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Die bessere Mentalität ist im Derby gefragt

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Von: Rolf Birkhölzer

Gießen (bir). Das Derby der beiden mittelhessischen Fußball-Verbandsligisten FC Turabdin Babylon Pohlheim und der SG Kinzenbach am 13. Spieltag, das um 15 Uhr auf dem Sportplatz in Holzheim angepfiffen wird, ist ein Duell zweier abstiegsgefährdeter Mannschaften, die beide die Punkte dringend brauchen.

TuBa Pohlheim - SG Kinzenbach (So. 15 Uhr)

Der Gast aus dem Heuchelheimer Ortsteil steht als Tabellen-Vierzehnter schon auf einem Abstiegsplatz, und die morgigen Gastgeber rangieren direkt über dem Relegations-Teilnehmer drei Plätze höher und mit 14 Punkten vier Zähler besser. Und während die Kinzenbacher zuletzt nach dem 1:3 gegen den FC Ederbergland jetzt fünf Niederlagen in Folge quittieren mussten, gehen auch die Pohlheimer nicht mit einem Erfolgserlebnis in das Derby. Am Mittwoch verlor TuBa beim VfB Marburg mit 2:3. Aber ärgerlicher als das Ergebnis beim Tabellenführer, das nach einem 2:0-Rückstand und zwischenzeitlicher Aufholjagd zum 2:2 erst in der Schlussphase zustande kam, sind die Platzverweise für gleich drei TuBa-Spieler. Kurz vor der Halbzeitpause sah Marius Klotz zusammen mit dem Marburger Lamin Kamara ebenso wegen unsportlichen Verhaltens die Rote Karte wie Gani Sevim in der Nachspielzeit. Zuvor musste noch der schon mit Gelb vorbestrafte Torschütze Kevin Rennert wegen Meckerns gegenüber dem Schiedsrichter mit Gelb-Rot vom Platz.

»Durch seine individuelle Klasse hat Marburg gewonnen, aber meine Mannschaft hat ein sehr gutes Spiel, von der Einstellung her und auch spielerisch, abgeliefert. Wir hatten Marburg am Rande einer Niederlage, aber wenn du unten stehst, verlierst du solche Spiele. Wir haben derzeit personelle und qualitative Probleme, aber wir haben auch keinen Kader für die Spitzengruppe«, stellt TuBa-Coach Ibrahim Cigdem klar und prognostiziert für die morgige Partie: »Das Team mit der besseren Mentalität wird die größeren Siegchancen haben. Wenn meine Mannschaft so spielt wie in Burg und Marburg, werden wir gewinnen.«

Aber zunächst hat Cigdem Mühe, elf Spieler auf den Platz zu schicken. So fallen weiterhin die angeschlagenen Helmut Schäfer, Ahmed Marankoz, Ruben Hamann, Gabriel Gülec und Mathay Arslan aus, und nach den Feldverweisen jetzt noch Kevin Rennert, Marius Klotz und Gani Sevim. Wieder im Kader ist der zuletzt gelb-rot gesperrte Liridon Krasniq.

»Durch die Niederlagenserie sind wir auf einer Position, auf der wir nicht stehen wollten, aber die sind gegen starke Gegner zu verkraften. Vielmehr haben uns die Niederlagen davor gegen drei Aufsteiger, gegen die wir nur einen Punkt geholte haben, in diese Situation jetzt gebracht«, bilanziert SG-Trainer Peter Bätzel, um dann nach vorne zu blicken: »Wir haben jetzt zwei Derbys vor der Brust, erst Pohlheim, dann anschließend Waldgirmes II, da müssen wir versuchen, mit dem Derby-Charakter uns aus dieser Lage herauszuziehen. Mit TuBa treffen wir auf einen Gegner, der auch nicht vor Selbstvertrauen strotzt. Wir erinnern uns lieber an den 1:0-Erfolg im Kreispokal-Finale gegen TuBa letzte Saison, daran wollen wir anknüpfen.«

Bei der Aufstellung für morgen muss Bätzel berücksichtigen, dass die angeschlagenen Emre Yener und Nicolas Pantke und wahrscheinlich Tommy Ried wegen Krankheit ausfallen. Trainingsrückstand haben noch Yannik Mohr, Nicolas Anker und Pascal Sajonz.

Aufgebot von TuBa Pohlheim: R. Alpsoy, Yaman, Pektas, Beyene, Jovic, Parson, Basmaci, Krasniq, Gültekin, Sidon, Beslen, N. Alpsoy, Marankoz.

Aufgebot der SG Kinzenbach: N. Mohr, Flechtner, Yildirim, Schmidt, Jörg, Kenne Wa, Kipper, Purdak, Güngör, J. Alber, Ried, Keller, Nicolai, S. Alber, Safar, Akin, R. Sajonz,

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