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Die Not in der Eintracht-Abwehr

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Frankfurt (pep). Die personelle Situation bei der Frankfurter Eintracht bleibt angespannt. Beim Auswärtsspiel am Samstag in Dortmund werden die verletzten Philipp Max, Kristijan Jakic, Hrvoje Smolcic und Jesper Lindström weiter fehlen. Auch der Einsatz von Evan Ndicka ist fraglich. Bei Junior Dina Ebimbe gibt es neue Fragezeichen.

Ndicka konnte wegen Hüftproblemen auch am Mittwoch nicht mit den Kollegen trainieren. Und Ebimbe hat die Übungseinheit kurz vor dem Ende abgebrochen. »Ich habe bei den Sprints etwas an den Adduktoren gespürt, aber es ist nichts Schlimmes«, sagte er kurz darauf. Die medizinischen Untersuchungen haben dies bestätigt, der 22 Jahre alte französische Mittelfeldspieler will am Donnerstag schon wieder trainieren. Gegenüber dem Spiel gegen Mönchengladbach am letzten Samstag wird mit Mario Götze nach Sperre ein weiterer Spieler zum Kader stoßen.

Das Training am Mittwoch verfolgten bei strahlendem Sonnenschein gut 1500 Zuschauer. Danach standen die Spieler bereit für Autogramme und Selfies, die Begeisterung war vor allem bei den Kindern groß. Die größten Sorgen dürften den Frankfurter Trainer bei der Besetzung seiner Defensivabteilung plagen. Auch in Dortmund könnte wieder der gelernte Außenverteidiger Christopher Lenz die Notlösung auf der linken Innenposition der Dreierkette sein. So jedenfalls hat es Oliver Glasner auch beim Trainingsspielchen mangels großer Alternativen getestet. Von der U21 trainiert diese Woche Abwehrspieler Dario Gebuhr mit. Wichtige Aufgaben könnten in den letzten Wochen der Saison auf zwei andere Spieler zukommen. Da ist zum einen Almamy Touré, der nach einigen kürzeren und längeren Verletzungspausen mal wieder auf dem Platz steht. Zuletzt hatte er bei Glasner keine Rolle mehr gespielt, aber vor einem Jahr war die Situation ähnlich und dann hatte Touré in den wichtigen Europapokalspielen aus dem Stand heraus überzeugen können

Und da ist eben Ebimbe, der vor seiner Verletzung (Syndesmosebandriss) sowohl als Außenverteidiger als auch als defensiver Mittelfeldspieler durchaus gute Spiele abgeliefert hatte. Die Position sei ihm ziemlich egal, sagt er, als Spieler müsse man sein »Ego hinten anstellen«. Gegen Mönchengladbach hat Ebimbe schon eine erste Bewährungsprobe bestanden. Für 35 Minuten hatte es nach knapp zwei Trainingswochen gereicht. Sollte die Probleme aus dem Mittwochstraining tatsächlich nur geringer Natur sein, wäre Ebimbe ein Kandidat für mehr.

»Gegen Gladbach war ich eigentlich nur bei 50 Prozent«, sagte er im Rückblick, »aber ich habe mit 110 Prozent Herz gespielt.« Damit hatte er für viel neuen Schwung gesorgt. Das lieben die Fans und das liebt der Trainer. Ob Ebimbe sich am Samstag schon einen Einsatz von Beginn an zutraut, ließ er selbst offen: »Das muss der Trainer entscheiden«. Glasner freilich wird mit Blick auf die wichtigen nächsten Spiele, vor allem das Pokal-Halbfinale in Stuttgart, vorsichtig sein und sicher kein Risiko eingehen.

Ebimbe wird nun auch langfsritig bei der Eintracht bleiben. Für diese Saison ist er von Paris St. Germain nur ausgeliehen, doch die Eintracht hat die im Vertrag vereinbarte Kaufoption in Höhe von angeblich 6,5 Millionen Euro bereits gezogen, wie Sportvorstand Markus Krösche dieser Zeitung mitteilte. Der neue Vertrag läuft bis 2026. Von all den jungen Spielern im Kader hat Ebimbe in dieser Saison den größten Sprung gemacht. Dass er selbst auch gerne bleiben wollte, ist kein Geheimnis.

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