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»Die Niederlage war unnötig«

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Gießen. Der FSV Fernwald schließt die Vorrunde in der A-Gruppe der Fußball-Hessenliga im letzten Spiel vor der Winterpause mit einer 1:2 (0:1)-Niederlage beim Hünfelder SV ab.

Hünfelder SV - FSV Fernwald 2:1

Das hat keine Auswirkungen auf den weiteren Verlauf, da das Team von Trainer Daniyel Bulut bereits vorher für die Aufstiegsrunde, an der die ersten fünf Teams der Gruppen A und B teilnehmen, qualifiziert war.

Auch den Osthessen nützt der Dreier nichts mehr, denn sie standen schon vor der Partie als Teilnehmer der kommenden Abstiegsrunde fest. »Der Druck war zwar schon vorher weg, aber wir wollten gewinnen. Wir waren auch über das ganze Spiel hinweg optisch überlegen, aber im letzten Drittel hat die Durchschlagskraft gefehlt. Die Niederlage war unnötig«, bemängelte FSV-Coach Bulut, der beim späten Ausgleich schon auf einen Punkt gehofft hatte. Aber seine Mannschaft entschied sich bei der Frage »Punkt sichern oder auf drei Zähler spielen« laut Bulut für die Variante »Alles oder Nichts« - und verlor beim 1:2 zwei Minuten vor dem Abpfiff doch noch diesen einen, fast sicher geglaubten Punkt.

Der FSV, der ohne seine angeschlagenen Stammkräfte Samuel Sesay, Nicolas Strack, Brian Mukasa, Malte Simon und Yannik Grönke antrat, bleibt Tabellenvierter, da Verfolger SV Neuhof ebenfalls verlor. Zwar hatten die Gäste nach drei Minuten schon den ersten Torabschluss durch Patrick Markiewicz, den SV-Keeper Benedikt Kaiser abwehren konnte, aber in der Folge waren nur noch Erdinc Solak (13.) bei einem von Kaiser abgewehrten Ball und Nils Schäfer (30.), der einen Distanzschuss zu hoch ansetzte, der Führung nahe.

Die gelang dem gastgebenden Rangneunten durch den die Torschützenliste anführenden Andre Vogt, der nach Zuspiel von Leon Zöll mit seinem 13 Saisontreffer das 1:0 (42.) besorgte. Zuvor hatte FSV-Torwart Mithat Sahin (17., 38.) zweimal gegen Vogt geklärt und war auch zur Stelle, als Christoph Sternstein eine Minute vor der Pause alleine vor dem FSV-Gehäuse auftauchte. Vier Minuten nach dem Wechsel fast der Ausgleich für die Gäste, aber Gastgeber-Keeper Kaiser entschärfte einen direkten Freistoß von Solak mit einer Glanzparade.

Während die Fernwalder im zweiten Durchgang zunächst im Spiel nach vorne etwas nachließen, verstärkten die Osthessen ihre Offensivaktionen, und Lukas Budenz (58.) verpasste ganz knapp den Ausbau der Führung. Dafür wurden die Fernwalder für ihren kämpferischen Einsatz belohnt, als Tim Richter in der 81. Minute mit seinem sechsten Saisontreffer das 1:1 gelang und die Hoffnung auf einen Punkt nährte.

Doch in die folgende Drangphase der Gäste platzte die erneute Führung der Gastgeber, für die der völlig freistehende Aaron Gadermann zum 2:1 (88.) traf. Ärgerlich für Bulut und seine Fernwalder, aber was soll’s, die Play-Off-Runde ist sicher.

Hünfelder SV: Kaiser - Fuß, Quanz, Haeuser, Dücker, Vogt, Sternstein (75. Lovakovic), Krieger, Zöll (46. Gadermann), Budenz (86. Faulstich), Alles.

FSV Fernwald: Sahin - Kaguah, Burger, Freese, Goncalves (76. Dursun), Solak, Markiewicz (59. Luc), Richter, Schäfer (61. Vural), Dinler, Goebel.

Tore: 1:0 Vogt (42.), 1:1 Richter (81.), 2:1 Gadermann (88.). - Schiedsrichter: Eick (Alsfeld). - Zuschauer: 78.

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