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»Der Verein steht über allem!«

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Von: Rolf Birkhölzer

TuBas Trainer Ibrahim Cigdem äußert sich zu seiner Kritik nach dem Zeilsheim-Spiel

Gießen (bir). Ibrahim »Ibo« Cigdem irritierte durchaus mit seinen Aussagen nach dem 2:2 seiner Mannschaft FC TuBa Pohlheim gegen den SV Zeilsheim am vergangenen Sonntag. Der Coach des Fußball-Verbandsligisten, der schon 2:0 gegen das Frankfurter Stadtteilteam geführt hatte, kritisierte dabei seine Einwechselspieler mit den Worten »Ich nehme das auf meine Kappe, denn ich habe mit meinen Einwechslungen danebengelegen. Ich habe Spieler eingewechselt, die nicht für die Mannschaft, sondern für sich selbst gespielt haben.«

In der 59. Minute waren Orkan Beslen und Liridon Krasniq für Philipp Basmaci und Mathay Arslan und in Minute 67 Alican Gültekin für Rimon Beyene eingewechselt worden. Die Zeilsheimer Gegentreffer zum Ausgleich fielen in der 65. und 85. Minute. Im Interview äußert sich der TuBa-Trainer zu seiner Aussage und dem Binnenklima im Team.

Wie haben Sie das gemeint mit Ihrer speziellen Kritik?

Es ist nicht fair gegenüber den Mitspielern, dass du, wenn du ins Spiel reinkommst, nicht alles gibst. Dann musst du brennen. Im Mannschaftssport können die Spieler nichts dafür, dass der Trainer auswechselt. Die Akteure auf dem Platz brauchen Hilfe, und die hat gegen Zeilsheim gefehlt.

Wie erklären Sie sich die schlechte Vorstellung der am Sonntag eingewechselten Spieler?

Im Fußball ist es üblich und normal, dass, auch wenn sie dreimal die Woche trainieren, Spieler am Wochenende auf der Bank sitzen. Diesmal saßen sieben Auswechselspieler draußen. Es gehört dazu, dass Spieler dann vielleicht verärgert sind, aber ich erwarte 100 Prozent Engagement und Willen von allen. Ich versuche, sportlich und professionell zu bleiben und nehme nichts persönlich. Wir müssen versuchen, alle an einem Strang zu ziehen.

Sie sind nach dem Spiel am Sonntag schnell in die Kabine geeilt, gab es schon Zoff?

Wir haben das nach dem Spiel schon besprochen. Die Mannschaft merkt, worauf ich Wert lege. Reibereien und Meinungsverschiedenheiten sind normal. Wir müssen die Fehler erkennen und verzeihen. Denn der Verein steht über allem!

Was ist mit Angreifer Ahmed Marankoz und Torwart Mustafa Yaman, die zuletzt nicht mehr zum Kader gehörten?

Mustafa hatte und hat als Polizist noch zahlreiche Stunden abzuarbeiten. Mit ihm und auch mit Ahmed werden wir uns Ende November zusammensetzen und bestimmte vereinsinterne Vorkommnisse klären.

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