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Der Vorhang fällt

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Redebedarf: Bjarne Kraushaar (links) und Tim Uhlemann treten mit den 46ers in Ulm an. © Schepp

Gießen (red). Der Vorhang fällt: Ein letztes Mal treten die Gießen 46ers in der Basketball-Bundesliga an. Der Abstieg steht ja bereits fest. Die Reihen der Mittelhessen haben sich mit den verletzungsbedingten Ausfällen von Kendale McCullum, Nuni Omot, Dennis Nawrocki und TJ Williams bereits vor dem letzten Hauptrundenspiel bei ratiopharm Ulm gelichtet.

Mit einer Rotation aus acht Spielern fahren die Mittelhessen am Sonntag nach Baden-Württemberg, um dort um 15 Uhr das Nachholspiel des 26. Spieltags zu absolvieren. MagentaSport überträgt die Begegnung ab 14.45 Uhr.

46ers-Geschäftsführer Sebastian Schmidt sagt: »Trotz der deutlichen Niederlage in Berlin hat sich unsere dezimierte Rumpftruppe in Berlin teuer verkauft. Wir haben zu jeder Zeit gekämpft und alles gegeben. Dies wollen wir auch am Sonntag bei unserem vorerst letzten BBL-Spiel in Ulm machen.«

ratiopharm Ulm - Gießen 46ers (Sonntag, 15 Uhr)

In Berlin unterlagen die Mittelhessen deutlich mit 80:109. Pete Strobl blickt auf seine vielleicht letzte Aufgabe als Gießener Trainer: »Ulm ist in jeder Hinsicht auf einem anderen Niveau als wir und hat eine tolle Saison gespielt. Obwohl wir nur noch acht Spieler haben, planen wir, diese schwierige Saison mit Klasse und Charakter zu beenden. Unsere Fans und Sponsoren verdienen es zu sehen, dass diejenigen von uns, die bleiben, bis zum Ende kämpfen.«

Die Schwaben stehen derzeit auf dem sechsten Tabellenrang, können sich aber aufgrund von noch zwei auszustehenden Partien ein paar Plätze nach vorne kämpfen.

Einen Geschmack, wie stark die Truppe von Headcoach Jaka Lakovic auftreten kann, bekamen die Gießener im Hinspiel im ersten Viertel in der Sporthalle Gießen-Ost zu spüren, wo die Spatzen mit 32:11 den Grundstein für den späteren 87:76-Auswärtserfolg legten. Damals war Jaron Blossomgame mit 16 Zählern der Top-Performer und lag dabei knapp über seinen Punkteschnitt, der mit 15.5 PpS beziffert ist.

Neben dem Ulmer Topscorer zählen Semaj Christon (14.6 PpS), Sindarius Thornwell (13.1) und derzeit verletzte Center Cristiano Felicio (11.0) zu den beständigsten Punktelieferanten, die zudem mit NBA-Erfahrung ausgestattet sind. Aber auch der deutsche Kaderteil kann sich sehen lassen. Per Günther konnte während seiner Abschiedstour in Mittelhessen mit 15 Punkten noch ein Ausrufezeichen setzen, wie auch seine Kollegen Thomas Klepeisz (12) und Karim Jallow (11). Alle drei im Verbund mit Philipp Herkenhoff kommen zusammen auf 27.6 PpS und wissen mit ihren individuellen Fähigkeiten gewinnbringende Einsatzzeit zu geben. Für die kurze Rotation der 46ers wird es ein Kraftakt werden, um den tiefen Kader von ulm ansatzweise in Schwierigkeiten zu bringen.

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