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Cech macht Spitzenreiter glücklich

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Im Zweikampf: Der Wiesecker Mika Oberheim gegen Birklars Mahir Marankoz. © Schepp

Gießen (vf). In der Aufstiegsrunde der Fußball-Kreisoberliga Süd verteidigte Spitzenreiter TSG Wieseck mit dem 2:2-Remis bei Verfolger SG Birklar, der bis kurz vor Schluss führte, seine weiße Weste.

Auf Platz zwei stürmt die SG Obbornhofen/Bellersheim mit dem 5:1-Auswärtscoup bei der FSG Lumda/Geilshausen.

In der Abstiegsrunde kann der KFC Gießen nach dem 3:2-Erfolg nach einem 0:2-Rückstand gegen den SV Hattendorf etwas aufatmen, da dadurch der Anschluss an die Nichtabstiegsränge hergestellt wurde.

Aufstiegsrunde

SG Birklar - TSG Wieseck 2:2 (2:0): Das mit Spannung erwartete Aufeinandertreffen der Aufstiegsfavoriten war vor gut 160 Zuschauern gerade mal 240 Sekunden alt, da überlistete Sebastian Schadeberg den TSG-Schlussmann Jannick Brodt mit einem unfassbaren 60-m-Freistoß, der allerdings windunterstützt war. Damit nicht genug, denn Bogdan Ganu (7.) erhöhte nach einem Außenristpass von Kevin Buycks aus 14 Metern auf 2:0.

Nach einer Viertelstunde kamen die Gäste erstmals zum Zug, aber der Schuss von Sören Fink strich über die Querstange. Der Tabellenprimus war auch in der Folge bemüht, scheiterte aber ein ums andere Mal an der kampfstarken Birklarer Abwehr. Fünf Minuten nach der Pause setzte Heimakteur Michael Williams seinen Kopfball auf Zuspiel von Paul Pöpperl zu hoch an. Die mögliche 3:0-Vorentscheidung verpasste Muhammed Dalkilic (64.) aus acht Metern, der nur die Unterkante des Wiesecker Querbalkens traf.

Als auch Gonzalez Del Sol eine Hundertprozentige liegen ließ, indem er am leeren Wiesecker Gehäuse vorbeischoss, kam es wie es kommen musste. In Minute 69 traf Mika Oberheim aus 15 Metern nach einem Zuspiel von Lars Hofmann zum 1:2-Anschlusstreffer. Dann kassierte Heimakteur Arman Parise eine Zehn-Minuten-Zeitstrafe.

Daraufhin setzten die Gäste alles auf eine Karte. 120 Sekunden vor dem Schlusspfiff rettete Lucas Cech nach Zuspiel von Pöpperl die 2:2-Punkteteilung. »Wir haben versäumt, den Sack früher zuzumachen, so wird es schwer, Wieseck noch einzuholen«, trauert SG-Pressewart Bernhard Müller der verpassten Siegchance gegen den Spitzenreiter nach.

SG Treis/Allendorf - SG Altenberg/Eudorf/Schwabenrod 2:3 (2:1): Eine Unaufmerksamkeit der Altenberger Hintermannschaft nutzte Chris Dürr nach nur vier Zeigerumdrehungen vor 70 Zuschauern zur Führung der Gastgeber.

Im weiteren Verlauf wirbelte Treis die Gäste ordentlich durcheinander. Nach einer Viertelstunde hätte es gut und gerne 3:0 stehen können, doch sowohl Thomas Diehl, als auch Fatih Köze ließen freistehend beste Chancen liegen. Mit einem Sonntagsschuss stellte Maximilian Bornemann nach einer halben Stunde den Spielverlauf völlig auf den Kopf, als sein 16-m-Freistoß den Weg ins Treiser Gehäuse fand.

