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Dahlhaus zum Paukenschlag

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Hüttenberg (mol). Die U23 des TV Hüttenberg hat in der Männerhandball-Oberliga die faustdicke Überraschung geschafft. Zwei Klassen lagen in der Vorsaison noch zwischen dem Team des Trainerduos Happel/Spengler und der ESG Gensungen/Felsberg, am Samstagabend behielt der Aufsteiger gegen den Absteiger dann aber hauchdünn die Oberhand.

TV Hüttenberg U23 - ESG Gensungen/F. 22:21

Linkshänder Simon Dahlhaus sorgte mit seinem Tor wenige Sekunden vor dem Ende für den 22:21 (11:7)-Erfolg des Neulings gegen den Aufstiegsfavoriten und ließ die Stimmung im Hüttenberger Sportzentrum damit förmlich explodieren.

»Ich bin natürlich richtig stolz auf meine Truppe. Wir haben all das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Wir haben von Anfang super konzentriert im Angriff, bärenstark in der Abwehr gespielt und hatten eine unglaubliche Laufbereitschaft. Auch als es eng wurde, haben wir toll dagegengehalten, hatten unheimlich viel Adrenalin und eine tolle Körpersprache. Ein solches Spiel gibt uns natürlich unheimlich Auftrieb, weil es zeigt, dass wir jeden schlagen können«, freute sich TVH-Coach Happel.

Es war nicht der letztjährige Drittligist, der dem Spiel seinen Stempel aufdrückte, sondern Hüttenberg. Nachdem Nils Tietböhl zum 5:2 (12.) eingeworfen hatte, war die erste ESG-Auszeit bereits fällig. Am Spielverlauf änderte sich allerdings nichts, da der TVH in seiner 3:2:1-Deckung exzellent arbeitete. Dahinter lief Torhüter Finn Rüspeler einmal mehr zu Hochform auf. Und so gelangen dem Favoriten in Hälfte eins lediglich sieben Tore, nach einem Dahlhaus-Treffer nahm der Aufsteiger ein 11:7 mit in die Kabine.

Und nachdem Jannis Wrackmeyer aus dem Rückraum sogar zum 15:10 (40.) eingeworfen hatte, wuchs der Hüttenberger Glaube an eine Überraschung. Allerdings kam Gensungen durch einen Dreierpack von Teja Sonnenschein blitzschnell auf 14:15 (44.) heran. In einer Auszeit beruhigte und sortierte das TVH-Trainerteam die Mannschaft. Nach dem 18:15 durch Till Uth (47.) kamen die Nordhessen in der Schlussphase aber Tor um Tor näher. Beim 18:19 (52.) und 19:20 (54.) wankte der TVH, legte aber trotz zweier Zeitstrafen in kurzer Folge das 21:19 durch Wrackmeyer nach. Doch mit zwei Treffern binnen weniger Sekunden sorgte Heinrich Wachs in der Schlussminute für das 21:21, dem ersten ESG-Ausgleich des Spieles. Doch das letzte Wort hatte der TVH, der die Punkte dank des Dahlhaus-Treffers verdientermaßen feierte

Hüttenberg: Rüspeler, Machleit - Nandzik, Naumann (1), Lins (1), Martin (1), Uth (5), Jockel, Dahlhaus (4), Wrackmeyer (7/2), Bährens, Rüpprich (1), Tietböhl (2).

Gensungen/Felsberg: Lauterbach, Voß - Iffert, Sonnenschein (5), Wachs (7/1), Schmidt (2), Jedinak, Otto (1), Gruber (4), Feuring, Lippold, Kothe (1), Friedrich (1).

Schiedsrichter: Ernst/Henkel (Idstein/Rüsselsheim) - Zuschauer: 250 - Zeitstrafen: sechs (Bährens zwei, Uth, Jockel, Rüpprich, Tietböhl) - drei (Wachs, Otto, Friedrich) - Siebenmeter: 2/2 - 3/1.

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