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»Das war äußerst ärgerlich«

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Mundenheim (flo). Die kalte Dusche gab’s - entgegen der Ankündigung an der Hallenpforte - für die Drittliga-Handballer der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen nur auf dem Parkett: Mit der 24:27 (14:11)-Pleite bei der VTV Mundenheim handelten sich die Grün-Weißen eine einigermaßen unnötige Auswärtsniederlage ein.

VTV Mundenheim - Dutenhofen/M. 27:24

Auch am Tag danach war Axel Spandau noch bedient. »Das war schon äußerst ärgerlich. Wir hätten Mundenheim schlagen müssen«, haderte der HSG-Trainer. Aber: »Wir machen immer wieder diese leichten Fehler, spielen bei Kreuzungen den Ball nicht richtig weiter. Diese technischen Fehler gehören nicht in diese Liga und wir können es zweifelsohne besser.« In der Tat: Beim Aufsteiger, der im sechsten Heimspiel seinen vierten Heimsieg errang, waren es insbesondere die Wurf- und Fehlerquote, die Dutenhofen/Münchholzhausen um Zählbares brachten. »Wir müssen uns da an die eigene Nase fassen«, fand auch Spandau.

Diese Problemzonen zogen sich wie ein roter Faden durch die Partie. Hätten die Mittelhessen ihre Angriffsaktionen effektiver ausgespielt, wären schon im ersten Durchgang klare Verhältnisse möglich gewesen. So aber belohnten sich die Grün-Weißen zu selten für ihre ordentliche Torwart- und Abwehrleistung.

Bei der 9:6-Führung (22.) durch Rechtsaußen Tim Rüdiger war die Spandau-Sieben trotzdem erstmals auf drei Tore enteilt - und bewahrte diesen Vorsprung bis zum Pausen-14:11.

Die Führung war nach Wiederbeginn zwar schnell dahin und Mundenheim glich zum 14:14 (34.) aus. Doch nicht zuletzt die Treffer von Rückraum-Rückkehrer Erik Irle, der nach einem in der Vorbereitung erlittenen Kieferbruch erstmals in dieser Saison dabei war, sorgten dafür, dass Dutenhofen/Münchholzhausen in der 47. Minute mit 19:17 führte und auf einem guten Weg zu Punkten schien. Bis zum 21:20 (50.) blieben die Gäste vorne.

Dann wurde den Grün-Weißen die Crunchtime zum Verhängnis. Vorne scheiterte die HSG mehrfach an VTV-Torhüter Janik Kunz oder erlaubte sich Ballverluste. Hinten kassierte sie Zeitstrafen und verlor mit Lukas Gümbel sowie Marvin Lindenstruth (beide drei Zeitstrafen) zwei tragende Säulen.

»Das waren für mich normale Fouls. Diese Entscheidungen kommen dann noch dazu«, kritisierte Spandau, dessen Truppe durch einen 0:3-Lauf mit 22:26 (59.) in Rückstand und also unabwendbar auf die Verliererstraße geriet.

Zu allem Überfluss entspannt sich die Personalsituation nicht, obwohl neben Irle auch Torwart Simon Böhne wieder an Bord war. Paul Geffert hat sich erneut einen Kreuzbandriss zugezogen. Bei Tim Lauer (Schulter), Malvin Werth (umgeknickt) und Maduwuike Okpara (Muskelverletzung) bleibt die Ausfalldauer abzuwarten. »Wir müssen jetzt gucken«, so Spandau, »wie wir aus dem Schlamassel rauskommen.«

VTV Mundenheim: Klein, Kunz; Binnes (4), Pönisch, A. Schleidweiler, Naas, Wilbrandt (1), S. Schleidweiler (5), Novo (2), Treiber (3/3), Thilmann (3), T. Schneider (1), Müller (5), M. Schneider (3), B. Schleidweiler, Schmieder.

HSG Dutenhofen/Münchholzhausen: Rinn, Böhne (ab 36.); Gümbel, Hoepfner (1), Boczkowski (7), Lindenstruth, Belter (1), Bremond (6/2), Datz, Irle (4), Rüdiger (3), Steinmüller, Okpara (1), Müller (1).

Schiedsrichter: D. Adam/S. Adam (Kassel) - Zuschauer: 150 - Zeitstrafen: sechs (Pönisch, Wilbrandt/2, S. Schleidweiler/2, Thilmann) - acht (Gümbel/3, Hoepfner, Lindenstruth/3, Müller) - Rot: Gümbel (54., dritte Zeitstrafe), Lindenstruth (56., dritte Zeitstrafe) - Siebenmeter: 5/3:5/2.

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