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Böhnes Großtat in letzter Sekunde

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Dutenhofen (flo). Phillip Opitz wusste, bei wem er sich zu bedanken hatte - und herzte Simon Böhne eine gefühlte Ewigkeit. Zu bedanken dafür, dass er und seine Mitstreiter von den Drittliga-Handballern der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen am Ende nicht ohne Zählbares da standen.

HSG Dutenhofen/M. - Gummersbach II 30:30

Was der Fall gewesen wäre, wenn Torwart Böhne nicht in letzter Sekunde einen Tempogegenstoß entschärft hätte. Weshalb die Grün-Weißen gegen den VfL Gummersbach II beim 30:30 (16:15)-Unentschieden zumindest einen Punkt mitnahmen.

»Wir sind nicht in der Situation, uns über ein Unentschieden zu ärgern. Nein, wir freuen uns auch über diesen Punkt. Denn so wie wir dieses Spiel gewinnen hätten können, so hätten wir es auch verlieren können«, resümierte Trainer Axel Spandau. Dessen Truppe einen perfekten Start aufs Parkett zauberte: Simon Belter, der auf Rechtsaußen über weite Strecken den unter der Woche kranken Torjäger Tim Rüdiger ersetzte, traf nach viereinhalb Minuten zum 3:0. Und der Vorsprung hätte gegen anfangs indisponierte Gummersbacher noch höher ausfallen können, ja eigentlich sogar müssen.

Dass daraus nichts wurde, hatte einen Grund: VfL-Schlussmann Martin Nagy. Der 24-Jährige, der nach einer Fußverletzung im Sommer nur noch die Nummer drei des Bundesligateams ist und die Oberbergischen nach dieser Saison verlassen wird, überzeugte in Dutenhofen mit einer bärenstarken Leistung, nahm den Grün-Weißen etliche freie Bälle weg und trug so dazu bei, dass sich die Gäste stabilisierten. »Die Chancenverwertung war in der ersten Halbzeit unser Manko. Aber man muss es auch andersherum sehen: Wir haben trotz eines sehr starken gegnerischen Torhüters 30 Tore erzielt«, sagte Spandau.

Schlagabtausch

Und so entwickelte sich zusehends ein munterer, von den beiden Angriffsreihen dominierter Schlagabtausch mit wechselnden Führungen, in dem Dutenhofen/Münchholzhausen zur Pause mit 16:15 vorne lag. Als ab dem 22:22 (41.) allmählich etwas Sand in den HSG-Angriffsmotor geriet, liefen die Grün-Weißen dann aber regelmäßig einem Rückstand hinterher. Das 24:27 (48.) drehten die Gastgeber zwar mit einem starken Zwischenspurt in eine 28:27-Führung (52.), befanden sich aber beim 28:29 und 29:30 (56.) wieder im Hintertreffen.

Und dann hatte die Spandau-Truppe auch etwas Glück: Weil Gummersbach einen Siebenmeter an die Latte setzte, ehe Rüdiger zum 30:30 (58.) traf. Noch mehr aber, weil ein Fangfehler von Lukas Gümbel ungestraft blieb - dank Schlussmann Böhne, der blitzschnell abtauchte und den Gegenstoß des zuvor sieben Mal erfolgreichen VfL-Rückraumakteurs Florian Schmidt parierte.

»Vorher war es eher durchwachsen bei Simon, aber letztlich hat er uns den Punkt gerettet«, bedankte sich auch Spandau.

Dutenhofen/Münchholzhausen: Rinn (34. - 46.), Böhne; Gümbel (1), Hoepfner (5), Opitz (7), Lindenstruth (2), Belter (3), Bremond (7/2), Datz, Lauer (2), Rüdiger (2), Werth (1), Steinmüller, Okpara, Müller, Spandau.

Gummersbach: Knudsen, Danzenbächer, Nagy (1. - 60.); Ohl, Häseler (2), Unbehaun, Schroven (6/2), Schmidt (7), Würz (4), Israel (2), Protsiuk (1), Köster (6), Polansky (1), Harder (1), Feka.

Schiedsrichter: Gorenflo/Mangold (Mühlenbach/Hornbach) - Zuschauer: 235 - Zeitstrafen: zwei (Gümbel, Lindenstruth); zwei (Protsiuk zwei) - Rote Karte: Würz (25., Gummersbach) wegen eines Foulspiels - Siebenmeter: 3/2:3/2.

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