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Buta wieder da - und glänzt

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Laut Eintracht-Coach Oliver Glasner (l.) komme es schon mal vor, dass der Trainer etwas lauter werde. Hier darf sich etwa Eric-Junior Dina Ebimbe deutliche Kritik anhören. Foto: Imago © Imago

Frankfurt. Keine Bundesliga, keine Champions League, kein DFB-Pokal. Auch bei Bundesligist Eintracht Frankfurt ist es Zeit, sich Zeit zu nehmen für andere wichtige Dinge des Fußball-Geschäfts, die in der Hektik des Spielplans zuletzt liegen geblieben waren. Mit den beiden Vorständen Oliver Frankenbach (Kommission Finanzen) und Markus Krösche (Kommission Fußball) wurden noch fünf weitere Eintracht-Mitarbeiter in Kommissionen der Deutschen-Fußball-Liga (DFL) gewählt.

Unter anderem auch Medienchef Jan Martin Strasheim (Clubmedien), der sich aktuell mit Stadionchef Patrick Meyer auf USA-Tour befindet. Strasheim und Meyer sind nach Charlotte geflogen, führen dort Gespräche mit den Carolina Panthers aus der National-Football-League (NFL) und dem Fußballklub Charlotte FC. Das könnte ein Hinweis darauf sein, dass die »Panthers« im nächsten Herbst eines der beiden Teams sein werden, die in Frankfurt ein reguläres Saisonspiel der NFL bestreiten werden. Vorstandssprecher Axel Hellmann wurde ja schon vor einigen Wochen in den DFL-Vorstand gewählt. Die Eintracht hat also parallel zum sportlichen Erfolg auch ihre Präsenz im Ligaverband deutlich ausgeweitet.

Trainer Oliver Glasner beschäftigt sich derweil auf dem Trainingsplatz mit jenen Spielern, die nicht bei der Weltmeisterschaft im Einsatz sind. Das ist ein großer Teil des Aufgebotes, am Montag standen immerhin zwanzig Spieler auf dem Platz, darunter auch Marcel Wenig und Mehdi Loune aus dem Kader der U21. Von den Profis hat alleine Sebastian Rode gefehlt, der seine Wadenverletzung mit individuellem Training auskuriert. Bis auf den Kapitän sollen alle anderen auch am Freitag beim Testspiel gegen den SV Sandhausen auf dem Platz stehen. Darunter auch Neuzugang Aurelio Buta, der nach langer Verletzungspause zuletzt bei der Gastspielreise in Japan zwei Kurz-Comebacks gefeiert hat.

Bei Training fiel der portugiesische Verteidiger, den die Eintracht im Sommer ablösefrei aus Antwerpen geholt hatte, mit ausgesprochen forschem Spiel und gleich drei Toren auf. »Solche Trainingseinheiten sind genau das, was er braucht«, sagte der Trainer später, in den letzten Monaten habe man ja unter der Woche »hauptsächlich Fußball-Tennis« gespielt. Jetzt nutzt Glasner die Zeit, um Spielformen jeder Art durchzuführen, auf engem Raum mit hoher Intensität wie am Montag. Mit Konditionsarbeit müsse er die Spieler nicht quälen, nachdem die Tests Ende letzter Woche einen »überragenden körperlichen Zustand« ausgewiesen hätten. »Wir müssen die Jungs physisch nicht belasten, da stimmt alles«, sagt Glasner, stattdessen könne man »taktische Schwerpunkte setzen«. Unter anderem sollen defensive Schwächen bei Standards ausgemerzt werden, da habe das Team noch »viel Potential«.

Die Abwehrspieler der Eintracht sind mit Ausnahme des kroatischen Nationalspielers Kristijan Jakic, der bei der WM bislang - wie seine Kollegen Kevin Trapp, Mario Götze und Randal Kolo Muani - ein Reservistendasein fristet, alle beim Training. Glasner kann also mit dem genesenen Makoto Hasebe, mit Tuta, mit Evan Ndicka und Hrvoje Smolcic arbeiten, dazu mit den Rückkehrern Almamy Touré und Jerome Onguéné. Mittendrin im engen Geschehen bei den Trainingsspielchen war auch Luca Pellegrini. Natürlich wurde der Trainer auch nach seinem Disput mit dem italienischen Verteidiger auf der Japan-Reise und dessen angeblichen Abwanderungswünschen im Winter gefragt. »Das gibt es öfter mal, dass der Trainer auch mal etwas lauter wird, wenn ihm etwas nicht gefällt. Das ist nichts Ungewöhnliches«, sagte Glasner. Er plane auch weiter mit Pellegrini, »wie mit allen anderen, die unter Vertrag stehen.« Er sei sich mit Sportvorstand Markus Krösche einig, »dass wir keinen unserer Stammspieler abgeben wollen und werden«. Nur ein »unmoralisches Angebot« könne an dieser grundsätzlichen Einstellung etwas ändern. Über eventuelle Neuzugänge über den amerikanischen Junioren-Nationalspieler Paxton Aaronson hinaus, stehe er in ständigem Austausch mit dem Sportchef.

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