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Diesmal die hybride Variante

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Jörg (links) und Martin Theimer freuen sich auf den Hybriden Lauf. Foto: jth © jth

Gießen (jth/lv). Am Silvestertag findet zum Abschluss des Jahres wie gewohnt der »Sparkasse Gießen Silvesterlauf« statt. Der traditionelle Lauf wird in diesem Jahr zum 50. Mal ausgerichtet. Er wird nach zwei virtuellen Ausgaben am 31. Dezember erstmals als »Hybrider- Silvesterlauf« stattfinden. Das bedeutet, dass die Läuferinnen und Läufer an einem Präsenzlauf vor Ort »Rund um den Schiffenberg« am Silvestertag, oder auch an einem virtuellen Lauf, der zeitraumbezogen stattfindet, teilnehmen können.

Hinter der Organisation stehen seit Jahren die Zwillinge Martin und Jörg Theimer. Mit den beiden Vereinsvertretern des LAZ Giessen Stadt und Land hatten wir die Möglichkeit über das neue hybride Ausrichtungskonzept zu sprechen.

Martin, nachdem die letzten beiden Jahre der Silvesterlauf virtuell stattfand, freuen Sie sich auf die Hybride-Variante?

Martin Theimer: Ja natürlich, nachdem wir 2020 mit 800 virtuellen Teilnehmern einen wahnsinnigen Zuspruch hatten, wurde die virtuelle Variante 2021 nicht mehr so intensiv angenommen. Das zeigt, dass die Laufcommunity wieder an Präsenzläufen teilnehmen möchte. Wir möchten aber gerne aus beiden Formaten der letzten Jahre das Beste mitnehmen. Natürlich bevorzugen wir die traditionelle Präsenzveranstaltung, denn hier kommt der ursprünglichen Charakter des Silvesterlaufes nun wieder zum Tragen. In den beiden letzten Jahren haben wir aber auch viel Zuspruch in der virtuellen Variante erhalten. Aus diesem Grund die Hybrid-Variante.

Was ist das Besondere an dem Präsenzlauf?

Martin Theimer: Viele unserer langjährigen Teilnehmer schätzen das gesellige »Drumherum«. Es geht bei diesem Lauf nicht um Spitzenzeiten, sondern um den gemeinschaftlichen Laufabschluss, deshalb nutzen Läuferinnen und Läufer diese Gelegenheit als Jahresausklang.

Was wird neu sein in diesem Jahr?

Jörg Theimer: Neu wird in diesem Jahr beim Präsenzlauf der Veranstaltungsort sein. Alles wird sich Rund um das Foyer der Sporthalle Ost abspielen, da die Räumlichkeiten des Philosophikum I nicht zur Verfügung stehen. Start und Ziel für den Präsenzlauf ist der Karl-Reuter-Weg. Es werden wie gewohnt vier Strecken, also Schülerlauf, 5km, 10km und Halbmarathon angeboten. Das 2,5 km Gassi-Gehen wird es nur in der virtuellen Variante geben. Walker und Nordic- Walker sind auf den 5 km und 10km-Strecken willkommen. Es wird hierzu eine separate Wertung angeboten. Den drei stärksten Laufgruppen des Präsenzlaufes des Teamwettbewerbs spendiert die Licher Privatbrauerei jeweils ein Fass Licher Pilsner. Wir haben auch neue Startnummern mit integriertem Transponder zur Wiederverwendung. Aus diesem Grunde nehmen wir auch 2 Euro Startnummernpfand, leisten damit aber auch ein Nachhaltigkeitsbeispiel. Zudme müssen wir eine Teilnehmerbeschränkung von 1000 Startern einführen. Es wird jedoch keine Verpflegung/Imbiss angeboten. Zusätzlich verzichten wir auf die Sitzmöglichkeiten im Foyer, es wird also eine reine Freiluftveranstaltung werden. Auch die Duschen und Umkleiden stehen nicht zur Verfügung. Neu wird zudem eine Radbegleitung auf der 10 km und Halbmarathonstrecke sein. Wir möchten allen Beteiligten einen guten Start 2023 gewähren und haben uns deshalb dazu entschlossen, die Kontaktmöglichkeiten zu reduzieren.

Glauben Sie dass der diesjährige Lauf auch wieder ein erfolgreich sein wird?

Jörg Theimer: Seit dem Frühjahr/Sommer werden die Präsenzläufe ganz normal ausgetragen. Die Laufszene hat darauf gewartet, sich wieder messen zu können. Es ist jedoch ein ca. 25prozentiger Rückgang der Teilnehmerzahlen bei vielen Läufen zu verzeichnen. Es sind also noch einige wegen Corona zurückhaltend. Genau für diesen Personenkreis ist dann der virtuelle Lauf gedacht. 2020 hatten wir eine außerordentlich hohe Frauenquote mit 49 Prozent. Viele haben als Feedback gegeben, dass sie lieber alleine in der Natur unterwegs sein wollten und dies nicht zu einer vorgegebenen Startzeit. Bisher haben sich 478 für den Präsenzlauf und 58 für die virtuelle Variante angemeldet. Wir sind zufrieden, hoffen aber, dass es noch einige mehr werden.

Welcher Zeit- und Arbeitsaufwand steckt hinter der Organisation der diesjährigen Veranstaltung?

Martin Theimer: Wieder wesentlich mehr als in den letzten beiden virtuellen Jahren. Im Vorfeld muss viel organisiert werden mit den verschiedenen Ämtern der Stadt, oder auch dem Sanitätsdienst. Die Strecke ist nun wieder ein wenig verändert, da die Baumaßnahmen rund um das Philosophikum nicht abgeschlossen sind. Am Veranstaltungstag ist dann der Auf- und Abbau und die Einteilung der Streckenposten zu stemmen. Die Hauptaufgabe startet dann jedoch immer bereits Oktober, um den Lauf in die Öffentlichkeit zu bringen und die Social Media Aktivitäten zu puschen.

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