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»Den Puck noch früher erobern«

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Harry Lange © Red

Bad Nauheim (wbe). Harry Lange zählt mit seinen 38 Jahren zu den jüngsten Trainern in der Deutschen Eishockey-Liga 2. Nur Heiko Vogler, der den EV Landshut coacht, ist noch einen Monat jünger. 2018 hat Lange seine Spielerkarriere beim EC Bad Nauheim beendet und den Sprung über die Bande in den Coaching-Bereich gewagt. Jetzt geht der Deutsch-Österreicher in seine zweite richtige Saison bei den Roten Teufeln.

Mit ihm sprachen wir über die Vorbereitung, die Konkurrenz und die Zielsetzung für die neue Spielzeit.

Der Sommer steht traditionell im Zeichen der Kaderplanung. Wie hat die Zusammenstellung des neuen Teams funktioniert?

Nach der erfolgreichen letzten Saison haben wir die Kontingentspieler weitgehend gehalten. Ich hätte auch Tristan Keck weiterhin gern im Team gesehen, wenn er rechtzeitig einen deutschen Pass erhalten hätte. Auch die Abgänge von Philipp Maurer und Stefan Reiter schmerzen, zumal wir bislang quantitativ nicht entsprechend nachgelegt haben.

Sind Sie mit der Vorbereitung zufrieden?

Die Ergebnisse zeigten Höhen und Tiefen, bei der Trainings-Intensität mussten wir deutliche Abstriche machen. Die Tatsache, dass wir fast während der gesamten Vorbereitungsphase kein Eis in Bad Nauheim hatten, hat zu ungeheuren Reise-Strapazen geführt.

Mit Stefan Reiter und Tristan Keck haben Sie zwei Spieler verloren, die in der Offensive für ihren ungeheuren Antritt bekannt waren. Bringt dies Umstellungen im System mit sich?

Ja, wir werden Dinge in unserem Spielsystem ändern. Wir haben zwar nach wie vor Spieler, die schnell nach vorn durchstarten können, aber wir werden jetzt versuchen, den Puck in der eigenen Defensive noch früher zu erobern.

Wie schätzen Sie die Konkurrenz in der Deutschen Eishockey-Liga 2 ein?

Mit Krefeld ist ein DEL-Club hinzugekommen und die Eisbären aus Regensburg haben sich souverän die Oberliga-Meisterschaft geholt. Ich glaube, die Liga ist insgesamt noch ausgeglichener geworden. Neben der Zielsetzung, nicht in die Playdowns zu müssen, werden viele Vereine versuchen, die direkte Qualifikation für die Playoffs zu schaffen. Ganz vorne erwarte ich Kassel, Krefeld, Dresden und Ravensburg aber bekanntlich gibt es ja in jeder Runde Überraschungen…

…wie zuletzt ihr Team mit dem Halbfinal-Einzug gegen die Ravensburger Towerstars. Ist ein solcher Coup wieder möglich?

Ich denke wir tun gut daran, die Erwartungen nicht zu hoch zu schrauben, denn in der vergangenen Spielzeit lief für uns alles optimal. Ob der Flow am Anfang oder die Nachverpflichtungen im Laufe der Runde - alles hat zusammengepasst. Jetzt geht es erst einmal darum, schon möglichst frühzeitig nichts mit den Playdowns zu tun zu haben und dann kann man sich neue Ziele setzen.

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