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Beruhigung kommt spät

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Aron Jakob Weise lässt Rene Herber im Großenlüder Gehäuse keine Abwehrchance. © PeB

Launsbach. Die HSG Wettenberg hat den zahlreichen Ausfällen am Samstagabend getrotzt und in der Männerhandball-Oberliga einen wichtigen Sieg gefeiert. Gegen die HSG Großenlüder/Hainzell konnte sich das Team von Trainer Axel Spandau für die Hinspielniederlage revanchieren und setzte sich in eigener Halle mit 36:34 (18:13) durch. Nach zwischenzeitlicher Acht-Tore-Führung musste das Team aus dem Gleiberger Land aber bis in die Schlussminuten hinein um den Heimsieg kämpfen.

HSG Wettenberg - HSG Großenlüder/H. 36:34

»Wir haben es lange Zeit wirklich gut gemacht und verdient geführt. Nach 40 Minuten haben wir aber aufgehört, Handball zu spielen und wollten besondere Dinge machen. Leider haben wir dann keinen Zugriff mehr in der Abwehr bekommen. Es war irgendwann eine wilde Rennerei. Am Ende stehen aber die zwei Punkte, die sind für uns natürlich sehr wichtig«, resümierte Wettenbergs Coach, der Linksaußen Johannes Schwarz für dessen starke Leistung lobte.

Die Gastgeber starteten zunächst besser in die Partie (5:3, 6.), beim 7:7 (14.) lagen die Nordhessen aber wieder gleichauf. Letztmals allerdings wie sich später zeigen sollte. Denn in der Folge spielten die Wettenberger stark auf, setzten sich zunächst auf 10:7 (17., Hannes Rabe), nach Flo Weidners Treffer wenig später bereits auf 15:11 (24.) ab.

Nachdem die Spandau-Sieben eine 18:13-Führung mit in die Kabine genommen hatte und diese dank eines 3:0-Laufes auf 21:13 ausgebaut hatte, schien ein geruhsamer Abend auf die Mannen aus dem Gleiberger Land zu warten. Auch nach Tim Anhäusers 26:19 (39.) deutete noch nichts auf Spannung hin, vier Minuten später allerdings schon. Michael Blinzler hatte zu diesem Zeitpunkt zum 23:26 eingeworfen, der achtfache Torschütze sah aber im nächsten Angriff die Rote Karte.

Was aber nicht für Beruhigung im HSG-Lager sorgte, denn beim 25:27 (47.), 29:31 (52.) oder 31:33 (56.) war Großenlüder/Hainzell immer wieder dran. Knapper wurde es allerdings nicht, weil Wettenberg offensiv immer die passende Antwort parat hatte. Alles klar machte dann Aron Weise mit seinem sechsten Tagestreffer zum 35:32 (59.). »Großenlüder hat es schon gut gemacht und ist enormes Tempo gegangen. Wir müssen da aber auf uns schauen, 21 Gegentore in Halbzeit zwei sind aber einfach viel zu viel«, so Spandau.

HSG Wettenberg: Laudt, Stroh - Schwarz (8/2), Werner (3), Becker (3), Anhäuser (1), Weidner (2), Rabe (2), Schneider (1), Weber, Olbert (2), Oyono (5), Lauber (3/1), Weise (6).

HSG Großenlüder/Hainzell: Stradtmann, Herber - Sippel, Deppe (3/2), Lukas Münker (4), Großmann (1), Benedikt Dimmerling (1), Koch (1), Simon Münker, Malolepszy (5), Lukas Dimmerling (10/5), Blinzler (8), Henrik Dimmerling (1).

Schiedsrichter: Mäkitalo/Schäfer (Glashütten/Wiesbaden). - Zeitstrafen: vier (Rabe, Schneider, Oyono, Weise), fünf (Goßmann, Koch, Malolepszy, Herber, Henrik Dimmerling). - Rote Karte: Blinzler (45.). - Siebenmeter: 4/3, 9/7.

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