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»Der Sieg ist verdient«

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Wettenberg (miw). Im Derby in der Handball-Oberliga der Frauen duellierten sich bereits am Freitagabend die HSG Wettenberg und die HSG Lumdatal. Nach 60 spannenden und umkämpften Minuten behielt die Heimmannschaft aus Wettenberg in einem torarmen Duell mit 19:16 (11:10) die Oberhand.

HSG Wettenberg - HSG Lumdatal 19:16

Von der siegreichen HSG sagte nach dem Spiel ein erleichterter Trainer Kai Nober: »Die Mannschaft hat ein tolles Spiel gemacht und sich trotz der Verletzungen und des zwischenzeitlichen Laufs von Lumdatal in der zweiten Hälfte nicht aus der Ruhe bringen lassen. Wir haben uns in der Deckung nicht von Lumdatal locken lassen, auch die Umstellungen im Mittelblock haben sich als positiv bewährt. Nur 16 Gegentore sprechen natürlich für eine gute Abwehr.« Auf der Gegenseite haderte Gäste-Coach Marcel Köhler mit dem Auftritt seiner Mannschaft: »Es war das erwartete Spiel, ein spannendes und umkämpftes Derby mit wenig Toren. Wir haben es nicht geschafft, in der Offensive genug Druck auszuüben und Wettenberg in Bewegung zu bringen. Wir sind zu selten in den Rückstoß und damit nicht immer in gute Abschlusspositionen gekommen. Daher ist der Sieg für Wettenberg verdient.«

Beide Teams gingen zunächst mit einem hohen Tempo zu Werke. Dabei erwischte Lumdatal den besseren Start in die Partie und ging nach dem 2:2-Ausgleich der Gastgeberinnen mit 5:2 in Führung. Wettenberg agierte dabei zu fehlerhaft und scheiterte ein ums andere Mal an der Torfrau der Gäste, Stefanie Schütz. Erst danach kam Wettenberg besser in die Begegnung und konnte zunächst zum 7:7 ausgleichen und wenig später durch Rechtsaußen Anna Schwab mit 9:8 vorlegen. Gäste -Coach Marcel Köhler sah sich damit zu einer Auszeit gezwungen. In den Minuten vor der Halbzeitpause blieb das Spiel temporeich und auf beiden Seiten auch fehlerbehaftet, mit einem 11:10 aus Sicht der Wettenbergerinnen ging es in die Kabinen.

Auch nach dem Seitenwechsel zeigte sich das Spiel als typisches Derby mit Fehlern auf beiden Seiten und einer hohen Intensität. Die Heim-Sieben baute die Führung auf 13:10 (35.) aus. In den folgenden sechs Minuten fiel nur ein weiterer Treffer, Lumdatal verkürzte auf 13:11. In der Folge präsentierte sich der Drittliga-Absteiger wieder zielgerichteter und übernahm beim 14:15 durch einen Treffer von Anna-Lena Boulouednine erneut die Führung. Beide Teams mussten sich weiterhin jeden Treffer hart erkämpfen, Carmie Schneider schloss in der 54. Minute einen schön vorgetragenen Angriff von Rechtsaußen zum 16:16 ab.

In der 56. Minute parierte Tania Rinn einen Strafwurf, auf der Gegenseite markierte Julia Krombach von Linksaußen das 18:16. Auch eine weitere Auszeit von Lumdatal brachte nicht mehr die erhoffte Wende, Rica Jansche erzielte zwei Minuten vor Abpfiff das vorentscheidende 19:16.

Wettenberg: Habermehl, Rinn; Jansche(3), Schmelz(1), Goncalves(2), Tafferner(1), Rolshausen(1), Schwab(4), Tröller(1), Krombach(1), Hammermann(1), Münch(1), Katja Schön(2/2), Franziska Müller

Lumdatal: Schütz, Schäfer; Fürst, Franziska Müller(1), Mohr, Carmie Mara Schneider(2), Noemi Schneider, Hasenkamp(1), Parma(1), Boulouednine(7/3), Bulling(1), Smajek(1), Fuhrländer(2), Böcher

Schiedsrichter: Hegebart/Stibitzky (Eltville) - Zuschauer: 250 - Zeitstrafen: zwei (Tröller, Krombach); eine (Franziska Müller). - Siebenmeter: 3/2:5/3

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