Dennoch blieben die Platzherren ihrer spielerischen Linie treu und markierten durch den Volleyschuss von Karsten Junge (38.) aus fünf Metern nach Vorarbeit von Köze die erneute Führung, die sie auch in die Pause mitnahmen. Im zweiten Abschnitt waren die Lumdataler nicht mehr ganz so dominant, so dass die Gäste zu Chancen kamen. Ein Schuss durch Niklas Conder (75.), der leicht abgefälscht wurde, führte zum 2:2-Ausgleich.

Danach hatten die Gastgeber Pech mit Pfostenschüssen von Marcel Grieb und Köze. In der vorletzten Minute drehte Bornemann mit einem wuchtigen Freistoß aus 30 Metern die Partie zu Gunsten der Gäste, bei dem Heimkeeper Niklas Hettche etwas unglücklich agierte. ,«Spielerisch ist unserer Mannschaft kein Vorwurf zu machen, die schwache Chancenausbeute kostete uns aber heute den Dreier«, fasste SG-Urgestein Peter Steinbach die Treiser Leistung zusammen.

FSG Lumda/Geilshausen - SG Obbornhofen/Bellersheim 1:5 (1:1): Gut 25 Spielminuten ließ Lumda vor 100 Zuschauern Ball und Gegner laufen. Daher war die Führung durch Patrick Sagrauske (18.) nach einem Steckpass von Justin Scholz hochverdient. Mit etwas Glück hätte Sagrauske (21.) auf 2:0 stellen können, doch er traf nur den Pfosten. Ein unnötiger Ballverlust ging dem 1:1-Ausgleich durch Tim Hufnagel (25.) voraus.

Die Gäste wurden daraufhin stärker und stärker. Aber erst in Hälfte zwei kippte die Partie eindeutig in ihre Richtung. Den Anfang machte Jonas Kowalski (54.) mit einem trockenen 16-m-Flachschuss. Binnen 180 Sekunden bauten Hufnagel (59.) und Patrick Werner (62.) den Vorsprung aus. Per Kopf war Werner (75.) zum 5:1-Endstand der Gäste zur Stelle. ,«Die Anfangsphase war in Ordnung, dann haben wir uns zu viele Fehler im Spielaufbau geleistet«, legt FSG-Pressewart Rüdiger Luft den Finger in die FSG-Wunde.

Abstiegsrunde

Kurdischer FC Gießen - SV Hattendorf 3:2 (0:1): Vor 80 Zuschauern zeigte der KFC auf dem Kunstrasenplatz an der Gießener Miller Hall zwar eine spielerisch überzeugende Leistung, haderte jedoch durch Spielertrainer Alkan und Cemil Kurt mit dem Auslassen von hochkarätigen Chancen.

Die Gäste zeigten mehr Kaltschnäuzigkeit, da Numan Ahmed (33.) per Freistoß zur glücklichen Führung traf. Nach gut einer Stunde geriet der KFC durch Mehmed Omerovic (59.) weiter ins Hintertreffen. Die Hereinnahme von Angreifer Ferman Kaplan zahlte sich für die Gastgeber danach auf der ganzen Linie aus. Auf Zuspiel von Cemil Kurt markierte Joker Kaplan (70.) den wichtigen Anschlusstreffer. 120 Sekunden danach egalisierte Özcan Alkan wiederum nach Vorarbeit von Kurt zum 2:2.

Nun kam der KFC immer besser in Schwung und drehte die Partie in der 78. Minute durch Kaplan verdient zum 3:2. Da die Platzherren anschließend weitere Chancen liegen ließen, blieb es bei dem knappen Resultat.

ASV Gießen - SG Trohe/Alten-Buseck 4:0 (1:0): ,«Viel Kampf und viel Krampf«, ordnete ASV-Teammanager Björn Watzke die gebotenen Leistungen beider Mannschaften vor 100 Zuschauern ein. Viel sprach dabei für einen Erfolg des ASV, der seine Chancen konsequent zu nutzen verstand.

In der 20. Spielminute schloss Güven Pollat einen Konter zur Führung ab. Mit einem direkt verwandelten Eckstoß zeigte Pollat (58.) beim 2:0 seine immensen Schussqualitäten. Da sich beide Seiten meistens im Mittelfeld neutralisierten, herrschte ein Mangel an hochkarätigen Torchancen.

