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»Brutale Willensleistung« der Männer ohne Nerven

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Limburg (mol). Spiele der U23 des TV Hüttenberg sind nichts für schwache Nerven. Bereits zum dritten Mal in vier Partien endete eine Partie des Teams von Dirk Happel und Tim Spengler im Rahmen der Meisterrunde in der Männerhandball-Landesliga Mitte mit nur einem Tor Unterschied.

TuS Holzheim - TV Hüttenberg U23 24:25

Und zum dritten Mal trug der Tabellenführer dabei den Sieg davon. Nachdem der TVH die Partie beim TuS Holzheim nach 22:24-Rückstand noch mit 25:24 (15:15) gewann, ist der Aufstieg in die Oberliga Hessen greifbar nah.

»Das war heute eine brutale Energie- und Willensleistung, die uns diesen Sieg am Ende beschert hat. Die Trainingswoche war aufgrund von Ausfällen und angeschlagenen Spielern nicht leicht. Zudem hat Holzheim eine gute Truppe, die Zuschauer haben auch richtig Stimmung gemacht. Ein großes Lob daher an meine Mannschaft«, so TVH-Coach Happel, der mit seinem Team im nächsten Spiel am 4. Juni (19.30 Uhr, Sportzentrum Hüttenberg) die Möglichkeit hat, mit einem weiteren Sieg die Meisterschaft klarzumachen.

Im Sportzentrum in Diez wiederum entwickelte sich von Beginn an eine ausgeglichene Partie (5:5, 10., 8:8, 15.), in der das 15:15, das Paul Bährens gelang, der ebenso gerechte wie logische Pausenstand war.

In die zweite Hälfte startete der TVH besser, Youngster Noel Hoepfner setzte hier direkt Akzente (17:15, 34.). Zudem half den Gästen, dass sich TuS-Akteur Paul Meffert die Rote Karte (38.) einhandelte. Doch das brachte die Zuschauer ins Spiel, zudem kamen einige doch diskussionswürdige Entscheidungen der Referees hinzu. So konterte Holzheim das Hüttenberger 20:18 (44.) und lag beim 22:21 (50.) wieder vorne.

Richtig eng wurde es, als die Gastgeber mit 24:22 in Front lagen und sich Trainer Spengler eine Zeitstrafe einhandelte. Doch Nils Titeböhl verkürzte, und als Paul Ohl beim Stand von 24:23 wie im Hinspiel mit einem wichtigen Siebenmeter an Finn Rüspeler gescheitert war, traf Tietböhl wenig später auch zum 24:24 (58.). Beiden Seiten bot sich dann die Chance auf den alles entscheidenden Treffer, der Hüttenberg dann gelang. Dabei war es unter Zeitspielnot und bei nur noch drei offenen Pässen ein Kempatrick, abgeschlossen durch Simon Dahlhaus, der dem TVH dann 15 Sekunden vor dem Ende den umjubelten Sieg und die große Aufstiegschance bereits im kommenden Heimspiel bescherte.

Holzheim: B Fischer, Linke - Moos (3), Langenau, Würz, Chodykin, L Fischer (2), Giebenhain (2), Lazzaro (3), Waldforst (3), Wolfgram, Schenk (5), Ohl (5/2), Meffert (1).

Hüttenberg: Rüspeler - Stankewitz, Nandzik, Lins (4/1), Martin, Uth (1), Hoepfner (5), Schäfer, Dahlhaus (3), Wrackmeyer (1/1), Bährens (6), Rüpprich (1), Tietböhl (4).

Schiedsrichter: Hegebart/Schönberger (Eltville) - Zuschauer: 250 - Zeitstrafen: drei (Moos zwei, Meffert) - sechs (Nandzik zwei, Lins, Wrackmeyer, Bährens, Trainer Spengler) - Rote Karte: Meffert (38.) - Siebenmeter: 4/2 - 3/2.

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