Das große Kommen und Gehen

Frankfurt (pep). Der kurze Urlaub ist schon fast wieder vorbei: Am Donnerstag startet die Frankfurter Eintracht mit dem ersten Training in die Rückrunde. Das erste Spiel findet dann am 8. Januar gegen Borussia Dortmund statt.

Bis dahin wird Sportvorstand Markus Krösche noch jede Menge Arbeit haben, um den einen oder anderen Transfer unter Dach und Fach zu bringen. Seit einigen Tagen wird immer wieder über Neuzugänge gesprochen, vor allem mit den beiden Stürmern Faride Alidou (HSV) und Randal Kolo Muani (FC Nantes) sollen die Frankfurter bereits Einigung erzielt haben.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass diese beiden bald das Trikot mit dem Adler auf der Brust tragen werden. Die Transferliste öffnet offiziell am 1. Januar, dann können Nägel mit Köpfen gemacht werden.

Im Gegenzug aber will und muss die Eintracht auch Spieler abgeben. Und dies ist in Corona-Zeiten nicht wirklich einfach. »Unser Kader ist relativ groß. Ich würde schauen, was wir tun können, um den ein oder anderen Spieler abzugeben«, sagt Vorstandssprecher Axel Hellmann. Und liegt damit genau auf der Linie von Sportchef Krösche und Trainer Oliver Glasner.

Denn trotz der zu erwartenden Belastungen mit weiteren Europapokalspielen will Glasner keinen zu großen Kader haben, um internen Ärger zu vermeiden. »Vielleicht denkt sich ja der eine oder andere, er bekomme nicht genug Einsatzzeiten und will weg«, deutet auch Krösche Veränderungen an. Aber wen könnte und wen würde die Eintracht auch wirklich abgeben? Natürlich Amin Younes (27). Der ehemalige Nationalspieler ist schon seit Monaten vom Spiel- und Trainingsbetrieb freigestellt. Younes soll Kontakte nach Italien haben. Bei der Eintracht hat er sicher keine Zukunft.

Überangebot

Dass die Frankfurter auf der rechten Außenbahn ein Überangebot an Spielern haben, ist offensichtlich. Zuletzt hat sich immer öfter Timothy Chandler (31) durchgesetzt.

Der in der Eintracht-Jugend ausgebildete US-amerikanische Nationalspieler hat gerade erst seinen Vertrag bis 2025 verlängert, wird also sicher bleiben. Von den drei Konkurrenten Erik Durm (29), Almamy Touré (25) und Danny da Costa (28) dürften zwei sicher gehen. Für Da Costa interessiert sich angeblich der FC Augsburg. Ein Wechsel wäre naheliegend, weil Da Costas Vertrag im Sommer ausläuft. Anders bei Durm und Touré, die noch bis 2023 gebunden sind. Diese beiden könnten also auch noch für ein halbes Jahr ausgeliehen werden. Tourés Abgang würde den Klub auch finanziell entlasten, gehört der Franzose doch zu den Großverdienern. Ihm wird zwar viel Talent zugeschrieben, aber auch ein großes Phlegma und eine nicht immer ausgeprägte Professionalität.

Mit Aymen Barkok (23) und Ajdin Hrustic (25) haben zwei Mittelfeldspieler ein wenig den Anschluss verloren. Barkoks Vertrag läuft im Sommer aus, ihm einen Wechsel nahezulegen wäre da nur logisch. Der Glaube, dass das Eigengewächs nach inzwischen sechs Jahren Profifußball noch der Durchbruch gelingen könnte, ist längst geschwunden. Gegen einen Wechsel aber spricht: Barkok wird mit Marokko am Afrika-Cup (9. Januar bis 6. Februar) teilnehmen und einem möglichen neuen Arbeitgeber dann einen ganzen Monat nicht zur Verfügung stehen.

Sollten die Transfers von Alidou und Muani schon zum Rückrundenstart über die Bühne gehen, wird es auch für die drei aktuellen Reserve-Stürmer Ragnar Ache (23), Sam Lammers (24) und Goncalo Paciencia (27) eng. Zumindest einer der drei hat dann kaum noch Chancen wenigstens einen Bankplatz zu ergattern. Lammers ist nur bis zum Saisonende von Atalanta Bergamo ausgeliehen, ein Wechsel im Winter darum unwahrscheinlich.

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