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Die zwei Serien der 46ers

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Gießen (red/dhn). Jede Serie reißt irgendwann, auch die der Gießen 46ers. Nach vier Siegen in Serie wurde der heimische Basketball-Zweitligist am vergangenen Sonntag im Topspiel von Ligaprimus Rasta Vechta in die Knie gezwungen. Ein beiderseits zweifellos toller Fight, in dem die Gießener nach einem 15-Punkte-Rückstand zwischenzeitlichen immerhin noch auf drei Zähler herankamen.

Aber eben auch ein Fight mit dem bitteren Ende aufseiten der Lahnstädter. Gegen die Uni Baskets Paderborn hat das Team von Headcoach Branislav »Frenki« Ignjatovic aber nicht nur die Chance, eine neue Serie aufzubauen, sondern auch eine bestehende fortzusetzen.

Gießen 46ers - Uni Baskets Paderborn (Samstag, 19 Uhr)

Denn auf heimischem Court sind die 46ers nach wie vor ungeschlagen. Die Sporthalle Gießen-Ost ist wieder zu einer Festung geworden, die es für die Ostwestfalen erst einmal einzunehmen gilt. »Mit Paderborn kommt eine sehr interessante Mannschaft, die in den letzten Jahren einen aufregenden Basketball präsentiert. Dabei sind sie sehr offensiv orientiert und können an einem guten Tag jeden schlagen«, hat Branislav Ignjatovic viel Respekt für den kommenden Gegner übrig.

Denn: Mit dem 86:80-Heimsieg am 19. November über Rasta Vechta haben die Paderborner dem ProA-Spitzenreiter die bis dato einzige Saisonniederlage beigebracht. Mit drei Siegen bei zwei Niederlagen weisen die Uni Baskets sogar eine positive Auswärtsbilanz auf. »Die Baskets sind mit einer Menge guter Scorer ausgerüstet, insbesondere die US-Amerikaner. Der Shooting Guard Connor Van Anthony ist dabei brandgefährlich«, warnt Ignjatovic die Seinen insbesondere vor den gegnerischen Imports. So bringt es Van Anthony immerhin auf durchschnittlich 14,7 Punkte pro Partie, die mit 5,7 Assists abgerundet werden. Hinter dem US-Boy reihen sich James Luke Fleming (10,5 Punkte) und Center Marten Linßen (8,4 Punkte bei 6,4 Rebounds) ein.

Und doch befinden sich die Paderborner derzeit noch auf der Suche nach sich selbst. Der aktuelle Rangzwölfte läuft aktuell seinem Vorjahresergebnis (Platz sechs) deutlich hinterher. Das hat einen Grund: Fast alle damaligen Paderborner Leistungsträger - darunter der Gießener Spielmacher Jordan Barnes - suchten eine neue Herausforderung, sodass Trainer Steven Esterkamp dazu gezwungen war, ein neues Team aufzubauen. »Wir müssen von Anfang an hochkonzentriert sein und das Spiel unter Kontrolle bekommen«, warnt Ignjatovic.

Schließlich wollen sie bei den Gießen 46ers eine alte Serie fortsetzen - und eine neue beginnen.

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