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Defensiv top, offensiv zu lasch

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Endstation: Der Licher Yannick Ribbecke (r.) beißt sich an Fellbachs Andreas Kronhardt die Zähne aus. Foto: Vogler © Vogler

Gießen (cnf). In einer rappelvollen Dietrich-Bonhoeffer-Sporthalle bestritten am Sonnabend die Korbjäger von Lich Basketball ihr letztes Pflichtspiel in der 1. Regionalliga Südwest vor der Weihnachtspause. Die Mittelhessen hielten hierbei gegen den Rangdritten SV Fellbach Flashers zwar über weite Strecken gut mit, mussten sich am Ende aber dennoch mit 58:

68 beugen. Damit bringt es der heimische Aufsteiger bis dato auf eine Ausbeute von sechs Siegen bei acht Niederlagen nach den ersten 14 Pflichtspielen der Saison.

Lich Basketball - Fellbach Flashers 58:68

»Es war ja auf jeden Fall davon auszugehen, dass es gegen die nicht leicht wird«, erklärte LB-Headcoach Viktor Klassen nach dem Duell gegen die Gäste aus dem Großraum Stuttgart, dabei durchaus auch eine durchwachsene und von der Grippewelle geprägten Trainingswoche im Sinn habend.

Trotz der etwas widrigen Voraussetzungen erwischten die Hausherren einen starken Start und lagen nach sechs Zeigerumdrehungen mit 15:7 in Front, erhöhten kurze Zeit später sogar auf 17:7 (8.). Nach einem Licher Wechsel, um die Kräfte der Leistungsträger zu schonen, erlebte das Spiel der Heimmannschaft allerdings einen Bruch. Fellbach vermochte in der Folge bis zur ersten Viertelpause zu egalisieren (17:17, 10.). Insgesamt waren dem Klassen-Team gegen Ende des ersten und zu Beginn des zweiten Quarters für satte sechs Minuten keine eigenen Treffer mehr gestattet. Die Flashers verteidigten mittlerweile merklich aggressiver und führten in der 14. Minute bereits mit 24:17.

Klassen reagierte nun mit einer Auszeit und schickte wieder seine Starting-Five auf den Court. Zügig fanden die Gastgeber wieder in ruhigere Fahrwasser und schlossen bis zum Kabinengang auf 33:34 (30.) punktemäßig auf.

Im dritten Quarter (13:21) machte sich ein wesentlicher Licher Makel am Samstagabend zunehmend bemerkbar: Die Effektivität im Angriff. »Wir waren einfach nicht entschlossen genug im Abschluss«, analysierte Viktor Klassen, dessen Farben zu Beginn des Schlussakts mit 46:55 (30.) im Hintertreffen lagen.

Licher Duo früh unter der Dusche

Zwar pirschten die Brauereistädter bis 120 Sekunden vor Spielende noch einmal bis auf sechs Zähler an die Baden-Württemberger heran, verloren in dieser Phase allerdings Rene Keller sowie Kevin Hoxhallari aufgrund des jeweils fünften Foulspiels. Zudem behielten die Flashers in der Crunch-Time die Nerven an der Freiwurflinie - und ließen sich das Heft nicht mehr aus der Hand reißen.

»Wir müssen das jetzt so hinnehmen, das war auch ein harter Gegner. Leider haben wir unser Jahresabschlussspiel verloren, allerdings muss ich den Jungs meinen Respekt erweisen - sie haben super gekämpft und verteidigt«, betonte Klassen nach der Begegnung und hielt hinsichtlich der Gesamtentwicklung seines Teams fest: »Die Tendenz geht nach oben und ich hoffe, dass wir die letzten drei Monate der Saison noch gut für uns nutzen werden.«

Weiter geht es für Lich Basketball dann ab dem 7. Januar, wenn auswärts die nächste Dienstreise ansteht. Der Gegner heißt dann TSG Reutlingen Ravens.

Lich Basketball: Hoxhallari (5), Sann, Keller (8), Schweizer (8), Wagner (6), Roith (3), Robbecke (12), Bölke (2), Lischka (14).

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