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Die Weste bleibt weiß

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Da geht die Zunge von Till Uth raus: Der Hüttenberger überwindet den Lumdataler Leon Ziegler. © Bär

Hüttenberg. Die U23 des TV Hüttenberg hat ihrer bis dato schon perfekten Qualirunde in der Männerhandball-Landesliga (Mitte) die Krone aufgesetzt. Im Topspiel gegen die HSG Lumdatal feierte das Team des Trainergespannes Dirk Happel und Tim Spengler am Samstagabend einen hochverdienten 33:25 (16:13)-Heimsieg und geht damit mit der Optimalausbeute von acht Punkten in die Meisterrunde.

TV Hüttenberg U23 - HSG Lumdatal 33:25

Nach der 29:32-Hinspielniederlage dürfte die Schlappe im Hüttenberger Sportzentrum für die Aufstiegsambitionen der Gäste dagegen bereits eine zu viel gewesen sein.

»Ich bin natürlich total stolz auf die Mannschaft, denn sie hat wirklich all das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Letztlich war es sogar ein Start-Ziel-Sieg, der am Ende zugegebenermaßen doch etwas zu hoch ausgefallen ist. Heute will ich niemanden besonders hervorheben, denn über die Torhüter und die starke Abwehr haben wir heute wirklich dank einer Teamleistung gewonnen«, war TVH-Coach Dirk Happel nach dem Erfolg im Spitzenspiel hochzufrieden.

Bezeichnenderweise sahen sich die Gastgeber kein einziges Mal im Laufe der 60 Minuten einem Rückstand ausgesetzt. Von Beginn an waren die jungen Hüttenberger äußerst präsent und setzten sich schnell auf 6:3 (10., Moritz Schäfer) ab. Während beim TVH immer wieder Jannis Wrackmeyer voranging und sieben seiner zehn Tore in Hälfte eins erzielt hat, hielt auf der Gegenseite Marcel Köhler seine Farben im Spiel. Beim 10:11 (22.) durch Max Kühn war Lumdatal auch wieder dran, doch ein Hüttenberger Zwischenspurt sorgte beim 14:10 (26.) wieder für klare Verhältnisse.

Keeper Rüspeler wirft ins leere Tor

Nach dem Pausen-16:13 zog die Happel/Spengler-Sieben durch Freddy Lins gar auf 23:18 davon (42.), doch ein Köhler-Hattrick brachte die Gäste beim 21:23 (45.) nochmal in Schlagdistanz. Nach einer TVH-Auszeit fiel im Spitzenspiel dann aber zügig die Entscheidung, da die U23 durch Nils Tietböhl auf 27:22 (52.) davonzog. Zwar versuchte die Schuchmann-Truppe nochmal alles und verkürzte kurzzeitig auf 24:27 (54.). Drei unbeantwortete Hüttenberger Tore sorgten dann aber für die Entscheidung, die beim 30:24 (56.) ausgerechnet Keeper Finn Rüspeler durch einen Wurf ins leere Lumdataler Tor gelang.

»Wir müssen anerkennen, dass Hüttenberg verdient gewonnen hat. Leider haben wir in der Abwehr erneut zu wenig Zugriff bekommen. Wir haben uns zwar nochmal zurückgekämpft, uns dann aber durch unnötige Zeitstrafen, technische Fehler und schlechte Wurfentscheidungen selbst aus der Bahn geworfen. Von der Einstellung her kann ich meiner Mannschaft - bis auf die letzten Minuten - keinen Vorwurf machen, spielerisch haben wir aber gnadenlos aufgezeigt bekommen, woran wir arbeiten müssen«, zeigte sich HSG-Trainer Eike Schuchmann als fairer Verlierer und fand zudem klare Worte gegenüber seiner Mannschaft.

TV Hüttenberg U23: Rüspeler (1), Machleit - Stankewitz, Nandzik (1), Schäfer (1), Lins (5), Martin (2), Uth (2), Cosic, Dahlhaus (5), Wrackmeyer (10/4), Bährens, Rüpprich (3), Tietböhl (3).

HSG Lumdatal: Kaiser, Solbach - Kühn (3), Haack, von Bierbrauer, Rein (3), Marondel, Schuster, Schlapp, Kern (3), Ziegler, Köhler (10/3), Heß (5/1), Vogel (1).

Schiedsrichter: Hoffelner/Krell (Kinzigtal). - Zeitstrafen: fünf (Martin, Uth, Cosic, Bährens, Rüpprich), sechs (Kühn zwei, Ziegler zwei, von Bierbrauer, Heß). - Siebenmeter: 4/4, 5/4.

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