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Der Primus ist zu stark

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Grünberg (zye). Im Zweitliga-Auswärtsspiel der Bender Baskets Grünberg sollte sich am Ende das mangelnde Training bemerkbar machen. Bei mehreren positiven Coronafällen im Team litt erneut die Vorbereitung auf einen starken Gegner. Beim BBZ Opladen fehlte es dadurch an Zielwasser. Die Team-Defense konnte aber durchaus mit den Erstplatzierten mithalten.

BBZ Opladen - B. B. Grünberg 64:43

Bei einer Trefferquote von 28 Prozent lässt sich natürlich eine mangelnde Kontinuität im Trainingsfluss der Baskets herauslesen - vor allem beim Blick auf diese Begegnung. Die überaus talentierten Gastgeberinnen sollten es aber auch erwartungsgemäß draufhaben, den Baskets die Korbjagd zu verderben. Ein einfacher Blick auf die Statistiken zeigt: Die Hawks waren in sämtlichen Kategorien besser als die Baskets und bewiesen, dass sie zurecht auf den ersten Platz der Liga Nord gehören.

Offensiv bemüht, defensiv fehlerhaft

Erwartungsgemäß engagiert war Leonie Schütter (16 Punkte, acht Rebounds), die die Hälfte ihrer Punkte aber an der Freiwurflinie verdienen musste. Sie profitierte von einer uneigennützig agierenden Lea Wolff, die mit sechs Assists, aber auch mit fünf Steals zu glänzen wusste.

Bei einem Halbzeitstand von 36:25 war zunächst noch alles drin für Grünberg. Im dritten Viertel wäre auch noch ein Comeback gelungen, wenn da nicht das leichte Plus an Treffsicherheit gefehlt hätte. Leicht machten die Hawks ihnen jedoch die Wurfauswahl auch nicht. Elisa Mevius hatte nach ihrer Verletzungspause und wenig Spielpraxis viel Einsatz gezeigt: Elf Punkte und sechs Rebounds steuerte sie bei, produzierte allerdings auch acht Turnover. Neuzugang Venla Varis kam gegen die Hawks mit ihren neun Punkten mehr aus sich heraus, als noch in ihrem Debütspiel gegen Marburg. Kurios: Die Finnin traf vor der Dreierlinie (40 Prozent) besser als dahinter (16 Prozent). Olivia Nash (elf Punkte) war sehr präsent und holte die meisten Rebounds im Match, traf aber nur ein Drittel ihrer Würfe.

Nach der Halbzeit zu wenig Gefahr

18 Punkte in der gesamten zweiten Spielhälfte war von den Baskets einfach schlicht zu wenig, selbst wenn ihre Defense solide war. Die Hawks waren zudem ein Gegner, der genug Talent, Erfahrung und Training hat, um Grünberg außerhalb der Schlagdistanz zu halten. Im vierten Durchgang machten die Scharfschützinnen der Hawks souverän mit 64:43 ihren Deckel auf die Begegnung.

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