1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

»Das wäre dummes Geschwätz«

Erstellt: Aktualisiert:

gispor260222-buycks-birk_4c
Was geht für Kevin Buycks und die SG Birklar im Kreispokal-Achtelfinale gegen TuBa Pohlheim? © Schepp

Gießen (dhn). Auf dem Papier ist es eine klare Angelegenheit, wenn am Sonntag die Fußballer der SG Birklar den FC TuBa Pohlheim zum Kreispokal-Stelldichein an der Licher Fasanerie empfangen. Kreisoberligist gegen Verbandsligist - zwei Spielklassen trennen die beiden Kontrahenten. Kein Wunder also, dass die Pohlheimer Gäste als klarer Favorit zum Achtelfinal-Duell reisen.

SG Birklar - FC TuBa Pohlheim (So., 15.30 Uhr)

»Keine Frage: Wir gehen als klarer Underdog in die Partie«, will Edgar Müller, seines Zeichens Sportlicher Leiter bei den Lichern, erst gar keinen Mythos vom Pokal und dessen eigenen Regeln beschwören. »TuBa ist zweifelsohne favorisiert. Allein was die offensiv alles aufbieten können, spricht klar für sich.« Namentlich nennt Müller vor allem Ahmet Marankoz und Kevin Rennert. Beide Torjäger haben in der laufenden Verbandsliga-Saison bereits jeweils 13 Buden nach 17 Partien auf dem Konto. Um diese Zahlen besser einorden zu können: TuBa kommt in der Liga auf bisher 45 erzielte Treffer. »Wir haben zwar hohe Ziele, wollen in die Gruppenliga aufsteigen und mit unserer 2. Mannschaft einen guten Unterbau etablieren, aber zu sagen, dass wir TuBa ein Bein stellen wollen, wäre dummes Geschwätz«, so Müller weiter.

Mit TuBa vor der Brust ist jedes weitere Kreispokal-Spiel für die SG Birklar ein nettes Extra-Bonbon. Der Fokus liege daher ganz klar auf dem Kreisoberliga-Alltag und der Ende März beginnenden Aufstiegsrunde. »Das sind nochmal zehn Endspiele für uns«, erklärt der Sportliche Leiter.

TuBa mit einigen personellen Sorgen

Auch TuBa-Trainer Josef Jacob blickt dem Aufeinandertreffen entspannt entgegen. »Das ist für Birklar das Spiel der Saison. Die werden heiß und motiviert sein. Klar ist auch, dass das keine gewöhnliche Kreisoberliga-Mannschaft ist.«

Obwohl der 31-Jährige sein Team davor warnt, die Birklarer zu unterschätzen, gehe er grundsätzlich von keiner 50:50-Begegnung aus. »Ich erwarte einen souveränen Auftritt meiner Mannschaft. Nehmen wir das Achtelfinale von Anfang an seriös und vernünftig an, sollten wir das Spiel eigentlich klar für uns entscheiden.«

Personell muss Jacob allerdings ein wenig improvisieren. Mit Dominik Zeller, Eduardo Dursun, Gino Parson, Nelson Delzer und Pierre Chabou fallen fünf vornehmlich erfahrene Kandidaten für die Startformation aus. Dennoch: »Nichtsdestotrotz werden wir eine vernünftige erste Mannschaft auf den Rasen schicken können.«

Halten wir fest: Die Rollen sind vor dem Anpfiff mehr als nur klar verteilt, beide Seiten ordnen schon jetzt dieses Aufeinandertreffen realistisch ein. Dafür sei, so erklären beide Vereinsvertreter, der Klassenunterschied zu groß. Immerhin: »Ein Weiterkommen wäre für uns eine faustdicke Überraschung«, meint Birklars Edgar Müller abschließend. Eine Überraschung, die für den Pokal-Mythos der eigenen Gesetze dann doch unabdingbar ist.

Auch interessant