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Bester Auftritt

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Glückwunsch an Laura Wickert (16), die gerade das 1:0 erzielt hat, von TSV-Spielführerin Susanne Seelbach. Foto: PeB © PeB

Hessenliga: Klein-Linden mit starker Leistung. Reiskirchen überzeugt in Dutenhofen. FC Gießen eine Halbzeit desolat.

Gießen (woo). Mit einem 3:0-Sieg gegen Großenenglis haben die Fußballerinnen des TSV Klein-Linden den dritten Platz in der Frauenfußball-Hessenliga gefestigt. Hinter dem SC Dortelweil und dem MFFC Wiesbaden, die beide noch ungeschlagen sind, ist allerdings alles eng beieinander, und alle anderen Mannschaften haben ein oder sogar zwei Spiele weniger absolviert als Klein-Linden. Da ist ein Abrutschen schnell passiert.

Hessenliga: TSV Klein-Linden - TuS Großenenglis 3:0 (1:0): Es entwickelte sich eine unterhaltsame Partie mit Vorteilen für die Gäste. Nach einer halben Stunde übernahmen die Klein-Lindenerinnen aber fortan das Kommando, agierten vor dem gegnerischen Tor allerdings zu hektisch. In der 35. Minute scheiterte Sophie Ebenig per Kopf nach Flanke von Laura Wickert. Vier Minuten später eroberte Luise Hertel gegen ihren Ex-Club den Ball im 16er und flankte auf Janina Thür, die knapp am Pfosten vorbeischoss.

In der 40. Minute war es dann so weit: Laura Wickert erzielte ihr erstes Saisontor, nach einer Flanke von der zwei Minuten zuvor eingewechselten Mara Fugensi. Anders als in den Spielen zuvor kamen die Linneserinnen diesmal hellwach aus der Pause. Doch zunächst hatten sie allerdings Glück, dass eine Großenengliserin die Kugel nach einer Ecke aus dem Gewühl heraus knapp neben das Tor setzte. Danach rollte der TSV-Express wieder. Fugensi scheiterte nach starker Einzelleistung am Pfosten. In der 63. Minute erzielte Annika Striepeke nach Vorarbeit von Fugensi und Sophia Olt auf der linken Seite das erlösende 2:0. Janina Thür machte den Sack in der 77. Minute nach einem Pass von Kira Lein zu. Eine Schrecksekunde gab es in der 82. Minute, als die Gäste nach einer starken Parade von Christina Schmaus gleich zweimal den Pfosten trafen. Trainerin Janin Hocker sprach von der bisher besten Saisonleistung ihrer Mannschaft.

Gruppenliga:

Die SG Reiskirchen/Saasen hat in der Fußball-Gruppenliga der Frauen den drohenden Absturz mit einem 1:0-Sieg in Lokalderby beim SC Münchholzhausen/Dutenhofen verhindert. Der FC Gießen ließ Punkte im Kampf um die Meisterschaft liegen. Beim FSV Friedensdorf reichte es nur zu einem 3:3.

SC Münchholzhausen/Dutenhofen - SG Reiskirchen/Saasen 0:1 (0:1): Im Gegensatz zu den bisherigen Begegnungen nahmen die Reiskirchenerinnen diesmal die Zweikämpfe an und gewannen die meisten. Das goldene Tor erzielte Luisa Haupt nach einer Ecke von Lena Arnold in der 41. Minute. Der SC schaffte in der gesamten Spielzeit nur einen guten Torschuss. SG-Trainer Jan Becke war mit der Vor- und Einstellung seiner Mannschaft sehr zufrieden. »Das war von der ersten bis zur letzten Minute richtig guter Fußball«, sagte er. »Da gibt es nichts zu meckern.«

FSV Friedensdorf - FC Gießen 3:3 (3:0): In der ersten Halbzeit verharrten die Gäste im Tiefschlaf. Nach drei Gegentoren in der 23., 26. und 38. Minute schien die Partie gelaufen. »Da haben uns die Friedensdorferinnen nach allen Regeln der Kunst auseinandergenommen. Und mit 0:3 waren wir noch gut bedient«, zog FC-Coach Andreas Schmid schonungslos Bilanz. Nach der Pause präsentierte sich nach einer deutlichen Kabinenansprache und einer taktischen Umstellung auf Dreierkette allerdings eine ganz andere Gießener Mannschaft. Innerhalb von zehn Minuten gelangen Agnes Jocksch (66.), Katharina Neeb (67.) und Blerina Dervishi (76.) der Ausgleich. In der Schlussphase überschlugen sich die Ereignisse. Joksch scheiterte frei vor dem Tor. Auf der anderen Seite kratzte eine Gießener Spielerin den Ball von der Torlinie, und Keeperin Larissa Schmid hielt den Punkt mit einer »Monsterparade«, so der Stadionsprecher, fest. Dass sieben Stammspielerinnen fehlten, wollte Trainer Andreas Schmidt nicht als Begründung für die schwache erste Halbzeit gelten lassen. Gleichzeitig lobte er den Einsatzwillen und Teamgeist seiner Spielerinnen. Blerina Dervishi, die als Einzige auf der Auswechselbank saß und nach der Pause auflief, war gesundheitlich angeschlagen und sollte nur im Notfall spielen. Zoe Koch wurde am Freitag in Bamberg als Polizistin vereidigt und eilte der Mannschaft am Samstag zu Hilfe.

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