1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

Branislav Ignjatovic folgt auf Pete Strobl

Erstellt: Aktualisiert:

gispor140522-ignjatovic__4c
Hier noch als Heidelberger Trainer ist in Zukunft die Gießener Osthalle die Heimat von Neu-46ers-Coach Branislav Ignjatovic. © imago

Frisch aus der Basketball-Bundesliga abgestiegen, haben die Gießen 46ers mit dem 55-Jährigen den vakanten Cheftrainer-Posten besetzt. Der hat mit dem Traditionsclub einen klaren Plan.

Gießen (red). Huch, da ging es doch schneller als anfangs gedacht: Mit Branislav »Frenkie« Ignjatovic haben die Gießen 46ers noch vor Playoff-Start ihren neuen Headcoach vorgestellt. Aktuell noch für bei den MLP Academics Heidelberg unter Vertrag, wird der 55-Jährige ab 1. Juni die Geschicke der 46ers übernehmen. Ignjatovic gilt als Kenner und Experte der 2. Basketball-Bundesliga ProA, in der der Traditionsclub von der Lahn in der kommenden Saison an den Start gehen wird.

»Nach dem Abstieg aus der BBL war für mich klar, dass wir einen Trainer brauchen, der sich sowohl mit dem Club als auch mit der ProA und der BBL klar identifizieren kann«, kommentiert der oftmals kritisierte Geschäftsführer und Sportdirekter Sebastian Schmidt den durchaus gelungenen Coup, Ignjatovic an die Lahn zu lotsen. »Frenki kennt die ProA wie kaum ein anderer. Er hat in seinen letzten Stationen, vor allem in den letzten acht Jahren in Heidelberg, gezeigt, wie er arbeitet«, so Schmidt weiter.

In der Tat: In seiner Amtszeit bei den Baden-Württembergern entstand eine Ära, die 2021 mit der ProA-Meisterschaft und dem damit verbundenen Aufstieg in die Bundesliga gekrönt wurde. Weiterhin gelang ihm in der noch laufenden Saison der vorzeitige Klassenerhalt mit den Heidelbergern. Nun also die neue Herausforderung in Mittelhessen, wo der serbische Übungsleiter einen Zweijahresvertrag unterzeichnet hat, der sich automatisch um ein weiteres Jahr verlängert, sollte der Aufstieg in dieser Zeit realisiert werden.

»Ich hatte mehrere Angebote, auch zwei aus der BBL, auf dem Tisch liegen. Jedoch haben mich vor allem die Gespräche mit Geschäftsführer und Sportdirektor Sebastian Schmidt von Anfang an beeindruckt und überzeugt«, freut sich Branislav Ignjatovic auf die kommenden Aufgaben, die gewiss nicht leicht werden. Denn jetzt gelte es, nachdem der »Restart-Knopf gedrückt wurde«, so 46ers-Boss Schmidt, »gemeinsam anzupacken, die Menschen zu begeistern und ein schlagkräftiges ProA-Team auf die Beine zu stellen.«

Wer könne da nach Ansicht des Gießener Verantwortlichen besser passen als Fachmann Ignjatovic? Der ausgewiesene ProA-Kenner, der neben den Academics auch Clubs wie den TV Langen oder Kirchheim Knights über mehrere Jahre geprägt hat, bringt neben der sportlichen Expertise auch die so oft beschworene Identifikation zur hessischen Region mit. »Ich lebe seit über 30 Jahren in Hessen. Ich fühle mich als Hesse und bin sehr froh, bei einem solchen Traditionsverein wie den 46ers nun die Chance zu haben, arbeiten zu können«, meint der gebürtige Belgrader,

Und dennoch: Allein von Bembel, Lahn und Tradition lässt sich kein zukunftsfähiges BBL-Team in Gießen aufbauen. Für Sebastian Schmidt und Branislav Ignjatovic gilt es, von Tag eins an die Ärmel hochzukrempeln, um den Abstieg in die Zweitklassigkeit wieder geradezurücken. »Wir haben viel zu tun«, stellt der designierte Nachfolger von Pete Strobl richtigerweise fest, gibt aber zugleich auch einen Dreijahresplan preis. »Mein Ziel ist es, dass Gießen in zwei oder drei Jahren wieder in der BBL spielt. Dafür werden wir alles geben.«

Auch interessant