Erst in den Schlussminuten drehte der ASV wieder auf und legte durch Doppelpacker Marcel Czichon (80., 90.) zum 4:0-Endstand nach. «Das war für uns ein wichtigert Sieg, zumal in der Runde jeder jeden schlagen kann«, zeigte sich Watzke erleichtert.

TSV Kleinlinden - FSG Grünberg/Lehnheim/Stangenrod 3:2 (3:1): Fairerweise räumte TSV-Pressewart Jan Römer die Fehlentscheidung des Unparteiischen ein, der den Gästen nach 180 Sekunden einen aus seiner Sicht klaren Strafstoß versagte. Die spielerische Antwort der Linneser folgte auf dem Fuß, als Martin Knauss (6.) die Führung der Gastgeber herausschoss.

Nach einer Viertelstunde münzte Patrick Walldorf die TSV-Überlegenheit zum 2:0 um. Die Gäste ließen nicht locker und schafften durch Marvin Erb (19.) den Anschlusstreffer. Kurz vor dem Pausenpfiff stellte Martin Fuchs (44.) zwar den Zwei-Tore-Abstand wieder her, doch nach Wiederbeginn zeigten sich die Gastgeber davon keineswegs beruhigt. Nach der Zehn-Minuten-Zeitstrafe für Gästeakteur Viktor Riske führten strittige Schiedsrichterentscheidungen zu einem alles in allem reichlich zerfahrenen Spielverlauf. Als in der Schlussphase auch Heimakteur Martin Fuchs (82.) wegen einer zehnminütigen Strafe vorzeitig vom Platz musste, warfen die Grünberger alles nach vorn und markierten durch Leon Noll (85.) den Anschlusstreffer.

Um ein Haar wäre ihnen dann der Ausgleich gelungen, der Schuss des völlig blank stehenden Erb landete aber nur am Außennetz.

SF Burkhardsfelden - FSG Homberg/Ober-Ofleiden 1:1 (1:1): Zwei frühe Tore deuteten auf einen offenen Schlagabtausch hin. Erst nutzte Homberg einen Ballverlust der Gastgeber durch Turgay Akarcay nach 300 Sekunden zur Führung. In der achten Spielminute bot sich Albin Dzemaili auf Flanke von Thomas Rotärmel die Großchance zum Ausgleich, doch sein Kopfball wurde vom Homberger Schlussmann Eric Bressler pariert.

120 Sekunden dauerte es dann lediglich, ehe Besim Kücükkaplan den gegnerischen Keeper Bressler austanzte und aus spitzem Winkel zum Ausgleich traf. Eine ziemlich sperrige Partie lieferten beide Seiten vor 80 Zuschauern im weiteren Verlauf ab. Mit viel Langholz wurde erfolglos versucht, die dichten Abwehrreihen zu überspielen. «Unter dem Strich war die Punkteteilung leistungsgerecht«, konstatierte SF-Abteilungsleiter Matthias Döring.

TSG Leihgestern - FSG Bessingen/Ettingshausen/Langsdorf 0:0: Die Bessinger Igel-Taktik war bei 80 Zuschauern nicht leicht zu knacken. Trotz gefühlten 80% Ballbesitz fehlte der TSG dabei das nötige Tempo um ihre Angriffe erfolgreich abschließen zu können. Die FSG lauerte stets nur auf Fehler der Gastgeber, die ihnen aber diesen Gefallen nicht tat. Nach torloser erster Hälfte traf Gästeakteur Pascal Markloff (54.) den Pfosten.

In der 73. Spielminute zirkelte Tim Horvat das Spielgerät knapp über die Bessinger Kiste. Auch die zweite Bessinger Großchance der Partie konnte Hans Sonntag nicht nutzen. Daher blieb es bei der alles in allem enttäuschenden Nullnummer.

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