Derby und Abstiegskampf pur

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REGION - (rd). Vor ein paar Tagen hatte Marco Vollhardt Besuch von seinem künftigen Nachbarn. Der Co-Trainer des FC Gießen zieht gerade in Lindenstruth um, zwei Häuser neben Gino Parson, der mit der Rückennummer 41 (so jung ist er auch) beim TSV Eintracht Stadtallendorf unter Vertrag steht. Parson schaute also mal bei Vollhardt auf der Baustelle vorbei - obwohl sie sich am heutigen Samstag (14 Uhr) doch sowieso schon wieder sehen, wenn Eintracht Stadtallendorf beim FC Gießen in der Fußball-Regionalliga Südwest zu Gast ist.

Das Leben beider Mannschaften ist derzeit auch eine Baustelle: Tabellenvorletzter gegen den Tabellenletzten, mehr Abstiegskampf geht nicht. Das weiß auch Marco Vollhardt, der "das Wort müssen" gar nicht mag und deshalb auch vermeidet zu sagen, man "müsse" gegen den direkten Konkurrenten gewinnen. Aber "natürlich ist das ein sehr, sehr, wichtiges Spiel, das eben in Kombination mit der Mittwochspartie beim FSV Mainz 05 II richtungsweisend sein kann". Das heißt für die Gießener Elf von Trainer Daniyel Cimen, dass es sich für den mit fünf Spielen anstrengenden Januar zu positionieren gilt. "Haben wir vielleicht sechs, sieben Punkte Rückstand auf den Nichtabstiegsplatz, oder doch nur zwei oder einen." Mental sei das durchaus bedeutend, weiß Vollhardt. Und so darf, auch wenn der Co-Trainer es vermeidet, wohl schon von einem Muss-Sieg gesprochen werden. Was aber für die Gäste umso mehr gilt, die bei einer erneuten Niederlage, mit ihren derzeit sechs Punkten, die davon schwimmenden Regionalliga-Felle schon kaum noch sehen könnten.

Verletzungspech

Der FCG, der "Bonuspunkte in Freiburg wegen zwei leichten Fehlern" liegen gelassen hat, hat es nun mit Pflichtpunkten zu tun, die auf einem "Platz, der überraschend gut in Schuss ist" ohne Nikola Trkulja geholt werden sollen, denn Gießens Mittelfeldmotor, der "uns die Struktur im Spiel verleiht" (Vollhardt) hat sich in Freiburg die fünfte Gelbe Karte abgeholt. "Das ist enorm ärgerlich", weiß Marco Vollhardt, der allerdings mit Stürmer Aykut Öztürk und Defensivkraft Sascha Heil zwei zuletzt verletzte Akteure als Rückkehrer erwartet. Und so fehlen mit Jure Colak, Jann Bangert und Landu Mateus neben Trkulja nur noch drei Akteure im Kellerduell, das Gino Parson in seine alte Heimat führt. Vermutlich als Zuschauer von der Bank aus.

Da sonst keine Zuschauer erlaubt sind, freut sich der FC Gießen über Nutzer des Streams unter www.the-leagues.com/fcgiessen, den Ex-hr-Mann Werner Damm kommentiert.

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