Derbysieg Nummer zwei

Holzheim. Die HSG Pohlheim hat das mittelhessische Derby in der Männerhandball-Oberliga klar für sich entschieden. Am Freitagabend setzte sich das Team von Andi Lex im Duell mit der HSG Kleenheim-Langgöns mit 23:14 (10:7) durch, fügte den Kleebachtalern die erste Saisonniederlage zu und übernahm selbst die Tabellenführung.

»Wir haben eine richtig starke Abwehr gespielt mit einem guten Jan Wüst im Rücken. Nur 14 Gegentore sprechen, denke ich, eine deutliche Sprache. Wichtig war auch, dass wir das Tempo von Beginn an hochgehalten haben. Am Ende hatten wir dann noch deutlich mehr zuzusetzen«, freute sich Lex über den Derbysieg, war aber nicht zufrieden mit der unterschiedlichen Regelauslegung der Schiedsrichter.

HSG Pohlheim - HSG Kleenheim 23:14

Die Anfangsphase wurde dominiert von extrem starken Abwehrreihen, der aggressiven 6:0-Deckung auf Pohlheimer, der unheimlich beweglichen 3:2:1-Variante auf Kleenheim-Langgönser Seite. Und weil auch die beiden Torhüter Jan Wüst und Manuel Eckhard sofort im Spiel waren, fielen in den ersten zehn Minuten nur vier Treffer (2:2).

Nachdem sich Leon Friedl (13.) mit dem ersten wirklichen Foul der Partie direkt die Rote Karte eingehandelt hatte, wurde das Derby hitziger. Bis zu Legers 5:4 (14.) legten die Gäste vor, leisteten sich im Anschluss aber doch einige technische Fehler. Und da zudem die Torgefahr aus dem Rückraum fehlte, drehte die Lex-Sieben die Partie (7:5, 21.) und zog nach Nikolas Happels Tor sogar auf 10:6 (28.) davon.

Zu Beginn der zweiten Hälfte sorgte zunächst Stefan Lex mit drei Treffern dafür, dass die Pohlheimer Führung konstant blieb (13:9., 38.). Weil sich die SGK-Akteure aber an der Gastgeber-Deckung mehr und mehr die Zähne ausbissen und sich die vielen Ausfälle doch bemerkbar machten, wuchs die Führung dann schnell entscheidend bis auf 16:10 (46., Moritz Lambrecht) an. Die Gäste kämpften zwar verbissen um den Anschluss, weil Wüst aber in dieser Phase auch noch mehrere freie Einwurfchancen zunichtemachte, wurde es mit einem Comeback der Wendlandt-Sieben nichts mehr. So konnte Pohlheim spätestens nach Dennis Weisels 19:12 (55.) über den Derbysieg und die Tabellenführung jubeln.

»Es waren mehrere Faktoren, die heute zu unserer Niederlage geführt haben. Die Ausfälle sind natürlich zu nennen. Zudem haben wir auch unheimlich viel liegengelassen und auch einige Bälle weggeworfen. Man muss aber auch sagen, dass Pohlheim stark gedeckt und auch seine individuelle Klasse ausgespielt hat«, musste SGK-Trainer Matthias Wendlandt eingestehen.

HSG Pohlheim: Schlegel, Wüst - Friedel, Happel (3), Weisel (3), Stefan Lex (6), Niclas (1), Drommershausen (2), Lambrecht (3), Kludt, Gilbert (2/2), Christoph Träger, Johannes Träger (1), Wagner (2).

HSG Kleenheim-Langgöns: Weber, Eckhard - Hantl, Straßheim (1), Patt, Keil, Mohr, Spieß (4/3), Kollmann (2), Leger (2), Friedrich (3), Wolf (1), Lang, Scheibel (1).

Schiedsrichter: Ernst/Henkel (Idstein/Rüsselsheim). - Zuschauer: 250. - Zeitstrafen: drei (Niclas zwei, Gilbert) - vier (Eckhard, Patt, Kollmann, Friedrich). - Rote Karte: Friedl (13.), Stefan Lex (60.). - Siebenmeter: 4/2 - 6/3.

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