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Das ungeliebte Neuland schnell verlassen

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Die HSG Kleenheim-Langgöns mit hinten von links: Franziska Dietz, Luisa Hickel, Celina Rüspeler, Elena Schuch, Maren Kleinhenz, Nina Eggers. Mittlere Reihe von links: Andreas Schnelle(Betreuer), Dominik Conrad (Physio/ Athletiktrainer), Madeleine Buhlmann, Vanessa Bork, Christiane Bork-Werum (Co-Trainer), Martin Saul (Trainer). Vordere Reihe von links: Selina Lotz, Meileen Schäfer, Emelie Bachenheimer, Marie Manfrass, Kira Suchantke, Steffi Klug. Foto: HSG © HSG

Oberkleen (mol). Das Betreten dieses Neulandes hätten die Handballerinnen der HSG Kleenheim-Langgöns sicherlich gerne vermieden. Nach vielen, vielen Jahren der überregionalen Vergleiche stand am Ende der vergangenen Saison der Abstieg aus der Dritten Liga, sodass sich das Team von Trainer Martin Saul in der Spielzeit 2022/23 in der Oberliga ausschließlich mit hessischen Rivalinnen messen muss.

Zudem brachte der Abstieg auch einige Veränderungen am Kader mit sich.

Bereits während der vergangenen Runde hatten Tanja Schorradt und Kim Winkes den Verein verlassen, nach der Saison folgten Katha Weber (Karriereende) sowie Lisa-Marie Kiethe (Wechsel des Studienortes).

Relativ kurzfristig schlossen sich Rixa Hahn sowie Ann-Sophie vom Hagen dann auch noch Mainz-Bretzenheim an, sodass der Kader der Kleebachtalerinnen doch recht ausgedünnt daherkam. Mit Luisa Hickel und Marie Manfraß vom TV Hüttenberg oder Maren Kleinhenz (TSG Estenfeld) konnten aber junge, vielversprechende Spielerinnen hinzugewonnen werden.

Trotz der langen Saison 2021/22 startete Kleenheim-Langgöns bereits im Juli und damit früh in die Vorbereitung, sodass die Spielerinnen trotz diverser Urlaube auf ausreichend Trainingswochen im Hinblick auf die neue Spielzeit kamen. »Wir haben da oftmals viel individuell und in Kleingruppen gearbeitet. Und mittlerweile, wo wir auch in voller Mannschaftsstärke spielen und trainieren können, zeigen sich da schon die Entwicklungen«, hat SGK-Coach Saul beobachtet.

Vor allem beim heimischen »Mittelhessen-Cup« spielte Kleenheim-Langgöns stark auf und konnte die Veranstaltung nach zwei Siegen über die Drittligisten aus Wittlich und St.Leon/Reilingen sogar für sich entscheiden. Schlüssel für die Erfolge - so zeigte sich schnell - waren die Abwehrleistungen der Saul-Truppe. Trotz der Abgänge erfahrener Spielerinnen soll hier der Grundstein für die zukünftigen Erfolge gelegt werden. »Es ist ja klar, dass du beispielsweise eine Spielerin wie Katha Weber unmöglich eins-zu-eins ersetzen kannst und dass das nur im Kollektiv funktioniert. Mein Ziel ist, dass unsere Deckung noch beweglicher und variabler wird, wofür wir auch die Spielerinnen haben«, glaubt der SGK-Coach, der mit Blick auf die Saison noch anfügt. »Es ist schon so, dass viele Spielerinnen der Gegner sehr oft in ihren gewohnten Abläufen arbeiten. Ich möchte gerne in unser Deckung agieren und nicht reagieren. Wir wollen unsere Gegnerinnen immer wieder vor neue Aufgaben stellen und sie stressen!«.

Was die Zielsetzung angeht, so findet der Übungsleiter der HSG Kleenheim-Langgöns klare Worte: »Ich will aufsteigen, die Mannschaft will aufsteigen, der Verein will aufsteigen!«, so Saul, fügt der eindeutigen Parole aber noch ganz entscheidende Sätze an.

Ohne Druck

»Selbstverständlich setzen wir uns nicht unter Druck und erklären den Aufstieg zu einem Muss in dieser Saison. Ich sehe in einer ausgeglichenen Oberliga beispielsweise mit Leihgestern, Kriftel, Weiterstadt oder auch Hoof starke Mannschaften, die allesamt ein Wörtchen um den Titel mitsprechen können. Bei uns kommt es darauf an, wie schnell die Entwicklung der jungen Mannschaft voranschreitet!«.

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