1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

Chancen nutzen, Chancen vermeiden

Erstellt:

Gießen. Ein Remis, ein Sieg, eine Niederlage: Die bisherige Ausbeute des FC Gießen in der Fußball-Hessenliga liest sich durchwachsen. Auf die Nullnummer zum Auftakt beim SC Waldgirmes folgte das knappe, verdiente und in den Schlussminuten auch hochdramatische 3:2 im Sportkreis-Derby über den FSV Fernwald. Deutlich getrübt wird die Bilanz durch das 0:

1 beim SV Weidenhausen am vergangenen Samstag.

FC Gießen - Bayern Alzenau (Samstag, 14 Uhr)

Wenngleich sich da beim Aufsteiger eine Heimstärke in ersten Konturen andeutet, war das um einiges zu wenig, was der FCG im hohen Norden Hessens anbot. Chancen herausspielen und ausnutzen, darauf lag dementsprechend ein gewichtiger Schwerpunkt in dieser Trainingswoche, um am Samstag gegen den FC Bayern Alzenau den zweiten Dreier im Waldstadion zu holen (Anstoß 14 Uhr).

Dabei blieb es nicht, wie Trainer Daniyel Cimen verrät: »Wir haben auch an defensiven Standards gearbeitet. Nicht nur, weil so über einen Freistoß und Kopfball das einzige Tor gefallen ist, sondern auch weil da andere Situationen waren, die gefährlich hätten werden können, wenn der Gegner die Lücken gesehen hätte. Der Trainerkollege von Alzenau, Angelo Barletta, wird das im Video gesehen haben.« Barlettas »kleine Bayern« gehen in das Duell der beiden ehemaligen Regionalligisten mit einem Zähler weniger als die Gießener. »Sie haben sich das sicher anders vorgestellt«, mutmaßt Coach Cimen, der den Alzenauern attestiert, »drei unterschiedliche Spiele« absolviert zu haben: »Beim 2:1 über die U21 der Frankfurter Eintracht spiegelte das Ergebnis nicht den Verlauf wider, das 0:1 beim FC Eddersheim war verdient. Und beim 0:3 gegen den SV Steinbach (aktuell überraschend Tabellenführer, Anm. der Red.) haben sie nach wenigen Minuten einen Elfmeter verschossen. Sonst weißt du nicht, wie das Spiel gelaufen wäre.« Der FCG befindet sich nach wie vor in der Findungsphase, die dadurch beschleunigt werden könnte, wenn Cimen der Großteil des Kaders und vor allem alle eingeplanten Eckpfeiler zur Verfügung stehen würden.

Personalsorgen

Das aber ist aktuell ein Wunschgedanke. So wird Keeper Daniel Duschner, der in Weidenhausen nach dem Warmmachen mit muskulären Problemen ausgefallen war, mit einem Muskelbündelriss in den kommenden vier, fünf Wochen fehlen. Vertreten wird er, wie schon am letzten Wochenende, von Aleksa Lapcic. Ihm bescheinigt sein Trainer für das Match in Weidenhausen »eine ordentliche Leistung«, wobei er dort auch kaum geprüft wurde.

Für Lapcic ist die Hessenliga Neuland, bisher stand er für Germania Dörnigheim zwei Klassen tiefer in der Frankfurter Gruppenliga zwischen den Pfosten. Cimen vertraut auf Lapcic, sagt aber auch: »Es darf nicht erwartet werden, dass er komplett fehlerlos spielt.«

Aus der Ü-30-Fraktion sind derweil Aykut Öztürk, einziger Stoßstürmer im Kader, und Mittelfeldmann Denis Mangafic weiterhin nicht auf der Höhe. Während bei Öztürk die Belastung nach seiner Außenbandblessur zumindest stetig gesteigert werden kann, haben sich die Probleme bei Mangafic verlagert. Der Knöchel ist ausgeheilt, doch den Routinier schwächt jetzt ein Magen-Darm-Infekt. Der 32-Jährige wird wohl höchstens für einen Platz auf der Bank in Frage kommen.

Definitiv verzichten muss Trainer Daniyel Cimen auf Lian Akkus Rodriguez, der sich einen doppelten Bänderriss zugezogen hat. Keanu Hagley ist nach seiner Verletzung vielleicht ein Kandidat für das 18er-Aufgebot.

Auch interessant