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»Das Ergebnis ist zweitrangig«

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Nur Außenseiter mit der HSG: Trainer Andreas Lex. Foto: Bär © Bär

Pohlheim (mol). Alles andere als einfach gestaltet sich die Lage derzeit für die HSG Pohlheim in der Dritten Männerhandball-Liga. Zwar zeigte das Team von Trainer Andreas Lex zuletzt eine klare Reaktion auf die Hessenderby-Klatsche gegen den TV Gelnhausen, doch für Punkte reichte es trotz starker Leistung auch beim 26:29 bei der TSG Haßloch nicht.

HSG Pohlheim - TuS Ferndorf (Samstag, 20 Uhr)

Und als wäre die Situation als Tabellenvorletzter und mit nur zwei Pluspunkten nicht schon schwierig genug, warten auf den Aufsteiger nun zwei Heimspiele gegen den Zweiten HSG Hanau (19. November) und gegen Spitzenreiter TuS Ferndorf am kommenden Samstag (20 Uhr, Sporthalle Holzheim). »Das war wirklich ein gutes Spiel meiner Mannschaft. Wenngleich wir keine Punkte holen konnten, haben wir auch Lob von Haßlochs Trainer bekommen. Und an diese Leistung gilt es für uns am Wochenende anzuknüpfen. Wir wollen diesen kleinen Aufwärtstrend jetzt fortsetzen und einfach ein gutes Spiel bieten. Das sind wir auch unseren Zuschauern schuldig«, blickte Pohlheims Trainer kurz auf die letzte Begegnung seiner Mannschaft zurück, dann aber auch direkt auf kommenden Samstag voraus.

Und dass der TuS Ferndorf dann in der Sporthalle in Holzheim die Favoritenrolle innehat, darüber kann es keine zwei Meinungen geben. Zum einen führen die Mannen aus Kreuztal aus dem nordrhein-westfälischen Kreis-Siegen-Wittgenstein die Tabelle mit 15:3 Punkten an und mussten sich im bisherigen Saisonverlauf erst ein einziges Mal geschlagen geben (30:31 gegen die TSG Haßloch).

Zum anderen hat der letztjährige Drittligist nach dem unglücklichen Abstieg den direkten Wiederaufstieg als Ziel ausgegeben. Ein Ziel, das ob des starken Kaders mehr als realistisch zu sein scheint und wofür auch der jüngste Topspiel-Sieg über Verfolger HSG Hanau spricht.

Mit Marvin Mundus, mit 64 Toren auf Platz fünf der Drittliga-Torjägerliste, konnte im Sommer gar ein Spieler von Bundesliga-Absteiger TuS N-Lübbecke gewonnen werden. Mit Robert Andersson, als Spieler Doppel-Europameister mit Schweden und Gewinner von Olympia-Silber 1996 in Atlanta, sitzt seit Sommer 2020 zudem ein äußerst prominenter Trainer auf der TuS-Trainerbank.

»Genießen«

Dementsprechend weiß Pohlheims Coach wiederum die kommenden Aufgaben richtig einzuordnen. »Sowohl das Spiel am Samstag auch das gegen Hanau sind für mich Partien, in denen das Ergebnis zweitrangig ist. Es geht darum, dass wir die Ziele, die wir uns intern setzen, erreichen. Es sind Spiele, in denen wir nichts zu verlieren haben und die wir genießen wollen. Es kommt für mich vor allem darauf an, dass wir uns gut präsentieren«, so Lex, der am Wochenende wohl auf seinen gesamten Kader wird zurückgreifen können. Auch Kapitän Max Rühl ist trotz kleinerer Knieprobleme einsatzfähig.

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