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»Der Verein ist gut strukturiert«

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Kinzenbacher Duo: Peter Bätzel und Ingo Flechtner. © bir

Kinzenbach (bir). Während die Verbandsliga-Fußballer der SG Kinzenbach bis kommenden Montag, wenn die Vorbereitung auf die am 6. März beginnende Rückrunde mit der Partie gegen den RSV Weyer startet, noch Pause haben, waren die SG-Verantwortlichen um den Sportlichen Leiter Felix Henkelmann aktiv.

Und haben mit Peter Bätzel einen Nachfolger für Cheftrainer Oliver Dönges für die kommende Runde verpflichtet. »Ingo Flechtner hatte schon mehrmals bei ihm angefragt, jetzt hat es gepasst. Es war der richtige Zeitpunkt«, kommentiert Henkelmann die Verpflichtung. Der 38-jährige ist in Mittelhessen als Spieler und Trainer vor allem von seinen zwölf Jahren beim SC Waldgirmes bekannt. Der aus Battenberg stammende und jetzt in Wetter lebende Lehrer an der Lahntal-Schule in Biedenkopf begann beim FC Ederbergland mit dem Kicken, war bis 2005 beim VfB Marburg im Einsatz und spielte anschließend acht Jahre als Abwehrspieler beim SC. Anschließend folgten vier Jahre als Trainer in Waldgirmes, wobei Bätzel gerade, nachdem er mit den Lahnauern den Aufstieg in die Hessenliga geschafft hatte, den Verein verließ und Abschied vom Fußball nahm.

Warum haben Sie nach dem Höhepunkt mit dem Aufstieg Schluss gemacht?

Das hatte familiäre Gründe. Als mein drittes Kind auf die Welt kam, habe ich beschlossen, mehr Zeit mit den Kindern und meiner Frau zu verbringen. Dann habe ich fünf Jahre nichts in Sachen Vereinsfußball gemacht, habe aber in der Schule ein Talentförderprogramm Fußball geleitet.

Und warum jetzt wieder der Einstieg?

In diesem Sommer kommt die jüngste Tochter in die Schule, das war der ausschlaggebende Punkt. Fußball passt wieder in die Planung.

Warum bei der SG Kinzenbach?

Initiator war Ingo Flechtner, der Co-Trainer bei der SG ist. Wir sind seit unserer Zeit beim SC Waldgirmes, wo er auch schon Co-Trainer war, befreundet. Der Kontakt zu Kinzenbach kam über ihn. Ich hatte immer Verbindung zu ihm, und wir haben uns ausgetauscht, unter welchen Rahmenbedingungen wir arbeiten können. Das Gesamtprojekt hat gepasst. Der Verein ist gut strukturiert und weiß, welche Möglichkeiten er hat. Alle unsere Gespräche waren sehr konstruktiv, deshalb war es für mich eine einfache Angelegenheit, zur SG Kinzenbach zu gehen.

Was wissen Sie über die Mannschaft, haben Sie schon ein Spiel zuletzt gesehen?

Ich hatte mich auf den hiesigen Fußballplätzen rar gemacht, aber ich habe das Kinzenbacher Spiel in Ederbergland gesehen. Da hat die Mannschaft ein gutes Bild abgegeben. Ansonsten bekomme ich Infos von Ingo Flechtner, da werden wir sehen, an welchen Stellschrauben wir nächste Saison drehen müssen.

Bis zum Ende der Runde hat aber noch Oliver Dönges das Kommando an der Krofdorfer Straße im Heuchelheimer Ortsteil. Der 46-jährige Coach hat in der Winterpause noch keine Krankmeldungen erhalten, allerdings haben Daniel Horn, der aus Studiengründen nicht mehr regelmäßig trainieren kann und zu Leihgestern gewechselt ist, Ertugrul Gündüz (zu Germania Birklar) und Mecier Grouls den Verein verlassen. Dafür ist Sascha Timmann, der aus Hamburg nach Mittelhessen gekommen ist und schon einige Wochen mittrainiert hat, jetzt spielberechtigt und haben sich die zuletzt verletzten und für Dönges »extrem wichtigen Spieler« Timo Schmidt, Henrik Keller und Yannik Mohr einsatzbereit zurückgemeldet. Mit ihnen hat Dönges das Ziel, »in der Rückrunde mehr Punkte als in der Vorrunde holen. Dann haben wir mit dem Abstieg nichts zu tun.«

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