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Der Aufsteiger startet durch

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Das Tor vor Augen: Die Leihgesternerin Janina Stein wird von der Kleenheimerin Alica Heidt (hinten) beobachtet. Foto: Bär © Bär

Gießen (pie) Einen fulminanten Saisonstart legte Aufsteiger HSG Hungen/Lich in der Handball-Landesliga der Frauen hin. Mit 41:23 schoss man Vorjahres-Vizemeister HSG Wettenberg II aus der Halle und setzte sich an die Tabellenspitze. Eine überzeugende Vorstellung lieferte auch der TV Hüttenberg ab, der die HSG Goldstein/Schwanheim mit 26:14 abfertigte.

Die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen tat sich beim 21:19-Erfolg gegen den TSV Griedel schwer. Die einzige, aber erwartbare Niederlage kassierte die TSG Leihgestern II mit 22:24 bei der HSG Eibelshausen/Ewersbach.

HSG Kleenheim-Langgöns II - Eintracht Frankfurt 30:27 (14:16): Mit Eintracht Frankfurt kam ein völlig unbekannter Gegner in die Weidig-Halle. So entwickelte sich ein insgesamt ausgeglichenes Spiel, in dem die Gäste in der ersten Halbzeit den Vorteil auf ihrer Seite hatten. »Wir haben unfassbar viele Chancen liegenlassen«, monierte HSGKL-Coach Christian Manderla. Zur Pause stand ein 14:16-Rückstand zu Buche. Im zweiten Durchgang sollte vor allem gegen den linken Rückraum und die Spielgestalterin offensiver agiert werden, weil die Frankfurter Würfe aus der zweiten Reihe »echt wehgetan haben«, so Manderla. Mit den 5:1 und 4:2-Abwehrvarianten sollte die Eintracht früh unter Druck gesetzt werden, was aber erst nach der 22:17-Führung der Gäste so richtig griff. Kleenheim-Langgöns zeigte Comeback-Qualität und hatte binnen fünf Minuten zum 23:23 ausgeglichen. »Das war einfach toll«, geriet Manderla ins Schwärmen, der am Ende einen 30:27-Sieg mit seinen Damen bejubeln konnte.

Tore Kleenheim-Langgöns: Wulf (9/4), Heidt (5), Böhm (1), Bretz (3), Wolf (1), Ulm (1), Klug (7), Manfraß (1), Kirschner (2).

HSG Eibelshausen/Ewersbach - TSG Leihgestern II 24:22 (10:10) - Tore Leihgestern: Voelkel (4), Käs (9), Ferber (2), Kunzig (3), Klarner (2/2), Engel (2).

HSG Hungen/Lich - HSG Wettenberg II 41:23 (20:9): Mit einer starken Vorstellung zwischen den Pfosten und einer gut funktionierenden 6:0-Deckung machten die Gastgeberinnen von Beginn an Alarm auf dem Parkett. Mit einem sauberen Dreierpack von Carmelina Mulch kratzte der Aufsteiger an der Zehn-Tore-Führung, die Wettenberg an der Stelle aber noch verhindern konnte. Lucia Schneider erledigte das per Siebenmeter zum 15:5 in der 25. Minute und Hungen/Lich war noch lange nicht satt. So hieß es zur Pause bereits 20:9 für das Heimteam, das nach der Pause munter weiterspielte.

Die Gäste bekamen vor allem die Außenspielerinnen der Gastgeberinnen nicht in den Griff. Die sorgten allein für 19 Treffer und ernteten ein Sonderlob von Trainer Tim Straßheim: »Das war ein Ausrufezeichen. Da hat mein Kollege Brian Whisnant wieder einmal eine hervorragende Individualeinheit mit den Mädels hingelegt.« Beim 35:17 hatte Hungen/Lich erstmals einen 18-Tore-Vorsprung herausgearbeitet, der bis zum Ende Bestand hatte. »Besser hätten wir uns den Auftakt natürlich nicht wünschen können«, freute sich Straßheim. »Wir sind sehr zufrieden, wissen das aber alles einzuschätzen.«

Tore Hungen: Richter (1), Mitzkat (3), Gleim (3), Knoblauch (3), Mulch (9), Schneider (5/3), Rink (4), Emely Nau (11), Blasig (1), Schön (1).

Tore Wettenberg: Fischermanns (3), Blumrich (1), Drommershausen (2), Risse (2), Schmidt (1), Frank (3), Franke (2), Krombach (1), Weise (8/5).

HSG Dutenhofen/Münchholzhausen - TSV Griedel 21:19 (13:11): Dank einer stabilen Abwehr mit starker Torhüterleistung dahinter, legte die HSG mit dem 13:11 zur Pause den Grundstein zum Erfolg. »Im Angriff lief es noch nicht so rund, da wir einige Neuzugänge integrieren müssen«, erklärte Betreuer Lars Will. Im zweiten Durchgang gelang es Griedel nur noch zwei Mal gefährlich nahe an die HSG heranzurücken. Die Hoffnung des TSV auf etwas Zählbares machte Lena Klein in der 55. Minute mit dem 21:19-Siegtreffer für die HSG jedoch zunichte. »Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung«, so Will.

Tore Dutenhofen/Münchholzhausen: Otto (5), Klein (6), Okpara (1), Naumann (3/2), Walter (4/1), Weimer (1/1), Schäfer (1).

TV Hüttenberg II - HSG Goldstein/Schwanheim 26:14 (11:8): Es dauerte ganze neun Minuten, ehe die Gäste beim 1:5 ihren ersten Treffer setzen konnten. Hüttenberg blieb zwar in Front, ließ die Gäste jedoch in der 24. Minute bis auf 9:7 herankommen. Vor allem im Angriff agierte der TVH zu hektisch, konnte jedoch eine 11:8-Führung mit in die Pause nehmen. Nach dem Seitenwechsel zog Hüttenberg in der 47. Minute bis auf 19:11 davon und machte mit dem 24:15 zweieinhalb Minuten vor Ende die Zehn-Tore-Führung perfekt. Grundstein für den Sieg war vor allem die Abwehrleistung, auf die man in der Vorbereitung viel Wert gelegt hatte. »Das hat gut funktioniert«, so Trainer Marc Langenbach. »Vorne war noch ein bisschen Sand im Getriebe, aber wir wollen bei einem so hohen Sieg auch nicht groß rumnörgeln.«

Tore Hüttenberg: Lisa Tietböhl (6), Naumann (10/1), Happel (2), Roos (2), Fischer (4), Löffler (2).

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