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Die Rackelos im anderen Gewand

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Von: Christian Nemeth

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Heute noch im Dress der BBA Gießen 46ers, aber vielleicht schon bald die Stars von morgen (h.v.l.): Hannes Bergmann, David Riemer, Christian Mann, Finn Döntgens, Terry Winn III, Christopher Herget; (v.v.l.): Athletiktrainer Yanneck Strohl, Yuma Janeck, Yahel Hadas, Jon Ukaj, Till Heyne, Detwan Andrews, Orkun Mehmed, Headcoach Ivica Piljanovic. Es fehlen: Co-Trainer Tobias Bender, Tristan Göbel, Lorenz Kohl, Bardh Istrefi.Foto: BBA Gießen 46ers © BBA Gießen 46ers

Gießen (cnf). Neben den beiden Aufsteigern Lich Basketball und TSG Söflingen ist die neu an den Start gehende Basketball Akademie Gießen 46ers das dritte frische Gesicht für die anstehende Saison in der 1. Basketball-Regionalliga Südwest. Die Akademie, die aus dem mittlerweile aufgelösten ProB-Team der Gießen 46ers Rackelos resultiert, soll als neues Bindeglied zwischen der ProA-Auswahl der 46ers und dem Gießener Nachwuchs-Programm (NBBL, JBBL) fungieren und junge Spieler an den Seniorenbereich heranführen.

Schnittmengen gibt es aber auch mit dem ProB-Aufsteiger Gießen Pointers.

So wundert es wenig, dass die Akademie mit einem Kader aufwartet, der gleich neun Gießener NBBL-Korbjäger in sich birgt. Mit Yuma Janeck (Shooting Guard) sowie Small Forward Hannes Bergmann finden sich ferner zwei Akteure im Aufgebot, die ihre NBBL-Zeit gerade erst hinter sich gelassen haben und die zudem mit einer Doppellizenz für die Pointers ausgestattet sind. Ergänzt werden die zahlreichen Youngsters durch den 27-jährigen US-Amerikaner Terry Winn, der dem Team Stabilität verleihen soll und zuletzt in der australischen Profiliga bei den Adelaide 36ers unter Vertrag stand. Winn soll vornehmlich für die Regionalliga-Truppe auflaufen, wird aber auch dem ProA-Trainingskreis angehören. Ebenfalls zum neuen Regionalliga-Team zählen Guard Orkun Mehmed (MTV Gießen) sowie David Riemer (BC Marburg).

Das sportliche Sagen werden zwei Gesichter haben, die mit der heimischen Basketball-Szene bestens vertraut sind: Neuer Headcoach ist Ivica Piljanovic (46), zuletzt Assistenztrainer bei den Rackelos. Ihm wird Tobias Bender (27), der zugleich als Gießener JBBL-Coach agiert, zur Seite stehen.

»Es ist alles etwas turbulent und es entwickelt sich alles rasant«, kommentiert Piljanovic die Anfangszeit mit seinem neuen Team und ergänzt: »Es ist keine ganz einfache Aufgabe und ich habe Respekt davor, aber ich freue mich darauf.« Mit dieser Einschätzung spielt der Übungsleiter unter anderem auf die verschiedenen heimischen Teams an, in denen seine Schützlinge zum Teil mit Doppellizenzen ausgestattet sind sowie auf den Aspekt, dass ein häufiges gemeinsames Training nicht immer möglich sein wird: »Das könnte kompliziert werden. Die Frage ist: Wenn Du manche Leute in der Woche nur einmal im Training hast. wie schnell kannst Du da eine Einheit werden?« Letztendlich glaubt Piljanovic aber, dass alle beteiligten Akteure - von ProA bis NBBL - einen guten Weg finden werden, um das Regionalliga-Team auf einem gesunden Fundament basieren zu lassen.

Auch wenn individuelle Trainingseinheiten bereits seit mehreren Wochen absolviert werden, konnte die Akademie erst in der zweiten September-Woche ins geordnete Mannschaftstraining einsteigen. Entsprechend gilt es abzuwarten, wie schnell sich die junge Truppe einspielen kann. Immerhin ein Vorteil: So mancher Gießener Korbjäger kennt sich bereits aus anderen Vereinskontexten.

Hauptziel für die kommende Spielzeit sei es, »die Jugendspieler weiterzuentwickeln«. In sportlicher Hinsicht werde freilich der Klassenerhalt angestrebt, auch wenn sich erst noch zeigen müsse, ob die 1. Regionalliga - und nicht etwa die 2. Regionalliga - die »richtige Spielklasse« für die junge Truppe sei. »Wir denken von Spiel zu Spiel«, betont Ivica Piljanovic, der grundsätzlich zuversichtlich klingt und es ferner sehr begrüßt, dass nun ein Team existiert, in dem vor allem NBBL-Akteure im gehobenen Senioren-Bereich zum Einsatz kommen können, und in dem auch, über Tobias Bender, eine vertiefte Harmonisierung mit der Gießener JBBL-Truppe stattfinden kann.

Los geht es am kommenden Sonntag (16 Uhr) mit der ersten Dienstreise zu den Sunkings Saarlouis und ihrem überregional bekannten US-Guard Ricky Easterling. »Allein der hat eine Qualität, von der unsere jungen Spieler nur lernen können«, sieht Piljanovic bereits im ersten Pflichtduell einen sportlichen Mehrwert.

Kleiner lokaler Ausblick: Zum Hinrunden-Derby gegen den heimischen Kontrahenten Lich Basketball wird es am 20. November in der Sporthalle Gießen-Ost kommen.

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