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Der Umweg über die Relegation

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Marcus Krapp BBA Gießen 46ers © Angelika Schepp

Gießen (cnf). Am Sonntag (16 Uhr) starten die U16-Korbjäger der Basketball Akademie Gießen 46ers in die Playoffs der JBBL. Nachdem sich die Mittelhessen über den Umweg der Relegationsrunde einigermaßen mühelos für die Endrunde qualifizieren konnten, wartet nun ein schwerer Brocken: Im Hin- und Rückspiel duelliert sich die Akademie mit den Youngsters von ratiopharm Ulm, die in in der Hauptrunde (Gruppe 4) binnen zehn Spielen ungeschlagen blieben.

Das erste Aufeinandertreffen findet bei den Schwaben statt, Spiel Nummer zwei (19. März, 16 Uhr) steigt in der Sporthalle Ost in Gießen. Vor dem Playoff-Auftakt stand Akademie-Headcoach Marcus Krapp für ein Interview bereit. Der 48-jährige A-Lizenz-Inhaber ist bereits seit rund zehn Jahren im Nachwuchsbereich der Gießen 46ers tätig und betreut seit 2018 das JBBL-Team.

Playoffs sind immer etwas Besonderes: Wie groß ist die Vorfreude auf die Endrunde innerhalb Ihres Teams?

Es ist super, auch wenn es schade ist, dass wir nach der Vorrunde in die Relegationsrunde gehen mussten. Da haben wir gesehen, dass wir für die Relegation eigentlich auch zu gut waren.

Die Vorfreude ist natürlich groß, gerade, wenn man gegen so ein großes Programm spielt, wie es Ulm ist. Und dann auch noch in Ulm zu spielen - die haben dort einen tollen Campus.

Platz fünf in der Vorrunde, dann Platz zwei und Playoff-Qualifikation in der Relegationsrunde: Wie zufrieden sind Sie mit der bisherigen Spielzeit?

Ich glaube, wir wären auf jeden Fall auch ein Hauptrunden-Team gewesen. Wir waren und sind aber unglaublich von Verletzungen gebeutelt und hatten bislang nur ein Spiel, in dem wir mit allen Spielern auflaufen konnten - das habe ich so noch nie erlebt. Dafür, dass wir uns ständig umstellen und Spieler immer wieder eine neue Rolle einnehmen mussten, war es schon prima. Gegen Ende haben wir dann auch wieder den Basketball spielen können, den wir zeigen wollten.

Wie blicken Sie auf die Entwicklung Ihrer Spieler?

Auf jeden Fall positiv. Der jüngere Jahrgang, die 2007er, haben mir am Anfang etwas Sorgen gemacht, weil sie auch körperlich etwas kleiner sind als der 06er Jahrgang. Aber sie haben sich super entwickelt. Auch unsere Führungsspieler, wie Till Heyne, aber auch andere, sind in dieser Saison wirklich gewachsen.

Was ist in den Playoffs noch alles drin, was sind die Ziele?

Wir wollen uns so teuer wie möglich verkaufen. Uns fehlen aber viele Spieler. Das ist nicht nur für die Spieler selbst blöd, sondern sorgt auch dafür, dass wir nicht so trainieren können, wie wir es möchten.

Ulm ist in der gesamten Saison noch ungeschlagen. Wie schätzen Sie den Gegner ein?

Die haben drei herausragende Spieler, dazu einen sehr großen Jungen unter dem Korb. Und sie haben einen sehr guten Shooting Guard. Wer alle Spiele in der Hauptrunde gewinnt, der muss schon richtig gut sein. Zudem haben wir auch in einem Vorbereitungsturnier vor der Saison gegen die mit 20 Punkten verloren. Trotzdem: Man weiß nie - und jedes Spiel muss erstmal gespielt werden.

Foto: Schepp

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