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Bronze-Rang für M85

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Gießen (red). In einem für die Tabelle bedeutungslosen Aufeinandertreffen am letzten Spieltag der Kegel-Hessenliga hat der KC 88 Wettenberg im Gastspiel beim Meister und Bundesliga-Aufsteiger SKC Waldbrunn-Hadamar das Gastgeschenk angenommen und kam über die 31 erzielten Einzelwertungspunkte überraschend zum Teilerfolg. Diesen erreichte auch Meteor 85 Mittelhessen, die bei »Gute Fahrt« Fulda einen Auswärtszähler mit nach Hause nahmen - trotz Fuldaer Saisonbestleistung.

SKC Waldbrunn-Hadamar - KC 88 Wettenberg 4911:4646 (2:1/47:31): Auf den ergiebigen Kunststoffbahnen in Hadamar hatte beim Primus bisher niemand punkten können. Und so war die Wettenberger Erwartungshaltung äußerst überschaubar. Zunächst noch hielten die Gastgeber das Heft fest in der Hand, als der Ranglistensieger Janis Schmitt (889/12) und Alexander Düber (853/11) Wettenbergs Jörg Schnell (835/9) und Christian Lenz (789/5) in Schach hielten.

Doch im mittleren Abschnitt zeigte der SKC ungewohnte Schwächen. Leicht angeschlagen fand Tom Viertel (741/2) gar nicht zu seinem Spiel. Auch Blockpartner Alexander Weis (776/4) strauchelte. Ohne groß zu glänzen, machte Wettenbergs Jan Anders (806/7) Boden in Sachen Einzelwertung gut. Der für den fehlenden Tino Anders in Spiel genommene Justus Flimm (662/1) hatte währenddessen zu sehr mit den für ihn ungewohnt »hoch« stehenden Ecken zu kämpfen und vermochte so keinen Beitrag zu leisten.

Die Steilvorlage aus dem Mittelblock nutzten Kai-Uwe Schnell (796/6) und Kai Göbler (754/3) - im Vergleich mit den SKC-Akteuren Manfred Schmitt (813/8) und Nico Klink (839/10) - mit einer Punktlandung auf die zum Zusatzpunktgewinn nötigen 31 Einzelwertungspunkte aus.

Der KC 88 Wettenberg zieht für die beendete Saison 2021/2022 eine positive Bilanz. Erstmals seit Jahren gab es wieder ein positives Punktekonto, mit dem Abstieg hatte man nichts zu tun.

GF Fulda - M85 Mittelhessen 4796:4641 (2:1/46:32): Der erste Block wurde vom Tagesbesten Chowanietz (841, 12) dominiert. Uwe Stock hielt eine Halbzeit sehr gut mit, kam für die schwierigen Bahnverhältnisse aber noch mit guten 788 (6 EWP) Holz herunter. Das langte auch gegen Joachim Mehler (766/4) für die erste Wertung, die Kai Bolte (748/3) erst auf der letzten Bahn verpasste.

Im Mittelblock hatten die Gastgeber mit Habermehl (734/2) einen Schwachpunkt, was der solide spielende Rolf Rohrbach (770/5) nutzen konnte. Gegen die Heimbestleistung von Wieczorek (812/9) konnten er wie auch Hessenliga-Debütant Daniel Döring (714/1) aber nichts ausrichten. Mit bereits 5 EWP und rund 150 Holz Rückstand ging es in den Schlussblock.

Dieser war von einem sehr spannenden Verlauf mit vier Akteuren auf absoluter Augenhöhe geprägt. Die Spieler wechselten sich von Gasse zu Gasse mit der Führung ab, erst auf der letzten Bahn konnte Warnecke (837/11) mit einem fulminanten Schlussspurt den über alle acht Gassen sehr überzeugend auftretenden Christian Stefan (823/10) gerade noch überflügeln. Mit seiner bärenstarken Zahl hielt »Steve« den zweiten Fuldaer Michael Mehler (806/8) auf Distanz, dem der ebenfalls gute Michael Buhl (798/7) knapp den Vortritt lassen musste.

Am Ende einer personell sehr schwierigen Saison sprang somit immerhin noch der Bronze-Rang knapp vor Wetzlar und Wettenberg heraus. Zum Vizemeister Hönebach-Ronshausen fehlen Meteor lediglich vier Einzelwertungspunkte, Waldbrunn-Hadamar stand schon seit Wochen als Meister fest. Kirberg-Eisenbach und SKS Fulda stehen auf den Abstiegsplätzen, die KSG Neuhof kommt aus der 2. Bundesliga herunter. Aus den Verbandsligen stehen mit dem KSC Heuchelheim und der Reserve von Zweitligist KSG Kassel die Aufsteiger ebenfalls fest.

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