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Die Tücken der Aufstiegsrunde...

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Gießen (mol). Richtig Fahrt nehmen so langsam die Auf- und Abstiegsrunden der heimischen Fußballligen auf. Mit dem nun auf dem Plan stehenden vierten Spieltag nähern sich die Runden zugleich schon langsam der Halbzeit, weshalb es jetzt gilt, bisher Erreichtes zu bestätigen oder verlorenen Boden gutzumachen. Zumal in der Meisterrunde der Kreisliga A Gießen für den SV Annerod, der die Hauptrunde noch als souveräner Meister abgeschlossen hatte, zuletzt aber zwei empfindliche Niederlagen hatte einstecken müssen.

Wofür es allerdings Gründe gibt.

FSV Fernwald II - SV Annerod (Sonntag, 15 Uhr in Steinbach): 1:4 bei Türkiyemspor Gießen, 2:6 gegen die FSG Biebertal - schon der Blick auf die letzten beiden Resultate offenbart, dass beim SV Annerod, der in der Hauptrunde insgesamt nur eine von 15 Partien hatte verlorengeben müssen, aktuell nichts ist wie noch Ende des alten Jahres. Das hat mit der umfangreichen Ausfallliste des Teams von Trainer Yves Lohwasser zu tun, die momentan sogar länger ist als die der einsatzfähigen Spieler. »Das ist momentan schon eine bittere Situation für uns. Wir haben Ausfälle aus unterschiedlichsten Gründen, sei es durch Corona, weitere Krankheiten oder durch mittelschwere und auch schwere Verletzungen zu beklagen. Alleine drei Innenverteidiger sind uns weggebrochen, was schon ein großer Teil der Erklärung für die vielen Gegentore zuletzt ist«, so der 36-jährige SVA-Übungsleiter. Der mit seinem Team nun die Nachteile der Meisterrunde, in die alle Mannschaften wieder »bei Null« gestartet sind, zu spüren bekommt. Der große Vorsprung auf die Konkurrenz aus der Hauptrunde ist nichts mehr wert. »Das ist schon hart, denn ich bin der Meinung, dass es im Laufe einer kompletten Saison jeden Mal erwischt und jeder seine schwachen Phasen hat. Aber die hätten wir natürlich jetzt aufgrund des Punktepolsters wesentlich besser verkraften können. Zudem hättest du gegen Teams aus dem Tabellenkeller vielleicht auch mit einigen Ausfällen eine Chance, gegen die Top Sechs natürlich nicht«, weiß Lohwasser.

Da es aufgrund des ausgedünnten Kaders fraglich ist, ob Annerod am Wochenende eine Elf stellen kann, muss der SVA-Trainer mit Spielern aus der zweiten Mannschaft »auffüllen«, weshalb wiederum deren Kreisliga B-Spiel bei der Freien TSG auf der Kippe steht. »Das ist keine schöne Situation und nicht im Sinne des Erfinders, aber da bleibt uns aktuell nichts anderes übrig. Wir haben bei der »Freien« schon bezüglich einer Spielverlegung angefragt«, betont Lohwasser. Der ist mit seiner Mannschaft am Sonntag beim FSV Fernwald II gefordert. Beide Teams landeten in der Hauptrunde auf den Plätzen eins und zwei, sind aber aktuell nur auf den Rängen vier und fünf des Sechserfeldes zu finden. Anschluss an die Topteams aus Heuchelheim und Biebertal zu finden, die sich im direkten Duell gegenüberstehen, ist daher das Ziel. »Wir geben nicht auf und werden versuchen, über die Mentalität eine Chance zu haben. Wobei man bei zweiten Mannschaften abwarten muss, wer letztlich spielt. Wir sind jetzt nicht mehr die Gejagten, sondern die Jäger und werden auf jeden Fall beißen«, gibt sich Lohwasser trotz allem optimistisch, auch weil danach ein spielfreies Wochenende folgt und ein paar der fehlenden Spieler zurückkehren dürften.

Ähnlich ergeht es in der Kreisoberliga-Aufstiegsrunde der FSG Lumda/Geilshausen, die aufgrund vieler Ausfälle ihr Spiel in Wieseck gerne verlegt hätte, aber keine positive Antwort der TSG erhielt, wie Fußball-Obmann Martin Steidl enttäuscht mitteilte. Angesichts des Einsatzes von Hessenliga-Jugendspielern anmerkt: »Prima. Ersatzgeschwächte Kreisoberliga trifft auf Hessenliga«.

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