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Charakter und gute Mentalität im Team

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Glücklich über den Saisonverlauf: SC-Trainer Mario Schappert. © Bär

Waldgirmes (bir). Mit dem SC Waldgirmes hat neben dem FSV Fernwald aus der Gruppe A auch der zweite mittelhessische Fußball-Hessenligist aus der Gruppe B die Aufstiegsrunde der jeweils besten fünf Teams erreicht. Ein großer Erfolg, der auch schon vorzeitig den Klassenerhalt bedeutet, und der vor der Runde nicht zu erwarten war.

Hinter dem FC Dreieich und dem FC Eddersheim platzierte sich das Team von Trainer Mario Schappert noch vor dem Ex-Regionalligisten Rot-Weiß Hadamar und dem TuS Dietkirchen als Dritter der Gruppe B und holte mit 34 Punkten aus 20 Spielen mit zehn Siegen, vier Unentschieden und sechs Niederlagen sogar sieben Zähler mehr als der Lokalrivale aus Fernwald. Die Lahnauer Kicker und ihr Trainer machen jetzt Pause bis Mitte Januar, wenn die Vorbereitung auf die am 6. März beginnende Aufstiegsrunde beginnt.

Mario Schappert, wie haben Sie es geschafft, mit dem SC solch eine grandiose Saison zu spielen?

Schappert: Dieser Erfolg kommt nicht in erster Linie durch herausragendes fußballerisches Können, sondern durch vor allem mentale Stärke, viele gute Charaktere und Persönlichkeiten in der Mannschaft. Das ist besonders in heiklen Situationen zum Tragen gekommen. Wir hatten eine eher eingespielte Mannschaft, in der sich der Neuzugang aus Waldbrunn, Claudius Fürstenau, sowie auch Torwart Mike Buss und Abwehrspieler Joshua Enobore besonders bemerkenswert entwickelt haben. Außerdem hat es sich wieder bewährt, dass die Unterschiede im Leistungsniveau für nachrückende Spieler aus dem Verbandsliga-Team nicht so groß sind. Dazu hatten wir wenig verletzungsbedingte Ausfälle, auch weil wir zum Start topfit waren. Natnael Tega hat mal vier Spiele wegen einer Sperre gefehlt.

War es Euer Ziel vor der Runde, in die Play-Offs zu kommen?

Schappert: Man will als Fußballer natürlich immer möglichst erfolgreich sein, aber es war bei dieser Konkurrenz eigentlich unmöglich, unter die ersten fünf Mannschaften zu kommen. Wir haben in dieser Frage bewusst den Ball lange Zeit flach gehalten, um keinen Druck auszuüben.

Was waren die Höhepunkte dieser Vorrunde?

Schappert: Der wichtigste Sieg war das 1:0 gegen den SV Zeilsheim, in dem die Vorentscheidung fiel, wer von beiden Klubs in die Aufstiegsrunde kommt. Ein Highlight war sicher auch der abschließende 2:0-Erfolg beim Tabellenführer FC Eddersheim, wo wir ohne fünf Stammkräfte und ohne etatmäßige Stürmer spielen mussten. Stark war die Leistung auch beim 3:1 gegen Hessen Dreieich, dem Non plus Ultra in dieser Liga, nachdem wir dort im Hinspiel nach 2:0-Führung in letzter Minute noch 2:3 verloren hatten. Das spricht auch für die Moral meiner Mannschaft.«

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