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Der Knackpunkt ist der dritte Durchgang

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Von: Christian Németh

Gießen (cnf). Die erste Niederlage im neuen Jahr kassierten die Licher Basketballer am vergangenen Wochenende in einem »Hessenderby« in der 1. Regionalliga Südwest. Bei den Baskets Limburg unterlagen die personell geschwächt angereisten Brauereistädter mit 88:95.

Baskets Limburg - Lich Basketball 95:88

»Es war, wie ich es vorab gesagt hatte: Nicht leicht. Die haben wirklich eine sehr gute erste Fünf«, resümierte LB-Headcoach Viktor Klassen nach dem Abpfiff. Ferner erklärte der Übungsleiter, der in der Fremde unter anderem auf Kevin Hoxhallari verzichten musste: »Es war keine schlechte Leistung von uns, wir haben aber im dritten Viertel defensiv katastrophal gespielt. Wir sind aber auch nur mit acht Mann angereist, darunter zwei junge NBBL-Spieler, und hatten dadurch auch etwas Rotation.«

Die Gäste starteten ordentlich, Yannik Ribbecke spendierte gleich in der Auftaktminute fünf Zähler am Stück. Limburg allerdings zeigte sich wenig beeindruckt und konterte prompt. Insgesamt bot das erste Viertel beachtliche sechs Führungswechsel, da die Baskets in den finalen 40 Sekunden einen 6:0-Lauf aus dem Hut zauberten, lagen sie jedoch nach den ersten zehn Spielminuten mit 25:19 in Front.

Im zweiten Abschnitt eilte die Heimmannschaft zunächst weiter davon (30:19, 11.). Nach einer Klassen-Auszeit kamen die Wetterstädter aber wieder auf 27:30 ran. Vor allem Ribbecke, dem 20 seiner insgesamt 35 Punkte vor der Halbzeitpause glückten, lief in dieser Sequenz heiß. Zudem kamen von Johannes Roith (21 Punkte, dazu sieben Rebounds), der den privat verhinderten Felix Schweizer vertrat, starke Impulse. In der Folge wendete Lich das Blatt wieder und hatte zum Kabinengang die Nase mit 47:41 (20.) vorn.

Auch im dritten Quarter (30:29) verschlief das LB-Team die Anfangsphase und hatte insbesondere mit den Limburger Distanzwürfen große Probleme. Unterm Strich versenkten die Domstädter sechs ihrer insgesamt 14 Dreier in diesem Durchgang - am Ende wiesen die Baskets eine Drei-Punkte-Trefferquote von 42,4 Prozent auf. Bei den Mittelhessen betrug diese lediglich 27,6 Prozent.

Zu erwähnen ist auch der Gala-Auftritt von Limburgs kanadischen Point Guard Sean Stoqua (33 Punkte), der die Licher Reihen im dritten Viertel durcheinanderwirbelte und allein in diesem Abschnitt 17 Punkte auf seine Fahne schrieb. Erst kurz vor dem Schlussakt fingen sich die Gäste wieder - und konservierten doch noch einen 76:71-Vorteil (30.) ins letzte Viertel.

Allerdings wussten die Baskets im letzten Quarter Glück und Momentum auf ihrer Seite. »Die haben das Heft dann etwas an sich gerissen. Vor allem deren Spieler Matej Kljaic lieferte dann wichtige Plays für Limburg«, analysierte Klassen, dessen Farben sich ferner an Baskets-Big Man Brandon Cataldo (16 Punkte, 15 Rebounds) zunehmend abrieben. In der Crunch-Time brachten die Gastgeber ihre zurückgewonnene Führung schließlich von der Freiwurflinie aus über die Zeit. »Wir haben unser Bestes gegeben. Eigentlich hatten wir nicht so viele Turnovers, aber die wichtigen sind uns am Ende passiert«, sagte Klassen abschließend.

Lich Basketball: Chromik (2), Sann (2), Pompalla (4), Keller (8), Roith (21), Ribbecke (35), Bölke (4), Lischka (12).

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