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Büchele feiert Heimsieg

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Von: Stephan Dietel

Biebertal. Der Biebertaler Erik Büchele vom AMC Rodheim-Bieber hat den Heimsieg beim 16. Dünsberg Mountainbike Marathon geholt. Der Fahrer vom Team Delta-Bike.de gewann nach 1:05 Stunden den Mini-Marathon über 28,9 Kilometer vor Tobias Willmes (+44 Sekunden (RCW Arzheim) und Bruno Kaul (+45, RSC Wiesbaden).

Dass Erik Büchele bei der Zieleinfahrt nicht jubelte, war kein Zeichen von Enttäuschung. Warum auch, denn er hatte nach zweiten und dritten Plätzen in den Vorjahren jetzt sein Heimrennen gewonnen. »Ich war halt ein bisschen k.o. am Ende.«, sagte Büchele. Er hatte sein«Rennen von Beginn an im Blick und unter seiner Führung gehalten. Er führte die 135 Fahrerinnen und Fahrer den Vetzberg hinauf und zum Krofdorfer Forst. Am Fuße des Dünsbergs gab es dann eine ernst zu nehmende Attacke von Maximilian Löhr. Der fährt für das Team Naunheim - ist aber auch Teamkollege von Büchele.

Den Dünsberg Mountainbike Marathon dürften vermutliche alle Teilnehmenden aus Mittelhessen als ihr Heimrennen empfinden und so gab es für den Biebertaler Büchele keinen Sonderstatus, sondern viel Arbeit auf den folgenden Kilometern zum Ziel. Ein bis zu 19% steiler Wiesenhang war dabei die letzte große Hürde, die auf dem nassen Gras nicht zu unterschätzen war. Büchele behielt auch bei der Attacke am Dünsberg alles im Griff, konnte alle Angriffe kontern und am Ende gewinnen - nur eben nicht mehr jubeln. Mit Platz vier im Gesamtergebnis war Maximilian Löhr nicht unzufrieden und es gab ja noch die Altersklassenwertungen, die ihn, wie viele andere die noch folgten, auf dem Treppchen strahlen ließen. Schnellste Frau im Mini-Marathon war Vanessa Schmidt (www.training-mit-koepfchen.de) auf Platz zwölf in der Gesamtwertung.

Sein Ziel für den 16. Dünsberg Mountainbike Marathon hatte Niclas Zimmer (RSG Gießen und Wieseck) von vornherein nicht erreichen können: Nach dem Sieg im Mini-Marathon und auf der Kurzstrecke wollte er diesmal die 84,5 Kilometer Langstrecke gewinnen. Die wurde dann aber nicht befahren, denn bis zum Schluss der Online-Anmeldung waren die zur Durchführung aus organisatorischen Gründen erforderlichen 50 Teilnehmenden nicht erreicht.

Die Enttäuschung darüber lag schon ein paar Stunden zurück und so setzte sich Zimmer zum Ziel, die 55,9 Kilometer Kurzstrecke, wie schon im Jahr 2019, jetzt noch einmal zu gewinnen. Auch wenn die Startliste 150 Namen lang war wusste Niclas Zimmer, dass er seinen größten Konkurrenten in seinem eigenen Teamkollegen haben würde. Sascha Starker vom Stenger-Bike-Team stand nämlich schon so oft beim Dünsberg Mountainbike Marathon auf dem Treppchen, dass wohl auch er das Rennen als »sein« Rennen bezeichnen dürfte. Bis zum Dünsberg hatten Zimmer, Starker und Co. schon viel zu tun. Eine fünfköpfige Spitzengruppe dampften sie auf Zimmer, Starker und Wilhelmi ein. Eine fahrtechnisch sehr anspruchsvolle Abfahrt nahm Wilhelmi dann etwas vorsichtiger als die Teamkollegen auf ihrer Strecke. Damit lagen Zimmer und Starker in Führung und das Rennen ging in seine entscheidende Phase, die am steilen Wiesenhang kurz vor dem Ziel entschieden wurde.

Starker vorne

Sascha Starker kam in Sichtweite der Biebertaler Großsporthalle als Erster aus dem Wald und gewann mit zehn Sekunden Vorsprung vor Niclas Zimmer. »Niclas hat natürlich ein paar Vorteile, weil er die Strecke gut kennt und das hat man auch gemerkt«, sagte Starker. Das sah auch der Biebertaler Niclas Zimmer so: »Oben am Dünsberg konnte ich mich von den beiden (Starker und Wilhelmi, Anm. d. Red.) absetzen. In der Abfahrt wusste ich, bin ich auch schneller. Dann habe ich immer mal nach hinten geguckt und bin mein Tempo gefahren. Dann habe ich Sascha kommen sehen, wusste dass er wieder rankommt. Von da an, ist er nur noch von vorne gefahren, hat mich an den Bergen immer sehr leiden lassen und jetzt am letzten Wiesenberg konnte ich leider nicht mehr mitgehen«, sagte Niclas Zimmer.

Die Laufschuhe stehen ließ der Krofdorfer Simon Lindner. Mit Schwester Synthia Schmidt nahm er auf dem Gravelbike, einer Mischung aus Rennrad und Mountainbike, den Mini-Marathon unter die Räder. Platz elf für Simon Lindner und Platz 14 für Synthia Schmidt als zweitschnellste Frau, waren die Ergebnisse ihrer radsportlichen Rennpremiere. Die Premiere des Gravelbike-Rennens bestimmten Manuel Kuypers (Team Delta-Bike) und Dana Wagner (Team.ggu-software.com), die weite Teile der Mini-Marathon-Distanz gemeinsam unterwegs waren und nach 1:21 Stunden im Ziel nur 46 Sekunden trennten.

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