1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

Den Gegner stark gemacht

Erstellt:

gispor_1010_sajonz_10102_4c
Die Enttäuschung anzusehen: Kinzenbachs Robin Sajonz musss die neuerliche Niederlage erst einmal verkraften. Foto: fro © fro

Kinzenbach (fro). Durch die 1:3 (0:0)-Niederlage gegen den FC Ederbergland bleibt die SG Kinzenbach auch im fünften Spiel in Folge ohne Punktgewinn und damit weiterhin auf einem Abstiegsrang. »Der FC musste heute ganz wenig machen, um gegen uns seine Tore zu erzielen. Wir haben den Gegner mit individuellen und taktischen Fehlern stark gemacht und ihm drei Punkte geschenkt«, sagte Peter Bätzel.

SG Kinzenbach - FC Ederbergland 1:3

Der SG-Trainer, der erstmals seit langem die gleiche Startelf wie zuletzt beim VfB Marburg ins Rennen schicken konnte, baute gegen den Tabellendritten auf eine defensiv ausgerichtete Taktik. In einer von zahlreichen Fehlpässen geprägten Begegnung waren Chancen hüben wie drüben zunächst Mangelware. Nach einem Freistoß von Hakan Güngör setzte Ufuk Yildirim das Leder aus kurzer Distanz über das Gästetor (12.). Hannes Schneider zwang Henrik Flechtner zu einer Glanzparade (24.). Nach einer verunglückten Kopfballrückgabe von Lucas Purdak hatte der SG-Keeper allerdings Glück, dass der frei vor ihm auftauchende Maxim Zich verzog (32.). Henrik Keller, der seine Torgefahr zu keiner Zeit unter Beweis stellte, hatte das Spielgerät nach einer Güngör-Ecke übers FC-Tor gesetzt (31.).

»Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt und uns das 0:0 zur Pause verdient. Es passt zu unserer derzeitigen Situation, dass man mit einem guten Gefühl aus der Kabine kommt und 50 Sekunden später wieder einen Nackenschlag durch einen individuellen Fehler bekommt. Scheinbar ist die Konzentrationsfähigkeit nicht hoch genug, um dort präsent zu sein«, ärgerte sich Bätzel, dass Elvis Funwi Shuakonwi mühelos in einen Rückpass von Ufuk Yildirim laufen, Torwart Flechtner ausspielen und zum 0:1 einschieben konnte (46.). Die SG zeigte sich nicht geschockt, sondern konnte durch Hakan Güngör, der die Vorarbeit von Timo Schmidt zum 1:1 veredelte, ausgleichen (54.). In der Folgezeit war die Bätzel-Elf drauf und dran, das Heft in ihre Hand zu nehmen. In der Defensive der Rot-Weißen taten sich aber immer wieder Lücken auf. Flechtner musste nach einem Steilpass gegen Maxim Zich außerhalb des Strafraums Kopf und Kragen riskieren (62.). Kurz darauf war der SG-Keeper bei einem Zich-Schuss machtlos - 1:2 (64.). Erneut hatte die Ordnung in der SG-Abwehr nicht gestimmt. Als die SG-Innenverteidigung Maxim Zich nach einem langen Freistoß von der Mittellinie nicht in den Griff bekamen, machte der FC-Stürmer mit seinem zweiten Treffer den Sack zu (79.).

SG Kinzenbach: Flechtner; Jörg (ab 73. Sajonz), Yildirim (ab 79. Sultan), Ried, Purdak, Johannes Alber, Schmidt, Kipper (ab 46. Kenne Wa), Stefan Alber, Güngör, Keller.

FC Ederbergland: Nils Schneider; Shuakonwi (ab 85. Immel), Mütze, Völker, Celik, Miß (ab 70. Ibrahim), Hannes Schneider (ab 58. Nolte), Wolff, Wickenhöfer, Zich (ab 81. Benedikt Schneider), Wroblewski.

Tore: 0:1 (46.) Shuakonwi, 1:1 (54.) Güngör, 1:2 (64.) Zich, 1:3 (79.) Zich. - Schiedsrichter: Bauer (Fritzlar). - Zuschauer: 80. - Gelbe Karten: Ried, Schmidt, Keller- Völker.

Auch interessant