1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

Der Akku leer, das Päckchen riesig

Erstellt:

Von: Steffen Bär

gispor160123-bba2_160123_4c
Sucht den Mitspieler, findet aber nur den Fellbacher Charalambos Sikalidis: Der Gießener Terry Winn (l.) reibt sich erfolglos am Gegenspieler auf. Fotos: Bär © Bär

Gießen (cnf). Auch im zweiten Pflichtspiel im neuen Kalenderjahr gerieten die Korbjäger der Basketball Akademie Gießen 46ers gehörig unter die Räder. Der heimische Vertreter in der 1. Regionalliga Südwest hatte dem Tabellendritten SV Fellbach Flashers am Sonnabend nur wenig entgegenzusetzen und unterlag deutlich mit 67:119.

BBA Gießen 46ers - Fellbach Flashers 67:119

»Wir haben es versucht, aber es ging einfach nicht. Die Jungs hatten zum Teil auch Krämpfe und Schmerzen«, resümierte Akademie-Headcoach Ivica Pijanovic, der gegen die Flashers auf zahlreiche Youngsters zurückgreifen musste, die kurz vor dem Duell noch mit dem Gießener NBBL-Team auf dem Parkett gestanden hatten. Lediglich drei Lahnstädter Spieler hatten am Samstag keine Doppelbelastung zu kompensieren - für die weiteren Akteure bedeuteten zwei Spiele an einem Tag derweil keine Idealbedingung. »Das sind auch Dinge, die einfach nicht gut funktionieren, wenn wir versuchen wollen, in der Regionalliga zu bleiben«, so Piljanovic, der beim Duell der NBBL-Mannschaft selbst als Co-Trainer dabei war, kritisch.

Allerdings resultierte die Akademie-Pleite am Wochenende nicht nur aus den suboptimalen Voraussetzungen für die jungen Spieler, auch die ambitionierten Gäste hatten gehörigen Anteil an dem Resultat. »Man merkt einfach, dass die unbedingt aufsteigen wollen, das haben die heute gezeigt. Die waren voller Energie und haben auch von außen sehr gut getroffen«, berichtete Piljanovic unter anderem mit Blick auf die beachtliche Drei-Punkte-Trefferquote der Baden-Württemberger, die aus der Distanz 17 von 30 Versuchen versenkten (56,7 Prozent). Im Gegenzug lag die Gießener Quote bei lediglich 28,6 Prozent. »Trotzdem war das kein Spiel, das du mit 50 Punkten verlieren musst. Aber gut, es ging einfach nicht - der Akku war leer. Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen«, so der Akademie-Trainer weiter.

»Wurde auch nicht gut verteidigt«

Die Flashers, bei denen gleich sechs Recken auf ein doppelstelliges Scoring kamen, erwischten einen Traumstart in die Partie und lagen bereits nach den ersten zehn Spielminuten mit 28:14 wegweisend vorne. Mit verschiedenen Verteidigungsvarianten bemühte sich die Heimmannschaft, sich gegen die Niederlage zu wehren, agierte gegen die effektive Gäste-Offensive insgesamt aber zu harmlos (34:61, 20.). »Letztendlich wurde das alles auch nicht gut von uns verteidigt«, so Piljanovic.

Fellbach legte im dritten Quarter (13:35) sogar noch eine Schippe drauf und eilte bis zu Beginn des Schlussdurchgangs auf 96:47 (30.) aus eigener Sicht davon. Erst in der finalen Sequenz (20:23) nahm der angereiste Aufstiegsaspirant den Fuß etwas vom Pedal - das Kräftemessen war zu diesem Zeitpunkt aber natürlich schon überdeutlich geklärt.

»Nun geht es weiter und wir müssen uns auf Reutlingen vorbereiten«, versuchte Piljanovic den Blick bereits auf die nächste Dienstreise zu richten. Diese führt am kommenden Samstag zum Rangzehnten TSG Reutlingen Ravens.

BBA Gießen 46ers: Ukaj (3), Heyne, Mehmed (13), Andrews (9), Hadas, Mann (2), Winn (23), Göbel (6), Herget (9), Döntgens (2).

Auch interessant