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Der Lohn für viel Fleiß

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Die wissen, wie man feiert: Nach vielen Abstiegen kehrt die FSG Laubach in die Kreisoberliga Süd zurück. Foto: Damster © Damster

Vor wenigen Jahren noch bis in die Kreisliga B Alsfeld zurückgefallen, hat sich die FSG Laubach nun wieder nach oben gekämpft. Mit der A-Liga-Meisterschaft kehrt die FSG in die Kreisoberliga zurück.

Laubach (cnf). Die FSG Laubach hat es geschafft: Die Elf von Trainer Benno Strunk hat sich in der Aufstiegsrunde der Fußball-Kreisliga A Alsfeld gegen die fünf Kontrahenten durchgesetzt. Nach zwei finalen Duellen gegen die FSG Kirtorf und einem entscheidenden 1:0-Erfolg am letzten Spieltag ist klar: Laubach ist Meister und kehrt in die Kreisoberliga Süd zurück. Dieser gehörte die FSG, die zwei Jahre zuvor sogar in der Gruppenliga unterwegs war, zuletzt im Jahr 2017 an. Es folgten die Abstiege bis in die Kreisliga B (2018/19), der direkte Wiederaufstieg in die A-Klasse und nun eben die erneute Kreisoberliga-Beförderung.

»Das war schon ein richtig gutes Gefühl«, freut sich FSG-Spieler Johannes Damster noch einige Tage nach dem Aufstiegstriumph seiner Farben und mit Blick auf den letzten und wichtigen Dreier gegen die FSG Kirtorf. Das Hinspiel gegen die FSG, nur wenige Tage vor dem zweiten Aufeinandertreffen, hatte Laubach sogar mit 0:1 verloren. »Da waren wir natürlich geknickt. Vor dem ersten Spiel gegen Kirtorf war die Aufregung aber definitiv größer, denn da hätten wir vor heimischem Publikum alles klar machen können. Beim zweiten Spiel in Kirtorf hatte ich es dann anders empfunden und wir hätten dann auch bei einer Niederlage eine richtig gute Saison gespielt. Aber vielleicht hat uns das dann auch am Ende geholfen, dass wir weniger Druck hatten«, blickt Damster noch einmal auf die beiden finalen Begegnungen, die jeweils vor über 400 Zuschauern stattfanden, zurück.

»Bier und Tränen sind geflossen«

Natürlich sei nach dem Abpfiff und dem finalen 1:0-Erfolg in Kirtorf die Erlösung und Freude emotional spürbar gewesen, erzählt der Laubacher augenzwinkernd: »Da sind dann alle Dämme gebrochen. Ein paar Liter Bier und ein paar Tränen sind ebenfalls geflossen - und ein paar Haare sind wohl auch ausgefallen.« Mit einem gemieteten Bus ist das Team dann im Anschluss durch den Vogelsberg gefahren und habe dann, so Damster, in Wetterfeld im Sportheim »die Hütte abgerissen«.

Die Freude der Laubacher ist natürlich verständlich - und vielleicht sogar noch besser zu verstehen, wenn man bedenkt, dass man bei der Vierer-Spielgemeinschaft vor der Runde nicht unbedingt an den Titel gedacht oder diesen zumindest forciert hatte. »Es war eher unser mittelfristiges Ziel, in die Kreisoberliga zu gehen. Dass der Aufstieg nun kommt, das ist natürlich eine extrem schnelle Entwicklung, das hat auch unser Trainer gesagt«, so Johannes Damster. Das eigentliche Saisonziel, ruft Damster noch einmal in den Sinn, sei derweil ein einstelliger Tabellenplatz gewesen.

Diesen einstelligen Rang hatten die Laubacher schon nach der 16 Spieltage währenden Hauptrunde erreicht. An deren Ende stand die FSG bekanntlich auf Platz zwei, wenn auch sieben Punkte hinter den damaligen Primus und Aufstiegsaspiranten SG Reiskirchen/Bersrod/Saasen. Schon damals imponierte, dass die Laubacher lediglich nur eine Niederlage vorwiesen.

Vorbereitung bereits im Januar

In die Aufstiegsrunde startete Laubach zunächst mit einer 2:4-Niederlage gegen Reiskirchen. »Wir haben danach aber Charakter gezeigt und uns reingehangen - und uns dann alles hart erarbeitet«, so Damster, der darauf verweist, dass die FSG bereits im Januar - also über drei Monate vor dem Restrundenstart - mit der Vorbereitung begonnen hatte. Die FSG fand sich in der Folge immer besser in der Aufstiegsrunde zurecht und reihte - auch dank eines blendend aufgelegten Goalgetters Ismail Uzun, der in der Endrunde auf zwölf Treffer kam - einen Sieg an den nächsten. Am Ende lief es auf den eingangs beschriebenen Zweikampf mit Kirtorf hinaus. Der Spielplan bot, dank der beiden direkten Duelle, sogar die Dramaturgie eines waschechten Krimis - und Laubach hatte die Nase vorn.

»Das waren elf Monate harte Arbeit - und das ist nun auch der verdiente Lohn«, findet und freut sich Johannes Damster, der nicht nur den einen Schlüssel zum Erfolg sieht, sondern verschiedene Ursachen für den Laubacher Aufstieg erkennt. Das Trainerteam um Benno Strunk und Co-Trainer Alexander Koch sei natürlich ein Faktor gewesen, aber auch der Zusammenhalt in und um das Team.

Die Laubacher Feierlichkeiten gingen auch über Pfingsten weiter. Freude und berechtigter Stolz dürften weiterhin groß gewesen sein und hier und da wurde sicherlich auch schon über die neue Saison in der Kreisoberliga gesprochen. Hier taten sich Aufstieger aus der Alsfelder A-Liga zuletzt nicht immer leicht, doch Damster gibt sich zuversichtlich: »Ich habe da gar keine Angst. Manch einer mag es vielleicht kritisch sehen, dass es für das junge Team vielleicht zu früh sei. Wenn man aber am Ball bleibt und wir uns punktuell verstärken, mit Leuten, die charakterlich und fußballerisch zu uns passen, dann packen wir auf jeden Fall auch den Klassenerhalt.«

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