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Die Suche nach dem Mut

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Waldgirmes (frl). Die Saison der Fußball-Hessenliga geht in die entscheidende Phase. Dass der Kampf um den Klassenerhalt noch einmal so spannend wird, hatte der SC Waldgirmes eigentlich nur für den ungünstigsten Fall befürchtet. In die Winterpause sind die Lahnauer mit acht Punkten Vorsprung auf den nach jetzigem Stand wahrscheinlichen und derzeit vom SV Neuhof belegten Relegationsplatz gegangen.

Der Vorsprung hat sich vor dem wichtigen Auswärtsspiel beim noch stärker abstiegsbedrohten TuS Dietkirchen am Samstag allerdings auf drei Zähler reduziert. Sollten die Osthessen ihr Nachholspiel gegen Gießen gewinnen, sind sie sogar punktgleich. »Wir haben durchaus selbstkritische Spieler im Kader und wissen um die prekäre Situation. Ich denke aber, dass das Umfeld nervöser ist als wir. Außerdem ist es aus meiner Sicht der falsche Ansatz, jetzt schon zu überlegen, was wäre, wenn die nächsten zwei Spiele (nach der Partie in Dietkirchen kommt Weidenhausen in die Lahnaue, Anm. d. Redaktion) umgehen«, hat sich SCW-Trainer Mario Schappert intensiv mit der aktuellen Situation beschäftigt.

TuS Dietkirchen - SC Waldgirmes (Sa., 16 Uhr)

In einer noch schwierigeren Lage befindet sich der TuS Dietkirchen, der mit vier Zählern weniger den drittletzten Tabellenplatz belegt. »Wir werden unsere Punkte gerade zuhause noch holen. Da für uns schon vom ersten Spieltag an klar war, dass es nur um den Klassenerhalt geht, ist der Druck sicher nicht so groß wie bei den Vereinen, die nicht damit gerechnet haben, um den Abstieg mitzuspielen«, bringt es TuS-Coach Steffen Moritz auf den Punkt.

Was macht dem SC Waldgirmes also Mut für die anstehende Aufgabe? Die eigenen Auftritte und Ergebnisse zuletzt? Bedingt. Die Lahnauer holten nach der Winterpause nur vier Punkte aus sieben Spielen und zeigten dabei sehr unterschiedliche Leistungen. Bei der knappen Auswärtsniederlage am Gründonnerstag beim Tabellenzweiten in Gießen stimmten aber (wie meistens) Einstellung und Teamspirit. Das Restprogramm? Acht Spiele hat der SCW noch vor der Brust, vier auswärts und vier zuhause. Mit Dietkirchen, Weidenhausen und Eddersheim geht es noch dreimal gegen Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt. Insofern hat es die Schappert-Elf noch selbst in der Hand, die für den Klassenerhalt notwendigen Zähler zu holen. Die Form der Abstiegsmitkonkurrenten? Auf die sollte der SCW besser nicht setzen, da mit Ausnahme des abgeschlagenen Schlusslichts TSV Steinbach II alle anderen Teams zuletzt eifrig punkteten und nicht zu erwarten ist, dass dieser Trend sich ändert. Die Erfahrung der Mannschaft? Ganz sicher. Die Lahnauer haben sehr erfahrene und routinierte Spieler, zudem hat das Team schon des Öfteren bewiesen, dass es mit Drucksituationen umgehen kann.

Personell können beide nicht mit voller Kapelle antreten. Während die Dietkirchener auf den gesperrten Kevin Kratz und Niklas Schmidt verzichten müssen, fehlen bei den Gästen aus dem Lahnauer Ortsteil weiterhin die Langzeitverletzten. Der zuletzt so vermisste Kreativspieler Kevin Bartheld ist hingegen wieder dabei, der Einsatz des angeschlagenen Karl Cost noch fraglich.

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