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»Das war nicht drittligawürdig«

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Dutenhofen (flo). Ein Fehlstart? Ohne Zweifel. »Das muss man so sagen, ja«, suchte auch Trainer Axel Spandau nicht nach beschönigenden Worten, nachdem seine Drittliga-Handballer der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen im sechsten Spiel die fünfte Niederlage kassiert hatten. Und was für eine: Von der HG Saarlouis wurden die Grün-Weißen bei der 25:37 (11:

15)-Abfuhr regelrecht aus der eigenen Halle geschossen.

HSG Dutenh./Münchh. - HG Saarlouis 25:37

Was die Mittelhessen aufs Parkett brachten, gab Rätsel auf. Einmal abgesehen von den ersten vier Minuten, als sich die HSG einen 4:1-Vorsprung herausspielte und eigentlich Selbstvertrauen tanken konnte. Was danach folgte, »ist nicht so einfach zu erklären«, gestand Spandau. »Es war jedenfalls sehr ernüchternd.« Mehr noch: »Da müssen wir auch Klartext reden: Das war nicht drittligawürdig.«

Dies auch deshalb, da sich die Defizite über sämtliche Teilbereiche erstreckten. Dem Angriff mangelte es weitgehend an Durchschlagskraft. Dutenhofen/Münchholzhausen erlaubte sich viel zu viele technische Fehler (18 an der Zahl), bespielte die 6:0-Formation der HG Saarlouis erschreckend ideenlos, kam so freilich kaum einmal in die Tiefe, blieb aber auch aus dem Rückraum eher harmlos.

Die Folge: 24 Fehlwürfe - von denen allein 13 aufs Konto von Lukas Gümbel und Jonas Müller gingen. Jenen beiden Rückraumkräften also, die es mangels Alternativen eben aus der zweiten Reihe versuchten. Meist erfolglos. Aber auch defensiv fehlte ohne Kapitän Marvin Lindenstruth (krank) jedwede Stabilität.

Der durchsetzungsstarke HG-Kreisläufer Wladislaw Kurotschkin durfte nach Belieben schalten und walten, wurde von seinen Rückraumkollegen immer wieder in Szene gesetzt und erzielte sieben Tore. Ebenso schuf der 27-Jährige Räume für die Aufbaureihe der Saarländer, die sich auch ohne den verletzten Regisseur Frano Vujovic dank der Passivität der HSG-Deckung zusehends heiß warf. 24 Tore erzielte das 60 Minuten durchspielende Trio um Tom Paetow (8/1), Marcel Becker (9) und Adel Rastoder (7). Daran änderte auch nichts, ob die Grün-Weißen, deren Torhüter in Abschnitt zwei kaum noch eine Hand an den Ball bekamen, mit einer 6:0-, 3:2:1- oder aber auch einer Manndeckung agierten.

In Einzelteile zerfallen

Irgendwie gelang es den Gastgebern dennoch, bis zum 11:15-Pausenrückstand in Reichweite zu bleiben. Ehe die Spandau-Sieben in der zweiten Hälfte dann in ihre Einzelteile zerfiel: Bis zur 40. Minute gerieten die Grün-Weißen mit 14:23 ins Hintertreffen.

Eine Reaktion der Hausherren blieb aus, die Klatsche nahm ihre Form an. »Die HGS ist wieder da«, sang die kleine, aber lautstarke Anhängerschar aus Saarlouis. Für die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen gilt das so gar nicht. »Wir müssen die Jungs wieder in die Spur bringen«, weiß Spandau. Andernfalls droht der knallharte Abstiegskampf.

Dutenhofen/Münchholzhausen: Rinn, Knop (31. - 37., ab 51.); Gümbel (3), Hoepfner (2), Boczkowski (1), Rüdiger (3), Bremond (5), Datz, Lauer (1), Werth, Steinmüller (1), Okpara (1), Müller (5), Geffert (3/3).

Saarlouis: Schlingmann, Jonczyk (ab 31.); Becker (9), Welsch, Aatz, Reinshagen, Altmeyer (1), Walz (4), Reitz, Noh, Koloper (1), Paetow (8/1), Rastoder (7), Kurotschkin (7).

Schiedsrichter: Schürhoff/Steinebach (Olpe/Siegen) - Zuschauer: 150 - Zeitstrafen: eine (Lauer) - zwei (Rastoder, Walz) - Siebenmeter: 5/3:1/1.

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