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Die Höhen überwiegen

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Voller Einsatz in der Hinrunde - auch in der Rückrunde? Leon Mattig - hier im Duell mit dem Langgönser Thomas Acar - will mit den TSF Heuchelheim oben dranbleiben. © Bär

Heuchelheim (mol). Eine Vorrunde mit Höhen und Tiefen liegt in der Fußball-Gruppenliga hinter den Turn- und Sportfreunden aus Heuchelheim, die nach gutem Start beispielsweise drei Niederlagen am Stück und darauffolgend sechs Siege in Serie sahen. Unter dem Strich überwog aber definitiv die Zufriedenheit, denn das Jahr 2021 schloss das Team des Trainergespannes Daniel Marx und Yannik Pauly auf Rang vier ab.

»Das ist eine schöne Momentaufnahme, aber natürlich ist der Abstand nach hinten deutlich geringer als der nach vorne. Da wir im Sommer ein paar Spieler aus tieferen Klassen hinzubekommen haben, hat der Anpassungsprozess doch einen Moment gebraucht. Aber ab dem sechsten Spieltag waren wir da. Gegen Ende sind beispielsweise mit Kreiling, Lotz oder Lau gleich mehrere Innenverteidiger ausgefallen, sodass wir das nur bis zu einem gewissen Punkt kompensieren konnten. Dennoch fällt das Fazit positiv aus. Die Neuen haben ihre Rollen gefunden. Mit Noel Mehari haben wir einen echten Durchstarter aus der eigenen U19«, zog Pauly Bilanz.

Auch mit der Vorbereitung zeigt sich das Trainerteam der Weiß-Blauen einverstanden, die Trainingseinheiten und auch die Intensität waren zufriedenstellend. Was sich auf die Testspiele allerdings nur bedingt übertrug. »Da muss man sagen, dass wir unsere defensive Stabilität noch nicht wiedergefunden haben und zu viele Gegentore kassiert haben. Nico Lotz nach längerem Auslandsaufenthalt und Tim Kreiling nach längerer Verletzung brauchen noch ein wenig Zeit. Gleiches gilt für Kevin Kiesswetter, der nach muskulärer Verletzung noch nicht fit ist«, führt Pauly aus. Ansonsten müssen die Heuchelheimer zunächst mit weiteren personellen Problemen klarkommen. So fällt Felix Lau mit Hüftproblemen noch eine Weile aus, Tobi Schmitt, mit zwölf Treffern bislang bester Torjäger, tritt aus privaten Gründen kürzer.

Mit Davon Angelo Ferdek konnte vom FC Gießen II aber eine Offensivkraft gewonnen werden, die schon angedeutet hat, dass sie eine Verstärkung sein kann. Auch Finn Hörr (kam aus Waldgirmes) konnte in den ersten Wochen überzeugen und dürfte eine Option für die Außenverteidiger-Position darstellen. Ebenfalls einen starken Eindruck hinterließ auf der Innenverteidiger-Position der junge Jonah Buß, der aus der zweiten Mannschaft hochgezogen wurde. »Alle drei Spieler sind Jahrgang 2002 und spielen ihre erste Saison bei den Aktiven. Die Zeichen stehen auf Verjüngung«, so Pauly.

Dieser tritt mit seinem Team zum Auftakt der Rückrunde auswärts an und hat mit dem Gastspiel bei der SpVgg. Leusel, die aktuell nur zwei Zähler weniger aufweist als die TSF, direkt eine schwere Aufgabe vor der Brust. »Leusel hat nach dem Trainerwechsel zurück zu alter Stärke gefunden. Mit Celiksoy und Lerch stehen ihnen zwei Top-Innenverteidiger zur Verfügung, die unheimlich schwer überspielt werden können. Die große Stärke ist neben der defensiven Kompaktheit das unheimlich schnelle Konter- und Umschaltspiel. Ich erwarte Leusel sehr stark in der Rückrunde«, betont Pauly, der aber hofft, die gute Tabellenposition verteidigen zu können. »Wenn man auf Platz vier steht, möchte man diesen Platz natürlich nicht mehr hergeben. Aber wir machen uns keinen Druck und wollen unseren Fußball in der Rückrunde weiter verbessern.«

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