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Buzzerbeater ins Siegesglück

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Von: Christian Nemeth

Lich (cnf). Zweites Spiel nach der Winterpause, zweiter Sieg: Lich Basketball wahrt in der 1. Regionalliga Südwest weiterhin die weiße Weste im Jahr 2023. Am Sonnabend bezwangen die Brauereistädter vor rund 900 Zuschauern in der Dietrich-Bonhoeffer-Sporthalle den VfL Bensheim nach packender Crunchtime mit 81:79. Zum Last-Minute-Matchwinner avancierte Johannes Roith.

Lich Basketball - VfL Bensheim 81:79

Lich erwischte einen ordentlichen Start und machte, angeführt von Yannik Ribbecke, der 17 seiner insgesamt 21 Punkte in Halbzeit eins markierte, insbesondere offensiv eine gute Figur. Defensiv war bei den Hausherren im ersten Abschnitt allerdings noch etwas Sand im Getriebe, sodass es zu mehreren Führungswechseln kam und es zur ersten Viertelpause zunächst noch 17:17 (10.) hieß.

Julian Bölke brachte im nachfolgenden Quarter (26:16) gute Impulse von der Bank kommend, lobte LB-Headcoach Viktor Klassen nachträglich. Generell vermochte die Heimmannschaft die Intensität in der Vorwärtsbewegung nun noch etwas zu erhöhen und bis zur 16. Minute auf 32:26 davonzuziehen, obwohl die Süddeutschen in dieser Sequenz immer wieder stark von außen trafen. »Wir hatten immer eine passende Antwort parat«, so Klassen, dessen Farben beim Erklingen der Halbzeitsirene noch immer mit 43:36 in Front lag.

Einen weiteren Gang nach oben schalteten die Wetterstädter im dritten Viertel, in dem sie sich auch defensiv besser auf die Gäste eingestellt und die VfL-Schlüsselspieler weitestgehend unter Kontrolle hatten.

Mit einem 61:49-Zwischenstand (30.) gingen beide Farben in den Schlussakt. Hier setzte es zügig drei Fouls in Folge für Ribbecke, den Klassen somit erst einmal vom Court nehmen musste. Anschließend pirschte Bensheim noch einmal mächtig heran und bejubelte in der 39. Minute sogar den Ausgleich (76:76). Nun war alles hergerichtet für einen spannenden Showdown in der Licher Spielstätte: Zunächst brachte Felix Schweizer die Gastgeber mit einem Dreier wieder in Stellung (79:76, 39.). Nach einer Auszeit waren wiederum die Korbjäger von der Bergstraße am Zug: Jan Tschakaloff egalisierte erneut für den VfL ebenfalls aus der Distanz und lediglich 17 Sekunden vor dem Abpfiff (79:79).

Klassen: »Glaube es immer noch nicht«

Nun erfolgte eine LB-Auszeit und die Stunde des Johannes Roith, der im letzten Augenblick mit voller Intensität zum Korb zog - und den Licher Siegtreffer mit dem Abpfiff eintüte. »Die letzten zwei Minuten waren einfach hammerlaut in der Halle, ich glaube es immer noch nicht. Das war schon genial. Das war auch alles für die Fans und gute Werbung für den Basketball«, fasste Klassen die Atmosphäre nach dem knappen, aber starke Triumph zusammen.

Lich Basketball: Hoxhallari (3), Chromik, Sann, Pompalla (3), Keller (8), Schweizer (18), Roith (6), Ribbecke (21), Bölke (5), Lischka (6).

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