, und das war auch ein Schlüssel zu Neuss‹ Sieg«, lautete Spandauws Analyse.

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