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»Das Ding ist noch nicht durch«

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Dutenhofen. Andreas Klimpke, der aktuelle Trainer, ballte unten an der Seitenlinie die Fäuste. Axel Spandau, der zukünftige Coach, applaudierte oben auf der Tribüne der Dutenhofener Sporthalle.

HSG Dutenhofen/M. - HSG Bieberau-M. 28:25

Sie beide wussten: Mit dem 28:25 (14:12)-Heimerfolg gegen die HSG Bieberau-Modau haben die Drittliga-Handballer der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen U 23 einen weiteren großen Schritt in Richtung des vorzeitigen Klassenerhalts gemacht.

Es war ein Sieg, der ohne Lukas Gümbel, immerhin der Kopf dieser Mannschaft, gelang. Der Mittelmann hatte sich im Training einen Mittelhandbruch zugezogen, die Saison ist für ihn beendet. »Vielleicht«, mutmaßte Klimpke, »haben die Jungs gerade auch deshalb alle nochmal eine Schippe draufgelegt, um sein Fehlen aufzufangen.«

Rund 20 Minuten lang war diese Begegnung ganz und gar auf Augenhöhe verlaufen. Das, was beide Teams aufs Parkett brachten, ähnelte einander stark: Wuchtige, durchschlagskräftige Angriffsreihen, wenig griffige Deckungen, glücklose Torhüter. Der 11:11-Zwischenstand passte da vortrefflich ins Bild.

Dann jedoch waren es die Grün-Weißen, die den Schalter umzulegen vermochten. Der früh eingewechselte Schlussmann Lorenz Rinn nahm bis zur Pause den einen oder anderen Ball weg, darunter einen Siebenmeter. Obendrein stabilisierte sich die 6:0-Deckung des Gastgebers merklich, sie war nun zweikampfstärker, blockte zudem gleich drei Würfe binnen zehn Minuten. Der Lohn: Rückraum-Torjäger Ole Klimpke, der acht seiner elf Treffer im ersten Abschnitt erzielte, besorgte per Siebenmeter die 14:12-Pausenführung.

Den Vorsprung spielten die Handballer aus Dutenhofen und Münchholzhausen in Hälfte zwei sehr kontrolliert ins Ziel. Freilich gegen einen Gegner, dem beim dritten Spiel innerhalb von neun Tagen spürbar die Kraft fehlte, um sich mit aller Macht gegen die drohende Niederlage zu stemmen.

»Deren Mammutprogramm hat uns schon ein Stück weit in die Karten gespielt«, gestand Klimpke. So oder so: Wenn die Südhessen patzten, waren die Grün-Weißen zur Stelle. Zwei Fehlversuche der Gäste nutzten die Hausherren, um von 21:18 (44.) auf 24:19 (48.) davonzuziehen. Davon erholte sich Bieberau-Modau nicht mehr. Spätestens als Rechtsaußen Tizian Weimer zum 27:23 (57.) einwarf, war die Messe gelesen.

Mit einem Sieg beim Vorletzten HSC Bad Neustadt könnte Dutenhofen/Münchholzhausen am nächsten Samstag den Sack bereits zumachen - auch in Abhängigkeit anderer Ergebnisse. »Gegen Mannschaften, die unten drin stehen, ist es immer Kopfsache. Ich werde den Jungs eine Woche lang eintrichtern, dass das kein Selbstläufer wird. Das Ding ist noch nicht durch«, betonte Klimpke.

Dutenhofen/M.: Rinn (ab 10.), Kokoszka; Weimer (2), Boczkowski (4), Opitz (2), Lindenstruth, Belter, Bremond (3), Lauer (1), Werth (2), Klimpke (11/4), Steinmüller, Okpara, Müller (3).

Bieberau-Modau: Witkowski, Sevo (ab 13.); Wucherpfennig (1), Dambach (8), Büttner (6/4), Grusovnik, Buschmann (2), Becker, Kunzendorf, Hübscher (2), Malik (4/1), Brandt (2), Eisenhuth.

Schiedsrichter: Hallmann/Lieker (Solingen) - Zuschauer: 145 - Zeitstrafen: drei (Opitz, Okpara, Müller) - zwei (Dambach, Buschmann) - Siebenmeter: 5/4:8/5.

So spielte die HSG-Konkurrenz: Der TV Kirchzell setzte sich mit 28:21 gegen die Sportfreunde Budenheim durch und ist damit aktuell Sechster. Die HSG Rodgau Nieder-Roden spielt indes erst am Mittwoch bei der HSG Hanau. Das Duell des TV Gelnhausen beim HSC Coburg II wurde kurzfristig abgesagt. Ein neuer Termin steht noch nicht fest. (flo)

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