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Besser, aber wieder punktlos

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Die kopfballhoheit hat in dieser Szene eindeutig die SG Kinzenbach, die mit drei Mann ins Luftduelöl geht. Am Ende aber eine Enttäuschung für die Bätzel-Elf. Gegen Niedernhausen heißt es 1:2. Foto: Tim Balser © Tim Balser

Kinzenbach (rsc). War die 1:2-Heimniederlage im Verbandsligaspiel der SG Kinzenbach gegen den SV Niedernhausen bezüglich der 1:5-Klatsche vom vergangenen Mittwoch nicht die im Vorfeld geforderte Wiedergutmachung? Oder war es doch eine? Die Meinungen auf dem Kunstrasen gingen diesbezüglich gewaltig auseinander. Von Zuschauerseite kam an Kommentierung:

»Als diese Knochebäll.« (gemeint: ständig diese ungenauen Pässe.) sowie »Als wirrer retour« (gemeint: immer wieder zurück, anstatt nach vorne zu spielen).

SG Kinzenbach - SV Niedernhausen 1:2

So oder so: Durch oftmals schlechte Anspiele kam fast während der gesamten Spielzeit kein flüssiges Kombinationsspiel zustande. Im Gegenteil wurden dadurch gegnerische Fouls und eigene Verletzungen provoziert. So musste Kinzenbachs Kapitän Nicolas Anker bereits nach vier Minuten verletzungsbedingt ausgewechselt werden und der für ihn danach agierende Yannik Mohr konnte nach der Pause nicht mehr zurück aufs Feld kehren. Was die Einen als vermeintliche Spielverzögerung nervte - viel Querpassspiel in der Abwehr und den oftmaligen Einbezug des Torwartes - schien Trainer Peter Bätzel zu forcieren: »Bleibt geduldig.«

Gegenseitiges Abtasten war in der ersten Viertelstunde angesagt. Irgendwann stand dann Kinzenbachs Goalgetter Henrik Keller nicht völlig zugedeckt in Strafraumnähe. Der Steilpass erreichte ihn und aus 15 Metern Entfernung donnerte der Torjäger den Ball zum 1:0-Führungstreffer ins lange Toreck (16.). Nachdem fünf Minuten darauf der Gast nach einem Pass von Maurice Burkhardt auf Mike Afonso de Sousa Pontes eine gute Gelegenheit ausgelassen hatte, agierte Tommy Ried in der 25. Minute etwas zu eigensinnig und wollte partout selbst den Vorsprung ausbauen, anstatt den Ball dem wesentlich besser postierten Keller vorzulegen.

Nach gut einer halben Stunde lag der Ausgleich förmlich in der Luft. Minutenlang spielte sich das Geschehen am Strafraum der Platzherren ab. Ecke um Ecke und Einwürfe wechselten sich ab. Und so kam es, wie es kommen musste: Bei einem Abwehrversuch fiel ein Kopfball direkt vor die Füße von Davide Frusteri, gegen dessen Schrägschuss Henrik Flechtner keine Abwehrchance besaß.

Die Entscheidung zugunsten des SV Niedernhausen fiel dann nach der Pause. Kinzenbach wollte unbedingt den zweiten Treffer erzwingen. Doch nach knapp zehn Minuten wurde ein langer diagonaler Rück- zu einem Fehlpass. SGK-Keeper Flechtner sprintete aus seinem Kasten, doch Thomas Brewer kam vor ihm an den Ball und konnte diesen gemächlich ins Tor schieben.

Als Wiedergutmachung und »eine ordentliche Leistung gezeigt gegen einen starken Gegner« bezeichnete Bätzel nach Ende der 90 Minuten den Einsatz seiner Mannen. Allerdings eine Wiedergutmachung, die nicht mit Zählbarem belohnt wurde. »In gewissen Bereichen galt es, uns im Vergleich zum Mittwoch zu verbessern. Das ist uns gelungen. Gegen einen stärkeren Gegner, der die wenigen Situationen eiskalt ausgenutzt hat, hat es aber leider nicht für mehr gereicht.«

SG Kinzenbach: Flechtner; Anker (ab 4. Mohr, ab 46. Yildirim), Schmidt, Purdak, Johannes Alber, Ried, Pantke (ab 87. Kipper), Kenne Wa, Sajonz (ab 73. Safar), Stephan Alber, Keller.

SV Niedernhausen: Müller; Berg, Smith, Rodwald (ab 82. Reusing), Brewer (ab 77. Benariba), Burkhardt, Frusteri (ab 89. Samb), Waldraff, Hossner, de Sousa Pontes (ab 69. Rebic), Kauer.

Schiedsrichter: Radl (Biebesheim). - Zuschauer: 100. - Tore: 1:0 (16.) Keller, 1:1 (34.) Frusteri, 1:2 (51.) Brewer.

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