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Derbyzeit in Langgöns

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Mit dem TSV Lang-Göns erwartet Wettenberg-Trainer Bastian Panz einen Gegner, der nur schwer auszurechnen ist. © Bär

Gießen (mcs). War es bislang ausschließlich das Coronavirus, das zuletzt für reichlich Spielabsagen sorgte, so könnte nun das plötzlich einsetzende Winterwetter den Spielplan der Fußball-Gruppenliga im wahrsten Sinne des Wortes noch durcheinanderwirbeln. Nach aktuellem Stand sind immerhin vier der fünf heimischen Vertreter im Einsatz und begeben sich am Sonntag auf die Jagd nach Punkten.

Die Partie der TSG Heuchelheim beim VfB Wetter wurde schon vor geraumer Zeit auf den 4. Mai verlegt. Um 15 Uhr wird die SG Kesselbach/Odenhausen/Allertshausen versuchen, beim SV Emsdorf den ersten Sieg der Rückrunde einzufahren. Eine schwere Aufgabe erwartet um 16.15 Uhr den weiterhin dezimierten MTV 1846 Gießen beim Tabellenachten, der SG Waldsolms. Bereits um 15 Uhr kommt es in Langgöns zu einem Gießener Sportkreis-Duell, in dem der gastgebende TSV die FSG Wettenberg empfängt.

TSV Lang-Göns - FSG Wettenberg (Sonntag, 15 Uhr): Während die Elf von Trainer Marc Becker in diesem Jahr erst zwei Partien absolvieren konnte und die letzten beiden coronabedingt absagen musste, haben die Wettenberger alle vier Spiele bestritten und dabei satte sieben Punkte gesammelt. Doch auch wenn es den Herren aus dem Gleiberger Land dadurch gelang, vier Punkte zwischen sich und den ersten Abstiegsplatz zu legen, herrscht nach dem Start keine restlose Zufriedenheit. »Hätte uns vorher einer gesagt, dass wir sieben Punkte aus den ersten vier Spielen holen, wären wir total zufrieden gewesen. Ganz besonders wichtig waren die Erfolge in den »Sechs-Punkte-Spielen« gegen Bicken und Büblingshausen. Aber wenn man sich die Spiele in Schröck (2:2) und gegen Waldsolms (4:5) anschaut, dann muss man sagen, dass auch mehr drin gewesen wäre«, ist FSG-Trainer Bastian Panz nicht verborgen geblieben, dass sein Team in beiden Spielen zwischenzeitlich führte, doch am Ende nur einen Zähler einstrich. »Aber wir wollen uns darüber nicht beschweren. Wichtig für mich war, dass wir gut aus der Pause gekommen sind, gut gespielt und in allen Spielen absolut auf Augenhöhe agiert haben.«

In Burg überzeugt

Da der kommende Gegner TSV Lang-Göns, der mit elf Punkten nach wie vor auf dem letzten Platz liegt und ob der Spielausfälle keine Möglichkeit hatte, seine Ausgangslage zu verbessern, aber sicherlich auch einer ist, gegen den sich die Wettenberger etwas ausrechnen, kommt dem Spiel am Sonntag doch eine gewisse Bedeutung zu. Während der TSV mit einem Heimsieg den Anschluss herstellen will, wollen die Wettenberger ihr Polster zu den Abstiegsplätzen weiter vergrößern. »Da ihre letzten Spiele ausfallen mussten, fällt eine Einschätzung schwer. Beim 2:2 in Burg haben sie mich aber überrascht. Dennoch müssen wir den Fokus eindeutig auf uns und unsere Leistung legen. Es ist ganz klar ein wichtiges Spiel, in dem Lang-Göns sicherlich einen größeren Druck hat. Wir dagegen könnten uns mit einem Erfolg noch weiter absetzen«, blickt Panz voraus.

Dieser hat trotz mancher Ausfälle - wie die von Moritz Petzold oder Moritz Panz - seinen Kader weitestgehend beisammen, was in diesen Zeiten keine Selbstverständlichkeit darstellt. Sorgen bereitet einzig die Torhüterposition, wo am vergangenen Wochenende mit Alessandro Capolongo nach Mykhalo Bilenkyy, Kevin Hess sowie Leon Prediger bereits der Torhüter Nummer vier in dieser Saison sein Können zwischen den Pfosten unter Beweis stellen musste. Und doch gibt es auch gute Nachrichten in dieser Hinsicht. »Bei Mykhalo drohte ja sogar ein Karriereende, glücklicherweise ist das nicht eingetreten. Er konnte sogar schon wieder langsam ins Training einsteigen. Das sind für ihn und uns natürlich tolle News«, so Panz.

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