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Derbysieger, Derbysieger

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Waldgrimes . Der SC Waldgirmes hat in der Fußball-Hessenliga nach einem halben Jahr wieder eine Heimniederlage hinnehmen müssen. Die Lahnauer unterlagen am Samstag bei typischem Aprilwetter dem FSV Fernwald verdient mit 2:4 (1:1).

SC Waldgirmes - FSV Fernwald 2:4

Niederlagen sind ärgerlich, Derbyniederlagen meist noch ein bisschen mehr. Angesichts der zuletzt starken Leistungen zuhause gegen die Hochkaräter der Liga hatten sich die Gastgeber gegen die Gäste aus Fernwald mehr ausgerechnet. »Wir waren heute bei weitem nicht so präsent und zweikampfstark wie sonst«, fiel die Analyse des aufgrund des Ausfalls des Neuhof-Spiels ausgerechnet gegen seinen ehemaligen Verein noch gesperrten und am Spielfeldrand mitleidenden Kian Golafra ebenso kurz wie zutreffend aus.

Bei Sonnenschein begannen die Hausherren stark und kamen früh zu ihrer ersten Torchance. Barboros Koyuncu, auf der »Zehn« wie sein Pendant Erdinc Solak auf FSV-Seite, Taktgeber seines Teams, zog an zwei Gegenspielern und an FSV-Keeper Mithat Sahin vorbei und brachte das Leder flach an den langen Pfosten, wo Natnael Tega es ans Außennetz statt zur Führung ins verwaiste Tor nagelte (5.). Die sollte dann einige Minuten später Lukas Fries erzielen, der einen Eckball von Koyuncu aus fünf Metern einköpfte (12.).

Der Rückstand beeindruckte die von der Spielanlage und den Ideen her besseren Gäste aber kaum. Konnte SC-Schlussmann Maik Buss einen feinen Schlenzer von Solak noch um den Pfosten drehen (14.), besorgte Ceyhun Dinler nach der anschließenden Ecke aus acht Metern den Ausgleich (15.). Die Begegnung blieb bis zur Pause intensiv und ausgeglichen, der böige Wind und Graupelschauer machten es den Akteuren allerdings nicht einfacher. Mit der nach dem Wiederanpfiff wieder scheinenden Sonne wurde auch das Spiel wieder besser. Für die Gäste scheiterten der starke Solak und Yannis Grönke kurz hintereinander am prächtig reagierenden Buss (60.), auf der anderen Seite hatten Natnael Tega (50.) und Koyuncu ebenfalls den Führungstreffer auf dem Fuß (64.). Den erzielten nach einem langen Abschlag von Keeper Sahin dann die Gäste, als Solak im Eins-zu-Eins gegen Buss Sieger blieb (66.).

Zwar versuchte der SCW meist über die sich auf den Außenbahnen mühenden Enes Cinemre und den wohl nach Stadtallendorf wechselnden Joshua Enobore dem Spiel nochmals eine Wende zu geben, die Gäste schraubten aber durch Brian Mukasa (76.) und Tim Richter (82.) nach blitzsauberen Kontern das Ergebnis nach oben. Lukas Fries blieb es vorbehalten, nicht nur das erste Tor der Begegnung, sondern erneut nach einer Ecke auch das letzte zu erzielen (88.). »Wir hatten jetzt zwei Spielausfälle und wussten nicht so recht, wo wir stehen. Dafür haben die Jungs das heute überragend gemacht«, freute sich Fernwalds Trainer Daniyel Bulut.

Mario Schappert hingegen war bedient: »Uns fehlte es über weite Strecken an Ballsicherheit und Ordnung. Das war heute ein echt gebrauchter Tag«.

Waldgirmes: Buss - Cinemre, Schmidt, Fries, Enobore - Stephan (74. Fürbeth) - Fürstenau, Böttcher (46. Schneider), Koyuncu - Erben (64. Hartmann), Tega.

Fernwald: Sahin - Bender, Goncalves, Dinler, Burger - Hendrich - Freese (58. Grönke), Hofmann, Solak, Mukasa (85. Schäfer) - Richter (85. Okada).

Schiedsrichter: Wecht (Heppenheim). - Zuschauer: 280. - Tore: 1:0 Fries (12.), 1:1 Dinler (15.), 1:2 Solak (66.), 1:3 Mukasa (76.), 1:4 Richter (82.), 2:4 Fries (88.).

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