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»Das war definitiv ein Sieg der Moral«

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Idstein (miw). In einer spannenden Partie bezwang die HSG Wettenberg in der Handball-Landesliga Mitte der Männer den TV Idstein denkbar knapp mit 26:25 (11:14). Dabei lief man lange Zeit einem Rückstand hinterher, holte einen Rückstand erst in der Schlussviertelstunde auf und ging am Ende als etwas glücklicher Sieger vom Feld.

TV Idstein - HSG Wettenberg 25:26

HSG-Trainer Thomas Schäfer sagte nach der Partie erleichtert: »Das war heute definitiv ein Sieg der Moral. Ich bin stolz auf die Mannschaft, wie sie allen Widrigkeiten getrotzt hat, eine große Moral bewiesen hat, um diesen Rückstand noch aufzuholen.«

Bereits in der Anfangsphase präsentierten sich die Gastgeber als unangenehmer Gegner und konnten nach einem Treffer von Lars Stübing mit 6:2 (12.) in Führung gehen. Wettenberg spielte mit zu wenig Bewegung in der Offensive und löste auch die vielen Kreuzbewegungen der Heim-Sieben in der Deckung nicht gut genug. Beim 11:10 durch einen verwandelten Siebenmeter von Tom Warnke war der Anschluss wiederhergestellt, wenig später stand jedoch wieder eine Vier-Tore-Hypothek auf der Anzeigetafel.

Rückstand

Nach dem Seitenwechsel baute Idstein die Führung zunächst wieder auf fünf Treffer aus, ehe Wettenberg beim 18:16 durch Rechtsaußen Jonas Schmidt wieder in Schlagdistanz war. Doch erneut baute die Mannschaft aus dem Taunus ihren Vorsprung auf fünf Treffer aus. Der Gäste agierten in der Folge mit einer doppelten Manndeckung gegen die Rückraumspieler Welkenbach und Cremers. Dieser Schachzug sollte sich als entscheidender Sieggarant erweisen.

Manndeckung

Bei Idstein ließen zunehmend die Kräfte nach, sie fanden kaum noch Lösungen gegen diese Deckungsformation und produzierten ein ums andere Mal Fehler. Dadurch konnte Wettenberg mit einem 5:0-Lauf, abgeschlossen vom Tim Anhäuser, zum 22:22 ausgleichen.

Beim 24:23 lag Idstein noch vorne, das 25:24 durch Johannes Schwarz bedeutete die erste Führung im Spiel für die Gäste. Idstein verpasste nach einem Pfostentreffer den Ausgleich, im Gegenzug markierte Aron Weise, der bis dato kein Wurfglück hatte, das 26:24 bei drohendem Zeitspiel und sorgte damit für die Vorentscheidung in der umkämpften Begegnung.

Idstein: Zumdick, Knezevic; Payer (2), Mijatovic (1), Kaiser (1), Sitte (3), Angelov (1), Konrad, Welkenbach (5), Bierod (1), Cremers (4/3), Bingel (1), Stübing (4), Grandpierre (2)

Wettenberg: Dellner, Laudt; Schwarz (4), Anhäuser (3), Werner, Warnke (5/4), Schnepp (1), Schmidt (3), Schmeel (2), Oyono (5), Weidner (1), Weise (2), Lauber, Wingefeld

Schiedsrichter: Bley/Krämer (Rüsselsheim) - Zeitstrafen: fünf (Werner zwei, Warnke, Schnepp, Wingefeld); zwei (Sitte, Cremers) - Rote Karte: Bingel (51., Idstein) - Siebenmeter: 4/4:3/3

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